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Bundeskabinett

Von der Leyen wird neue Arbeitsministerin

27.11.2009 | 18:57 Uhr

Berlin. Familienministerin Ursula von der Leyen soll Nachfolgerin des zurückgetretenen Arbeitsministers Franz Josef Jung werden. Das verkündete Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. Die 32-jährige Kristina Köhler aus Hessen wird neue Familienministerin.

Merkel setzt auf Ursula von der Leyen als neue Arbeitsministerin. Foto: ap

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wird Nachfolgerin von Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (beide CDU). Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitagabend in Berlin an. Ins Familienministerium rücke die hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler nach. Merkel sagte, sie habe Bundespräsident Horst Köhler beide Personalien vorgeschlagen. Die offizielle Ernennung Leyens und Köhlers sowie die Entlassung Jungs sei für Montagmorgen geplant. Die Koalition aus Union und FDP bildet damit nach nur einem Monat das Kabinett um.

Von der Leyen freut sich auf ihre neue Aufgabe im Arbeitsressort. «Ich bin mir der Verantwortung einer Arbeits- und Sozialministerin gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sehr bewusst», erklärte die bisherige Familienministerin am Freitagabend in Berlin. Die wirtschaftliche Lage sei schwierig. Die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt sei «drückend spürbar». Auch stünden wichtige und komplexe Reformen an.

Merkel lobt Jung als "geradlinigen Kollegen"

«Ich möchte mich dieser Aufgabe mit allem mir möglichen Einsatz stellen», erklärte die CDU-Politikerin. Sie habe «erste Erfahrungen mit der Breite der Sozialpolitik als Sozialministerin in Niedersachsen machen dürfen». Als Familienministerin habe sie in den Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Langzeitarbeitslosigkeit und Verbesserung der Arbeitsmarktchancen insbesondere für Alleinerziehende viel mit dem Bundesarbeitsministerium und der Bundesagentur für Arbeit zusammengearbeitet.

Jung hatte Freitagmittag seinen Rücktritt erklärt. Der frühere Verteidigungsminister war wegen eines Luftschlags in Nordafghanistan mit zivilen Opfern unter Druck geraten.

Merkel sagte, sie habe Jungs Entscheidung «mit Respekt und Hochachtung» zur Kenntnis genommen. Der CDU-Politiker habe sich in der Zusammenarbeit immer als «geradliniger Kollege» und «feiner Mensch» ausgezeichnet. Für ihn sei es menschlich ein «sehr schwerer Tag». Er habe deutlich gemacht, dass für ihn der Dienst am Land vor allem stehe. Die Kanzlerin dankte Jung für seine Arbeit im Kabinett und sagte, sie hoffe, dass es auch in Zukunft in anderer Konstellation eine Zusammenarbeit gebe. (ap/ddp)

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