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Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen

20.05.2009 | 17:26 Uhr
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen

Berlin. Kurzarbeiter müssen mit zum Teil hohen Steuernachzahlungen rechnen. Steuerexperten gehen von mehreren hundert Euro aus. Sie raten Betroffenen, Geld zurückzulegen. Viele Kurzarbeiter jedoch ahnen noch nichts von der Steuerlast, die auf sie zu kommt.

Hunderttausende Kurzarbeiter müssen sich auf teils saftige Steuernachzahlungen für dieses Jahr einstellen. Vielen drohen Nachzahlungen von mehreren hundert Euro oder entsprechend geringere Erstattungen der Finanzämter, wie der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BdL) am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP bestätigte. Die Höhe sei abhängig von der Höhe des Einkommens und der Dauer der Kurzarbeit; in Einzelfällen drohten Nachzahlungen von mehr als 1000 Euro. Betroffen seien vorwiegend verheiratete Arbeitnehmer.

Viele Kurzarbeiter noch ahnungslos

Ursache ist der sogenannte Progressionsvorbehalt im Steuerrecht: Danach ist das Kurzarbeitergeld zwar steuerfrei, wird aber am Jahresende zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Dadurch ergibt sich ein höherer Steuersatz, der dann auf das eigentlich zu versteuernde Einkommen angewendet wird.

Der Progressionsvorbehalt soll den Unterschied ausgleichen zwischen Arbeitnehmern, die steuerpflichtige und steuerfreie Einnahmen wie Kurzarbeitergeld beziehen und Arbeitnehmern, die nur steuerpflichtige Einnahmen haben, wie das Bundesfinanzministerium auf seiner Homepage erläutert.

«Viele Kurzarbeiter wissen gar nicht, dass Nachzahlungen drohen», sagte BdL-Geschäftsführer Erich Nöll der «Bild»-Zeitung. Betroffene sollten sich schon heute einen Teil des Einkommens dafür zur Seite legen. Gleichzeitig riet der Verbandschef Ehepaaren, alternativ eine getrennte Steuerveranlagung zu prüfen.

Genaues Nachrechnen erforderlich

Wieviel genau Kurzarbeiter zur Seite legen sollen, hängt vom Einzelfall ab und kann pauschal nicht beantwortet werden, wie Nöll der AP sagte. Je mehr Kurzarbeitergeld bezogen wird, desto mehr müsse nachgezahlt werden. Die Betroffenen könnten mit Hilfe eines Steuer-Computerprogramms nachrechnen oder Rat bei ihrem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein einholen.

Das gelte auch für Ehepaare, die bislang gemeinsam veranlagt werden und prüfen wollten, ob sich eine getrennte Veranlagung lohnen würde. Infrage kommen könnte dies laut Noell vor allem für Paare, die in etwa gleich viel verdienen. Der Progressionsvorbehalt gilt auch für andere staatliche Bezüge wie zum Beispiel Elterngeld oder Arbeitslosengeld I. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit rund 1,4 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. (ap)

DerWesten

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Kommentare
22.05.2009
09:28
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von supply | #37

@#31 von immerNett

r.kant

21.05.2009
18:09
Blockierter Kommentar.
von HarztIVfuerr.kant | #36

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

21.05.2009
15:25
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von immerNett | #35

Wer bezahlt gern Steuern? Eine Sauerei ist das, damit Hartz IV bezahlt wird und der Arbeitnehmer nicht entlastet wird. Jetzt wo Steuern von den Kurzarbeitern erhoben wird, regen sie sich auf. Vorher nachdenken, Hartz IV Leistungen zurückfahren zugunsten der Steuerzahler.

21.05.2009
11:58
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von supply | #34

dafür werden die Arbeitgeber ab dem 7ten Monat von den Sozialabgaben befreit....klar das für den Kurzarbeiter da Steuernachzahlungen fällig werden...der Verlust der Sozialabgaben muss doch zumindest Teilweise wieder reingeholt werden, und wenn das mit der Kurzarbeit nicht den gewünschten erfolg gebracht hat gibt es halt noch weniger ALG1...und danach das wohl gekürzte ALG2....na dann viel Spaß ihr Untertanen....

21.05.2009
01:24
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von gatagorda | #33

Das ist auch bei der Altersteilzeit so. DieRaubritter sind halt Finanzbeamte geworden.

21.05.2009
00:25
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von uteschnutekasimir | #32

Warum sollen die Kurzarbeiter steuerfreie Löhne bekommen...? Die hätte ich auch gerne!

Vor dem Steuerrecht sind alle gleich!

Wer hat denn gegen die Bierdeckelsteuer der CDU im Bundestagswahlkampf 2005 gewettert? Das waren die Sozis!

Also: Steuerrecht radikal vereinfachen, Steuervergünstigungen streichen, Steuersätze runter. Alle werden gleich behandelt.

20.05.2009
22:23
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von nic | #31

tja und alle kurzarbeiter waren für die verlängerung
der zeit.besser als arbeitslos.die rechnung kommt am ender dieser zeit.nicht vergessen,
hartz iv wird nur verschoben und nicht aufgehoben.

20.05.2009
21:37
Vielen Kurzarbeitern drohen saftige Steuer-Nachzahlungen
von tginbo | #30

WIE?? #immerNett
... und die noch voll arbeiten dürfen, sollen jetzt die Freizeit von Kurzarbeitern finanzieren?? (Ironie aus)
Wenn die dann rausfliegen, werden sie ja auch Schmarotzer.
Ich glaube ihr Weltbild hängt so schief, da kann der Onkel Doctor nix mehr machen!

Abgesehen davon ist die Sache mit den Steuernachzahlungen eine riesen Sauerei!!!

20.05.2009
21:14
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von ThatsIch | #29

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20.05.2009
21:12
Blockierter Kommentar.
von ThatsIch | #28

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

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