Südamerika-Tour
Westerwelle nimmt Lebenspartner mit auf Reisen
08.04.2010 | 13:57 Uhr 2010-04-08T13:57:28+0200
Buenos Aires.Außenminister Westerwelle gerät erneut unter Druck. Diesmal muss er sich gegen den Vorwurf wehren, dass ihn auf Auslandsreisen nur Wirtschaftsbosse begleiten, die mit ihm bekannt sind oder für die FDP gespendet haben. In Südamerika ist außerdem sein Lebenspartner dabei.
Guido Westerwelle bleibt auch im Ausland der Abteilung Gegenoffensive treu, wenn er angegriffen wird. Vor der deutsch-argentinischen Handelskammer in Buenos Aires bekannte sich der deutsche Außenminister am Montag ausdrücklich zu seinem Amtsverständnis, das der Türöffner-Funktion für deutsche Unternehmen im Ausland hohen Stellenwert beimisst. „Außenwirtschaftsförderung wird nicht mit spitzen Fingern betrieben, sondern sie ist fester Bestandteil deutscher Außenpolitik“, sagte Westerwelle im Beisein von Vorständen deutscher Firmen am Rio de la Plata und Abgeordneten aller fünf Bundestagsfraktionen.
Vor allem der „unterschätzte Kontinent Südamerika“ werde in Zukunft mehr Beachtung finden, kündigte der FDP-Vorsitzende und Vizekanzler an. „Das wird dem einen oder anderen noch eine gewisse Gewöhnung abverlangen, aber ich halte das in diesem Fall für herausragend“, fügte Westerwelle hinzu. Ob die Bemerkung auch auf FDP-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle gemünzt war, dessen Metier der Papierform nach auch die Chancenförderung für deutsche Firmen im Ausland sein müsste, blieb zunächst unklar. Gleichwohl wurde sie als Replik verstanden auf Vorwürfe, wonach in seiner Zeit als Chefdiplomat vorzugsweise Manager auf Auslandsreisen mitgenommen würden, die mit Westerwelle gut bekannt sind oder zuvor nennenswert an die FDP gespendet haben.
FDP: Wirtschaftsbosse zahlen ihre Reise selbst
Westerwelle, sichtlich wütend, wies die zunächst im „Spiegel“ dokumentierten Anschuldigungen scharf zurück. Die Auswahlpraxis für Wirtschaftsvertreter bei Auslands-Delegationen orientiere sich an lange geübten Verfahren im Auswärtigen Amt, die schon seine Vorgänger benutzt hätten, sagte Westerwelle und sprach von `haltlosen Vorwürfen“. Fachleute des Auswärtigen Amtes bestätigten auf Anfrage, dass die elfköpfige Wirtschafts-Delegation, die Westerwelle auf seiner einwöchigen Südamerikareise begleitet, ebenso ausgewählt wurde wie solche aus früheren Jahren. Wirtschaftsbosse wie der FDP-Spender und Internet-Unternehmer Ralph Dommermuth, der den Liberalen im Jahr 2005 rund 50 000 Euro gespendet haben soll, zahlten zudem für ihre Reise selbst, sagte ein Sprecher.
Ob Westerwelles Lebenspartner Michael Mronz, ebenfalls Teil der Delegation, die Südamerika-Reise für eigene geschäftliche Vorteile nutzt, will demnächst die SPD offiziell erfragen. Für den Sport- und PR-Manager wurde in Südamerika ein eigenes Reiseprogramm gebastelt, das unter anderem den Besuch kultureller Attraktionen vorsieht. Das Auswärtige Amt betonte, dass Mronz die Reisen mit dem Minister nicht zur Anbahnung eigener Geschäfte nutzt, auch sei er nicht Teil der Wirtschaftsdelegation - sondern Lebenspartner des Vizekanzlers. In seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Stiftung `Ein Herz für Kinder“ überreichte Mronz dem christlichen Jugendverein `Cristo Vive“, der sich um benachteiligte und behinderte Kinder kümmert, einen Scheck über 20 000 Euro.
21:18
#9 Rike57
super, habe auch gerade unterschrieben und tut gar nicht weh.
Kann ich nur empfehlen den LINK
http://www.petitiononline.com/hj1964/
Herr Westerwelle wird schon bald von der Welle der Abneigung kalt erwischt. Jeder kann hier seinen Beitrag leisten.
Alle Gewalt geht vom Volke aus, also lasst uns mal ein wenig die gute Adresse (Petitonslink) unters Volk bringen. Jeder hat doch Freunde. Ich schicke den LINK gleich erst einmal ein par Freunden.
20:53
Was hat das Deutsche Volk nur immer für Probleme??
Soll Guido Westerwelle etwa mit Claudia Roth oder Renate Künast an seiner Seite reisen?
Da stellt sich Michael Mronz in der Persönlichkeit doch erheblich positiver dar!
Ihr Rot-Grünen : immer Haltung bewahren, wenn es Euch auch sehr schwer fällt!!
20:47
Habe schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass man aufpassen müsste, ob Herr Mronz wohl jetzt eher an Aufträge für sein Eventmangemant kommt (durch entsprechende Kontakte). Dass er mit Westerwelle fliegt, wenn er seinen Anteil bezahlt, ist trotzdem nicht korrekt, da andere Lebensgefährten(in) wahrscheinlich nicht ihre Begleitung zu geschäftlichen Zwecken nutzen können. Überhaupt besteht der Tross aus Eventmanagern, Vermögensberatern e.t.c., die wohl nicht besonders für unsere Wirtschaftsbezieungen nach Südamerika wichtig sind. Also hats doch ein Geschmäckle. Und bald sinds einige Geschmäckles zu viel.
20:30
#25
Zur Zeit stehen Millionen von Arbeitslosen unter Generalverdacht den Sozialstaat auszunutzen, Geringverdiener werden gegen Hartz-IV-Empfänger ausgespielt, das Renten- und Gesundheitssystem wird zur AG umgebaut und das Geld (was für das Alter und die Gesundheit SICHER sein soll) an der Börse verbrannt. Der Sozialstaat steht auf der Kippe und damit der innere Frieden. Unternehmen und Gutverdiener bekommen Steuermilliarden auf dem Silbertablett, während viele Leute in Arbeit nicht wissen ob sie ihr Kind nächste Woche noch druchfüttern können. Städtische Einrichtungen wie Bibliotheken, Schwimmbäder, Grundschulen usw. schließen reihenweise weil Schwarz-Gelb den Kommunen das Geld aus der Tasche zieht UND IHR REGT EUCH DARÜBER AUF DAS WESTERWELLE SCHWUL IST??????
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20:08
Auch wenn ich gerade von mir selbst extrem angewidert bin ob meines Über-den-eigenen-Schatten-Springens: Westerwelles Homosexualität ist das Einzige was ich positiv finde, damit die Gesellschaft endlich aktzeptiert das es auch solche Lebensformen gibt. ABER: WW bietet doch genug Angriffsfläche mit seiner antisozialen Politik, daher machen sich nur Leute über seine Homosexualität oder seine Englischkenntnisse lustig die auch sonst nix von Politik verstehen. Ich fürchte mich gerade vor mir selbst, ehrlich!
20:03
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