Wegen Schweinegrippe drohen Zusatzbeiträge
28.07.2009 | 08:36 Uhr 2009-07-28T08:36:00+0200
Berlin. Mehrere Krankenkassen drohen mit Beitragsanhebungen für den Fall, dass die gesetzlichen Versicherungen die Kosten einer Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe übernehmen müssen. Kassenvertreter rechnen mit Kosten in Höhe von 600 Millionen Euro.
Politik und Krankenkassen streiten weiter um die Kosten der Impfungen gegen die sogenannte Schweinegrippe. Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen fordern Bund und Länder dazu auf, die Kosten zu übernehmen. Andernfalls müssten die Krankenkassen eventuell Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben, warnte eine Sprecherin des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) in der "Leipziger Volkszeitung" und betonte: «Grundsätzlich ist der Umgang mit einer Pandemie Angelegenheit der öffentlichen Gesundheitsdienste.»
Rolf Steinbronn, Chef der AOK Plus, sagte dem Blatt, die Kosten in Höhe von rund 600 Millionen Euro seien «ein Betrag, der nicht eingepreist war und nicht eben mal so aus der Portokasse zu begleichen ist». Eine Summe dieser Größenordnung bringe die Kalkulation des Gesundheitsfonds «ins Rutschen». Sprecher der Bundes- und Ländergesundheitsministerien hatten erklärt, dass die Kosten durch die Krankenkassen übernommen werden.
Das betonte auch der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) unter Verweis auf eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Zudem müsse eine etwaige Quarantäne wie ein normaler Krankheitsfall behandelt werden. «Also wird das durch die Krankenversicherung im Rahmen der Lohnfortzahlung erstattet», sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk.
Banzer warnte vor gravierenden Folgen für die Volkswirtschaft, sollte die Pandemie nicht einigermaßen kontrolliert werden können. Durch den Ausfall von Arbeitstagen könnte das Bruttosozialprodukt bis zu drei Prozent sinken. Diese dramatische Entwicklung solle durch die Impfstrategie verhindert werden, sagte der CDU-Politiker. Deutschland befinde sich «mitten in der Abwehrschlacht».
Kassen sehen Staat in der Pflicht
Der Sprecher der Landesvertretung Sachsen der Techniker Krankenkasse, Matthias Jakob, betonte: «Wir würden uns wünschen, dass der Staat seiner Verantwortung nachkommt.» Allerdings sei die Kasse eine öffentliche Körperschaft und daher dem Bund mittelbar verpflichtet.
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«Wir müssen staatliche Anweisungen befolgen», erklärte Jakob. Die Kosten seien aber bisher nicht im Gesundheitsfonds einkalkuliert. Dadurch entstehe das Risiko, Zusatzbeiträge erheben zu müssen. Der Verband mahnte daher eine Verständigung darüber an, wie die Ausgaben für Schutzimpfungen zum Beispiel mit Steuermitteln ausgeglichen werden könnten.
Die Bundesländer hatten am Freitag rund 50 Millionen Dosen Impfstoff bestellt, der allerdings erst im Herbst bereitstehen soll. Damit sollen zunächst 30 Prozent der Bevölkerung geschützt werden, Vorrang haben chronisch Kranke und Schwangere sowie Menschen, die im Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr arbeiten.
Die Krankheit breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Mit Stand vom 24. Juli wurden insgesamt 3.349 Fälle gemeldet. Allein in der vergangenen Woche wurden 1.500 neue Infektionen gezählt, jeden Tag gibt es mittlerweile mehrere hundert neue Infizierte. «Die Pandemie ist bei uns angekommen», sagte RKI-Vizepräsident Reinhard Burger am Montag. (ap/ddp)
>> DerWesten zeigt die Übersicht der Schweinegrippe-Fälle in NRW <<
13:42
Nein Nein Nein. Das ist alles so an den Haaren herbeigezogen und die großen Verlagshäuser wie WAZ und oder Springer mischen kräftig mit bei dieser Panikmache. Die Pharmaindustrie gehört ja immerhin zu den besten Anzeigenkunden nicht wahr?!
Meine Prognose: In 2010 kreuzt sich der Vogelgrippevirus mit dem der SChweinegrippe und wir haben tara, wieder einen Grund zu impfen.
Es sterben jährlich mehr alte Menschen an der normalen Grippeschutzimpfung als durch die Grippe selbst. Natürlich bringt das keiner in Verbinddung. Der Patient war alt und schwach.
Die Pharmaindustrie, zusammen mit Krankenkassen, Politikern und Ärzten sind die größten Verbrecher in diesem Land. Jährlich werden Milliarden umverteilt und nun kann man mal wieder ein bisschen mehr verteilen. Mir graut es jedoch auch vor den Menschen die sich so verdummen lassen und mit Angstmacherei bis zur Imfpung getrieben werden. Armes Europa.
12:49
Ich werde nichts zuzahlen, Ich habe ein Recht darauf, weil ich ja gezwungenermassen gesetzlich versichert bin und der gesetzgeben seinem Bürger gegenüber eine Sorgfaltspflicht hat.
notfalls werde ich mir eine kostenlose Impfung gewaltsam beschaffen.
12:44
Die Krankenkassen suchen doch nur nach Gründen um die Erhöhungen zu begründen. Erst war es die Wirtschaftskrise, jetzt die Schweinegrippe und nächsten Woche sind es die vermehrten Schwangerschaften durch die zu Hause sitzenden Kurzarbeiter. Wie heißt es doch so schön, wer keine Ausrede hat wird erschossen.
11:33
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11:29
Hat irgendeine Zeitung mal konkret nachgeforscht, ob die gemeldeten Fälle wirklich real existieren?
Ich habe mehr Angst vor der Angstmacherei als vor einer Grippe (wie immer sie heißen mag).
Ich will nicht gegen meinen Willen mit Medikamenten vollgestopft werden.
11:28
Der Markt funktioniert!
Die Angstwerbung wurde gut platziert.
Die Produktverkäufer sind wahre Profis.
Und der Kunde wird über den Tisch gezogen.
Der bekommt ein Produkt angedreht was er nicht braucht.
Wenn er es nicht nimmt muss er trotzdem dafür bezahlen.
So funktioniert ein eingespieltes Team.
10:46
Haben die Manager und Politiker wieder eine Möglichkeit gefunden das Volk zu bestehlen?
10:16
Hoffentlich gibt es Krankenkassen, die NEIN sagen zu einer Gebührenerhöhung und es kräftig bewerben. So lassen sich neue Kunden gewinnen. Steigt der Zulauf Impfwilliger zu heftig, sollen die Einzelimpfung dann z.B. 20€ kosten. Es ist immer noch viel besser, als einfach auf breiter Fläche bei allen Mitgliedern die Beiträge an sich zu eröhen.
Ich glaube nicht, dass alle Kassen gleich reagieren werden; auch hier ist und muss ein Wettbewerb vorhanden sein.
Es sei auch gewarnt vor einer Imphysterie. Die Schweinegrippe gilt als milder, als eine normale Grippe. Gefährlich würde die Schweinegrippe erst dann werden, wenn die SchweineVogelMensch-Bestandtteile sich aggresiv anders wandeln würden und eine neue Generation kreieren würden, die der Mensch weniger greifen kann, da er weder Schwein noch Vogel ist. Dann helfen aber auch die derzeitig verfügbaren Impfstoffe nicht .... es sind dann von der Wirkung her Asperintabletten (mehr leider nicht). Diese Virusweiterentwicklung steht aber noch in den Sternen; sie kann irgendwann erfolgen, muss es aber nicht.
Was jetzt vorhanden ist, ist ersteinmal viel Panikmache, Geschäftemacherei und Irrglauben. Es ist menschlich, dass Risiken manchmal mehr dort gesehen werden ... wo diese eigentlich nicht sind und Risken dort ausgeblendet werden, weil es so schöner und aktuell bequemer ist.
10:06
Das war doch klar, dass wieder damit begonnen wird, Kasse zu machen. Als nächstes schreien die Ärzte, dass sie mehr Geld haben wollen, weil die zusätzlichen Spritzen sie überfordern.
09:59
In Deutschland wird Drogensucht von den Kassen getragen, aber beispielsweise Sehbehinderte müssen einen großen Teil der Untersuchungen und vor allem Hilfsmittel aus eigener Tasche bezahlen.
Es muss sich generell was ändern an unserem Gesundheitssystem.