Werbung verführt Jugend zum Trinken
12.05.2009 | 16:06 Uhr 2009-05-12T16:06:00+0200Berlin. Je mehr Werbung für Alkohol junge Leute sehen, desto mehr trinken sie auch - diesen Zusammenhang hat jetzt erstmals eine Studie mit statistischen Daten belegt. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hatte 3400 Schüler zwischen zehn und 17 Jahren zu ihrem Trinkverhalten befragt.
Die Werbung verführt Jugendliche laut einer Studie zum Trinken. Je mehr Alkoholwerbung die Jungen und Mädchen sehen, um so mehr Alkohol trinken sie, wie eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Erhebung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) unter rund 3400 Schülern im Alter von 10 bis 17 Jahren ergab.
Damit werde erstmals mit deutschen Zahlen statistisch belegt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Alkoholwerbung und dem Trinkverhalten junger Menschen gebe, sagte DAK-Experte Cornelius Erbe. "Bisher basierte die Forschung hierzulande in diesem Bereich auf internationalen Daten, die lediglich auf Deutschland übertragen wurden", fügte er hinzu.
Jungen trinken häufiger und mehr
Der Befragung zufolge hatten weniger als 20 Prozent der Schüler, die keine der neun vorgegebenen Alkoholwerbungen gesehen hatten, schon einmal Alkoholisches konsumiert. In der Gruppe derjenigen, die alle Spots mehr als 10 Mal verfolgten, waren es über 90 Prozent.
Zudem kam die Studie zu dem Ergebnis, dass Jungen häufiger und mehr Alkohol trinken als Mädchen und eher zum sogenannten Rauschtrinken neigen. "Interessant dabei ist, dass Jungen Alkoholwerbung auch eher wahrnehmen als Mädchen", sagte Erbe. Bei Werbung beispielsweise für Handys und Süßigkeiten sei dieser Effekt nicht aufgetreten.
Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) sagte, die Studie belege, dass Werbung die Einstellung zu Alkohol sowie das spätere Trinkverhalten beeinflusse und zum jugendlichen Rauschtrinken beitrage. Sie forderte, dass durch den Deutschen Werberat eine "effiziente Selbstkontrolle der Werbung" für alkoholische Getränke sichergestellt werden müsse. Zudem sollten die Spots vor der Ausstrahlung im Fernsehen durch eine obligatorische Selbstkontrolle gehen. (ddp)
22:48
Nur weil es soviel Waschmittelwerbung gibt, wasche ich auch nicht mehr als nötig.
18:38
Überrasschung, Überraschung. Werbung die konzipiert wurde, um Menschen zum Trinken anzuregen, regt Menschen zum Trinken an ... wer hätte es Gedacht ;)
17:58
Schluss mit der ganzen scheixx Reklame! Rettet die Wälder!
17:47
Sonntag auf einem TV Sender ( Rennen) war bei dem Thema doch der Gipfel des Schlechten Geschmacks.
Das Rennen, mal wieder durch zig Werbungen unterbrochen ( Dauer mit Länge gerechnet der Alkohol Werbung lag über der, der anderen Werbung) .
Den Gipfel lieferte die Sendung damit, das Teenies einen Fahrer Helm Designen dürfen,... .
Das ist doch Selbstbetrug und absolute Animierung gerade auf die Zielgruppe, welche doch lauthalts genau vor Alkohol geschützt werden soll.
Ist ja das Fazit, das eine Kinder/ Teenager Aktion Offensichtlich durch Alkohol ( Marke ersetzt) unter anderem finanziert wird.
16:14
Ein Werbeverbot bringt auch nichts... Rauschmittel gehören seit Jahrhunderten zur Kultur...
Wenn die EU-Pläne, Spiritousen bis 2017 in Europa komplett aus den Regalen zu nehmen, umgesetzt werden, brennen und brauen die Leute halt wieder selber im Keller.
Dieses reaktionäre Geschwafel ist einfach unerträglich. Der richtige Umgang mit allen Genussmitteln muss zuhause anfangen. Spiritousen waren seit je her erst ab 18. Geändert hat sich einfach nur der Umgang der Gesellschaft damit.
Nicht jeder Jugendliche säuft sich ins Koma. Also ist hier doch die Frage, was bei den nicht trinkenden Jugendlichen im Leben anders läuft, als bei den trinkenden. Ein Verbot ist ist immer das Signal für eine gescheiterte Prävention.
Wieviel Alkoholhersteller gibt es denn noch in NRW? Alleine Dortmund mit seinen Brauereien früher. Da war das wirklich auch noch gelebte Kultur.
Heute wird der Alkohol irgendwo in Russland oder China produziert. In Osteuropa gemischt und abgefüllt und dort auch die Werbung marktspezifisch geplant.
Warum darf der gehörnte Jagdlikör an Universitäten und sogar vor Schulen werben - mit Stiften, Blöcken, Tassen etc.?
Weil der Markt von außen diktiert wird und keiner mehr hinschauen und für die eigenen Kinder ernsthafte Verantwortung übernehmen will.
Sicherlich werden sich die Jugendlichen in jeder Generation ihr Genuss- und Rauschmittel suchen. Verbietet den Alkohol und sie werden auf Drogen umsteigen.
Je weiter die Verbote gehen, desto größer werden die Risiken, die Kontrolle komplett zu verlieren.
15:40
Zunächst mal verführt Alkoholwerbung, Erwachsene zum Trinken ... und da diese nun mal Vorbildfunktion haben (...)
15:21
Tja, bringen wird es wenig.
Dann läuft halt die Werbung von Erdinger alkoholfrei, Krombacher alkoholfrei, Bitburger drive und Co. durchs Nachmittagsprogramm und klebt in den Zeitungen. Im Laden hat der Käufer den Zusatz alkoholfrei dann eh wieder vergessen.
Alkohol generell ab 18, rigorose Bestrafung der Alkoholabgabe (auch von Privatpersonen) an Minderjährige - das wäre eine sinnvolle Maßnahme...
15:02
Da Frau Bätzing ja der SPD angehört,liegt sie jetzt in den letzten Zuckungen.Jetzt noch ein bisschen schwafeln und den Bürger verarschen.Am 27.September wird sich diese Partei eh auflösen.
14:55
Was ich hier nicht verstehe ist, warum seid vielen Jahren Zigarettenwerbung im Fernsehen verboten ist und beim Alkohol da nichts gemacht wird. Manche Bierwerbung hat dabei auch ganz offensichtlich ein högeres Budget als so mancher Hollywoodstreifen. Dazu kommt, wie beim Bild oben zu sehen, dass die Werbung auch direkt auf Jugendliche zugeschnitten ist.
Aber vieleicht sollte man Alkohol an Jugendliche umsonst und subventioniert abgeben. Dann saufen die sich hoffentlich tot, bevor sie irgendwelche Amokläufe oder derartiges starten.