Verbraucherschützer fordern Ende der privaten Kassen
26.03.2010 | 12:12 Uhr 2010-03-26T12:12:14+0100
Berlin.Verbraucherschützer fordern die Abschaffung der privaten Krankenversicherungen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass angesichts explodierender Kosten im Gesundheitssystem medizinische Leistungen unterschiedlich viel wert seien, hieß es am Montag in Berlin.
Im Kampf gegen die explodierenden Kosten im Gesundheitssystem haben Verbraucherschützer die Auflösung der privaten Krankenversicherung gefordert. Dass eine identische Leistung je nach Kassenzugehörigkeit unterschiedlich viel wert sei, sei nicht nachvollziehbar, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Gerd Billen, am Montag in Berlin.
Das ineffiziente Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung müsse beendet werden. Darüber hinaus müssten die Ausgaben auf den Prüfstand. In den großen Ausgabenposten Krankenhaus, Arzneimittel und ärztliche Versorgung schlummerten erhebliche Reserven.
Krankenhausaufenthalt kostet im Schnitt 3500 Euro
Die „Effizienzpotenziale“ lägen bei zehn bis 20 Prozent, sagte Billen und fügte hinzu: „Bei 10 Prozent reden wir bereits über 50 Milliarden Euro.“ Der Fachbereichsleiter Gesundheit der Verbraucherzentrale, Stefan Etgeton, erklärte, durchschnittlich koste ein Krankenhausaufenthalt 3500 Euro.
Wenn die ambulante Versorgung verbessert werde, könne bei den Einweisungen eingespart werden. Er wies darauf hin, dass die Zahl der Ärzte seit den 60er Jahren kontinuierlich steige. Trotzdem seien einige Gebiete unterversorgt, während andere - mit vielen privat versicherten Patienten - überversorgt seien. Etgeton schlug vor, Ärzten, die in unterversorgte Gebiete gingen, Aufschläge zu zahlen.
Mehr Transparenz gefordert
Billen forderte darüber hinaus für Patienten mehr Transparenz über Qualität und Kosten. Dazu seien Leistungsvergleiche von Krankenhäusern, Ärzten, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen auf unabhängiger Basis zu ermöglichen. “ Gesundheitsprämie oder nicht ist nicht die entscheidende Frage“, sagte Billen. Die Bundesregierung müsse anstatt „Hahnenkämpfe“ zu veranstalten Zahlen und Daten präsentieren, um die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorschläge bewerten zu können.
Die am 17. März erstmals tagende Regierungskommission müsse auch in die Rolle der Patienten und Versicherten schlüpfen. Billen sagte, weder bei Einführung der Gesundheitsprämie noch bei Fortführung des bestehenden Systems werde Unglück hereinbrechen. So hätten Länder wie Holland und die Schweiz die Prämie erfolgreich eingeführt. Eine Beibehaltung des alten Systems werde aber auch nicht dazu führen, „dass wir in einer spätrömischen Dekadenz enden“. (ap)
19:36
Alle Menschen müssen in die gesetzlichen Kassen.Wer mehr haben will kann mit einer
Privaten aufstocken.Auch die Heilfürsorge für
Beamte (auf Kosten der Steuerzahler)sollte
abgeschafft werden.
11:13
- Krankenkarte mit Lichtbild
- Gegenzeichnen der vom Arzt erbrachten Leistungen durch die Versicherten
- Streichung des 13. und 14. Gehalts bei den KV-Angestellten
- Angleichung der Gehälter der KV-Angestellten an das Niveau des öffentlichen Dienstes
- Abschaffung einiger KV-Verbände
Das dürfte ein Sparpotenzial von 20 - 30 % bringen.
Ich frage mich schon lange: Wenn ich Pharmaunternehmen zwinge, die Preise zu senken, betreiben die dann noch so intensive Arzneimittelforschung wie bisher? Oder nehmen die einfach einige Tätigkeiten nicht mehr wahr? Arzneimittel, die teuer in der Herstellung sind - werden die dann noch hergestellt?
Ich bin schon der Meinung, dass Pharmariesen sich dumm und dusselig mit überhöhten Preisen verdienen. Aber - ist das der richtige Sparansatz, wenn es im System beim alten Filz bleibt? Mit dem gesparten Geld kann man doch locker den KV-Angestellten die Gehälter erhöhen. Wäre das ok?
13:39
Wie der FDP ihre Klientel abnehmen? Und das so offen? Nee da wird Rösler bestimmt mit seinem Fäustchen auf den Tisch hauen!
09:49
Bitte ausschließlich pro PKV kommentieren, Verlag befürchtet Entzug der PKV Werbung!
08:22
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07:38
SUPER !!!!!! Ich glaube nur nicht dran, was es wahr wird:-(
23:24
Eine Abschaffung der Privaten sorgt auf jeden Fall für mehr Gerechtigkeit und Transparenz innerhalb der Bevölkerung. Unsere Gesundheit und unser Gesundheitssystem, sprich medizinsche Versorgung, sollte eines der tragenden Säulen unseres Gesellschaftssystem sein. Viele Menschen die krank sind, fühlen sich unsicher, sind verunsichert und fühlen sich schnell betrogen, wenn der Reiche unter ihnen die bessere Medizin erhält. Da unser Gesundheitssystem ein öffentliches ist und noch dazu eine Kassenpflicht besteht, ist es gar keine schlechte Idee, die Privaten in öffentliche Kassen umzuwandeln. Das Solidarprinzip wäre in der Tat gerechter, allgemeingültig ohne Hintertürchen. Und es hat den Vorteil, es kann sich kein Arzt auf Kosten der Allgemeinheit bereichern bzw. die Allgemeinheit gemein abzocken.
22:44
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20:57
Man, wie mich das nervt!
In diesem Land geht es nur noch um die Verlierer und Versager!
Ich bin privatversichert und mich kotzt es an, dass ich über meine massenhaften Steuern die gesetzlichen Kassen der Armen stütze!
Wer kein Geld hat, hat halt PECH!
20:27
Die ganze Diskussion hier ist doch so sinnlos wie ein Kropf. Ein System (egal ob privat oder gesetzlich) kann kein Kostenreiber sein! Kostentreiber sind die Menschen die dahinter stehen. Das System gibt lediglich Schlupflöcher, die es erst ermöglichen, dass Kosten explodieren können. Ein Privatpatient schließt einen eigenen privatrechtlichen Behandlungsvertrag mit dem Arzt und hat auch die Möglichkeit unmittelbar Einfluss auf die Behandlung und letztlich die Kosten zu nehmen,
Er muss es aber auch tun... Er sieht bis ins Detail aufgedröselt, was der Arzt wofür verlangt und kann zum zweiten Mal regulierend einschreiten. Der GKV-Patient gibt seine Karte ab und nach mir die Sinntflut. Er hat keinen blassen Schimmer, was geradewas gekostet hat.
Macht Euch doch erstmal über die wesentlichen Grundzüge beider Systeme schlau, bevor hier so ein Unsinn gepostet wird.
@die Linke ist die bessere Qual:
schöner Vergleich mit Wilhelm Busch... Wir werden sehen, welches der beiden Systeme der demographischen Entwicklung besser entgegensteht, das kapitalgedeckte Verfahren oder das Umlageverfahren....
Oh, sorry, Kapital ist sicher ein Reizwort für Sie... ;o)
Freundschaft!
Ein mündiger Bürger, der auf sozialistischen Einheitsbrei Marke Uns Ulla bestens verzichten kann....