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Musik

Ray Davies und die Kinks mit Chor

Musik u. Konzerte, 27.09.2009, Arnold Hohmann
Essen. Ray Davies, einstiger Chef der legendären Kinks, hat die alten Hits noch einmal neu arrangiert. Das funktioniert am besten bei getragenen Stücken, wenn Davies den 65-köpfigen Crouch End Festival Chorus seine Hits anstimmen lässt.

The Kinks - V.l.n.r.: Dave Davies, Peter Quaife, Ray Davies und Mick Avory auf einer Autogrammkarte aus den 60er Jahren. (c) imago ()
The Kinks - V.l.n.r.: Dave Davies, Peter Quaife, Ray Davies und Mick Avory auf einer Autogrammkarte aus den 60er Jahren. (c) imago

Es ist unbestritten, dass Ray Davies  , einstiger Chef der legendären Kinks, zu den einfühlsamsten Songschreibern der Popmusik gehört. In seinen besten Zeiten war er der Chronist der britischen Gesellschaft, keiner schrieb derart trefflich über Arbeiterhaushalte, Modegecken oder die feinen Pinkel vom Lande. Doch obwohl es für ihn mit mehreren Alben auch ein Leben nach den Kinks gegeben hat, sucht Davies nun die höheren Weihen, will er die Grenzen der Rockband als Begleitung sprengen. Auf "The Kinks Choral Collection" (Universal) hat er ein paar der bewährten alten Hits noch einmal völlig neu arrangiert und bedient sich dabei der stimmlichen Kraft 65-köpfigen Crouch End Festival Chorus.

Mischung funktioniert

 Das Ergebnis ist respektabel. Weder lässt Davies den Chor zum Karaoke-Körper verkommen noch degradiert er ihn zum Hintergrundgesang. Die Mischung funktioniert am besten bei ohnehin getragenen Stücken wie „See My Friends”, einem bewegenden Text über das Leben nach dem Tode, der nun wie eine Gospel-Hymne klingt. „Waterloo Sunset” erfährt die wenigste Veränderung, klingt noch am vertrautesten. Und das Medley aus dem einst sträflich unterbewerteten Konzeptalbum „The Village Green Preservation Society” ist ein schierer Ohrenschmaus. Es sind, man merkts's, fast ausschließlich die Songs der frühen Jahre, die Berücksichtung finden. Leider auch solche Kracher wie „You Really Got Me” oder „All Day and All of the Night”, bei denen der Chor lange im Nirgendwo herumsummt, bis die Rockband krachend anzeigt, wo's wirklich lang geht.

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