Vor dem Atomausstieg erhöhen Konzerne die Strompreise
19.04.2011 | 13:09 Uhr 2011-04-19T13:09:00+0200
Düsseldorf. Millionen Verbrauchern drohen höhere Strompreise. Für das Frühjahr haben viele Energiekonzerne Preiserhöhungen angekündigt. Ein Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 4000 Kilowattstunden muss rund 60 Euro mehr zahlen als bisher.
Auf Millionen Verbraucher in Deutschland kommen auch vor einem möglicherweise rascheren Ausstieg aus der Atomenergie höhere Strompreise zu. Im Frühjahr drehten nach Angaben des Verbraucherportals toptarif.de über 100 Unternehmen an der Preisschraube. Ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse im Schnitt 6,1 Prozent, beziehungsweise rund 60 Euro, mehr berappen, berichtete das Portal am Dienstag. Zum März hätten 51 Versorger ihre Tarife erhöht, weitere 50 planten dies im April und Mai.
Die Versorger, darunter der größte deutsche Energiekonzern E.ON, begründen die Erhöhung mit den gestiegenen Kosten für die Ökostrom-Abgabe. Diese wird auf alle Verbraucher umgelegt. Wegen des Ausbaus von Wind- und Sonnenenergie steigt die Umlage seit Jahren. Von der Erhöhung sind toptarif.de zufolge mehr als zehn Millionen Stromkunden betroffen. Bereits im Januar und Februar hätten fast 700 Versorger ihre Strompreise erhöht, darunter RWE, ENBW und Vattenfall, die wie E.ON Atomkraftwerke betreiben.
Atom-Moratorium dürfte kein Grund sein
Mit dem nach dem Atom-Moratorium gestiegenen Großhandelspreis für Strom dürften die jetzigen Erhöhungen kaum etwas zu tun haben. Die Versorger kaufen ihren Strom größtenteils lange Zeit im Voraus ein. In der Debatte um einen Atomausstieg warnen die AKW-Betreiber vor weiter steigenden Strompreisen. Mit Atomstrom werde es zwar nicht billiger, dieser habe aber eine preisdämpfende Wirkung, lautet ihre Argumentation.
Der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, hatte am Montag von einem Überbietungswettbewerb hinsichtlich der Kosten eines Energieumstiegs gesprochen. Er rechne zwar damit, dass der Strom teuerer werde. Aber in den vergangenen zehn Jahren seien die Stromkosten ohnehin bereits um 80 Prozent gestiegen, sagte Billen. (rtr)
16:32
das ist was andere gewesen #5 da mussten die halt wegen unverhältmismäßig hoher aufrüstung der sicherheit und so und wegen kriese im uran abbau gebiet, oder kriese im transportbereich ... und ach was machen wir uns vor. bezahlen tun wir eh mehr, wird zeit das wir halt für was vernünftiges bezahlen.
16:22
#5 - Dr.Super
Deswegen sind die Preise in der Vergangenheit - mit Atomstrom - ja auch nie groß gestiegen? Moment...
14:10
@5: und wenn wir wieder mehr Störche im Land haben gibts auch wieder mehr Kinder.
13:52
Würden wir nicht aus dem Atomstrom aussteigen, würden die Preise NICHT steigen.
@4 Zum glück wählen (noch) nicht so viele diese Linksextremen, da kann man auch die NPD wählen...
13:42
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13:34
Ergänzung:
dann ist es eben nicht a.... sondern verwerflich, was auf da Gleiche hinausläuft.
13:33
Trotz der Milliarden Gewinne drehen die Energieriesen an der Preisschraube. Das ist *******.
Leider macht die öffentliche Hand da mit, weil sie sehr häufig als Aktiengewinner von den Gewinnen profitieren. Das ist zwar normal, aber in diesen Zeiten, wo jeder Cent dem Verbraucher für den Konsum fehlt, ist das schäbig und *******.
13:23
Ja ... und? Wundert es irgendwen? Die Preise steigen doch sowieso, unabhängig davon ob grad irgendwo ein Atomkraftwerk durchgeht, die Deutschen aus der Atomkraft aussteigen wollen oder der Vorstandsvorsitzende einfach schlecht geschlafen hat.