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Warum ich nicht auf Fleisch verzichte

18.08.2010 | 15:47 Uhr
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte

Essen.Auf Fleisch zu verzichten, würde mein Leben auf den Kopf stellen. Zudem überzeugen mich die Argumente der Vegetarier nicht. Ich halte daher lieber an einer langen Tradition fest - und esse Fleisch mit Genuss.

Die Folgen der Massentierhaltung sind unerträglich, in diesem Punkt haben Vegetarier und Veganer Recht. Dennoch: Ich esse Fleisch, und das auch noch gerne. Kein einziges Argument ist für mich so schlagkräftig, dass ich auf ein leckeres Hähnchenbrustfilet oder die Bratwurst im Fußballstadion verzichten möchte.

Fleisch muss es nicht jeden Tag geben, aber immer mal wieder.

Tiere sind auch nur Menschen? Auf ihr Schmerzempfinden, ihre Leidensfähigkeit und vor allem ihre „Seele“ wird in etlichen Vegetarier-Blogs abgehoben. Doch allein, es fehlt der Beweis. Und lediglich auf eine vage Vermutung hin, stelle ich nicht mein komplettes Leben um, kämpfe nicht um einen Platz für meine Paprika auf dem Grill und erschrecke meine Eltern nicht damit, dass ich leider so rein gar nichts von ihrem mühselig gekochten Weihnachtsmenü essen will.

Sonst müsste ich bald ja auch noch darüber diskutieren, ob dem Rucola-Salat das Zupfen wehtut. Dass Pflanzen ein Seelenleben haben, wird erstaunlicherweise von vielen Vegetariern reflexartig verneint wird. Wen wundert`s: Woher kämen dann die nötigen Kalorien zum Überleben? Insgesamt bleiben mir viel zu viele offene Fragen, die bei mir zudem den Eindruck erwecken, dass sich so manch Vegetarier nur die Rosinen aus dem Kuchen pickt, den harten Tortenboden aber liegen lässt.

Fleisch kann auch gesund sein

Menschen aus unterschiedlichen Erdteilen, mit unterschiedlichen Hautfarben und mit unterschiedlichen Religionen essen Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Sie pflegen damit natürlich auch ein großes Stück Esskultur – und viele betreiben keine Exzesse. Auch in der Bibel gibt es kein Fleischverbot, und sogar die katholische Kirche hat mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ihr Freitag-Fleisch-Verbot aufgegeben. Außerdem bin ich keine Fleischfresserin, sondern eine Fleischesserin. Ich sage nicht: Jeden Tag muss ein fettes Steak auf den Tisch. Sondern: Gezielt einkaufen und genießen, auch wenn es nur alle paar Tage ist. Der Respekt vor dem Tier muss stets vorhanden sein – bei der Geburt, bei der Aufzucht und auch bei der Schlachtung. Das kostet Geld, gar keine Frage. Aber die Qualität des Fleisches ist dann deutlich besser, und auch unser Körper profitiert. Vom hohen Eisen- und Vitamin-B-12-Gehalt mal abgesehen. Daher halte ich es mit der Maxime: Ich esse von allem ein bisschen. Gerne, bis ich satt bin und mit vollem Genuss.

Komisch allerdings finde ich, wenn jemand, der vorgibt, Vegetarier zu sein, auf Fleisch, nicht aber auf Fisch verzichtet. Nur weil Fische glitschig sind und keine vier Beine haben, sollen sie weniger Recht auf Leben haben? Wen Filme aus dem Schlachthaus quälen, müsste bei dem Gedanken an Kühe als Melkmaschinen oder Hühner als Dauer-Eileger ebenfalls das Grausen kriegen. Mich nervt daher der erhobene Zeigefinger von Vegetariern, denn sie dürfte es eigentlich gar nicht geben. Würden sie ihre Tierliebe konsequent zu Ende denken, müssten sie komplett und vollständig auf alle tierischen Produkte verzichten - und damit vegan leben. Dass sich der Fleischverzicht auch nach Tausenden von Jahren noch nicht durchgesetzt hat, zeigt, dass ich nicht allein bin: Für ein bisschen gutes Gewissen krempeln wohl die wenigsten ihr Leben um.

Corinna Weiß

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Kommentare
12.01.2011
00:11
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von patrickh82 | #41

Ich nehme mal an, dass der Beitrag bewusst provokativ geschrieben ist, denn so viel Ignoranz würde sonst ja sicher sehr weh tun.
Sie brauchen einen Beweis dafür, dass ein Tier Schmerz empfindet? Schon mal einem Hund auf die Pfote getreten? Mehr Beweis kann man eigentlich nicht benötigen.
Darüber hinaus gibt es etliche andere Argumente, tierische Schmerzen sind ja nur eines davon. Ich empfehle Tiere Essen von Jonathan Safran Foer. Wenn Sie danach die Argumente weiterhin nicht überzeugend finden, essen Sie halt weiterhin Fleisch.

11.01.2011
20:37
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von I3BOB&PEACE | #40

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11.01.2011
20:36
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von I3BOB&PEACE | #39

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11.01.2011
20:35
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von I3BOB&PEACE | #38

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10.01.2011
18:03
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von kommentar41 | #37

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10.01.2011
08:50
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von Margaretha Becker | #36

Der Artikel dieser .... ist einfach nur noch peinlich.
Einer der vielen Peinlichkeiten z.B..
Auf ihr Schmerzempfinden, ihre Leidensfähigkeit und vor allem ihre „Seele“ wird in etlichen Vegetarier-Blogs abgehoben. Doch allein, es fehlt der Beweis.
Die Dame braucht also einen Beweis dafür, dass ein Tier Schmerz empfinden und leiden kann und ist auf den Veganerblogs noch nicht so richtig fündig geworden....
So viel Blödheit ist atemberaubend. Gerne würde ich glauben dass diese Frau Verstand hat, allein es fehlt der Beweis...
Mir ist schleierhaft, warum manche Schreiberlinge jeden Schwachsinn veröffentlichen können und manche der Leser das auch noch freudig abnicken.

28.11.2010
00:12
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von seko | #35

Für 1 Bulette gehen 1 Kilo Soja und 1.500 Liter Wasser drauf. Es wird Regenwald abgeholzt, nur damit das Schlachtvieh gefüttert werden kann. Ist das Sinnvoll?
Wir leben in einer Welt, in der es immer noch Hungernöte und Wasserknappheit gibt. Der übermäßige Fleischkonsum verstärkt diese Probleme noch weiter.
Hinzu kommen die Umweltschädligungen für die Fleischproduktion. Würde jeder in Deutschland lebende an einem Tag in der Woche auf Fleisch verzichten, wäre dies genauso förderlich für die Umwelt, als wenn wir sofort 6 Millionen Autos von der Straße nehmen.
Und das sind keine Fakten von irgendwelchen Radikal-Vegetariern, sondern von der UN.

09.11.2010
18:07
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von ... | #34

Fressen oder gefressen werden !!!!

17.09.2010
14:55
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von van | #33

Wie kann eine Frau Weiß für eine Zeitung so etwas schreiben???

Auf ihr Schmerzempfinden, ihre Leidensfähigkeit und vor allem ihre „Seele“ wird in etlichen Vegetarier-Blogs abgehoben. Doch allein, es fehlt der Beweis.

Nehmen Sie doch bitte ein Messer und stechen Sie es in ein Tier. Da kann man ganz gut und schnell sehen wie leidensfähig Tiere sind!

Ein wirklich peinlicher und dummer Artikel.

Van

05.09.2010
22:21
Warum ich nicht auf Fleisch verzichte
von DerMike | #32

@GegenSTRICKTEveganer (es heisst übrigens Strikte)

Tut mir leid, aber da muß ich widersprechen, ich bin nämlich der Ansicht, daß mir mein Verstand zum Urteilen gegeben wurde.
Und seine Meinung darf man doch in Deutschland noch sagen, oder?
Ok, natürlich kann man menschlich so oder so definieren, einerseits einfach als traurige Wahrheit oder eben andererseits als Ideal.
Ich würde eben eher das zweitere anstreben und der Menschheit wünschen, daß sie in den kommenden Generationen einen Evolutionssprung hin zur vegetarischen/veganen Ernährung schafft.
Welche Argumente der Vegetarier Sie nun als lächerlich empfinden weiß ich ja nicht.
Aber wenn ich Argumente lese, wie Tiere sind zum essen da. (in einem Kommentar...) dann frage ich mich, ob derjenige, der solch eine Aussage plakativ hinwirft, sich jemals wirklich eigene Gedanken gemacht hat.
Menschen sind nach dieser Logik nämlich auch zum Essen da. Nur daß wir durch unsere Intelligenz mehr oder weniger (hauptsächlich durch ausrotten von Arten, Zivilisation usw.) an die Spitze der Nahrungskette gelangt sind.
Was keineswegs einer edlen Entscheidung im Weg stehen müsste, vegetarisch/vegan zu leben. Im Gegenteil. Es würde unsere Intelligenz unterstreichen. Aber leider - nein.
Manchmal hoffe ich doch, daß sich jeder für sein Tun verantworten muss. Leider haben Sie wahrscheinlich Recht damit, daß es nicht so ist.

P.S. worüber habe ich falsch geschrieben?

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