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Chronik

Verbote rechtsextremer Organisationen

09.10.2008 | 11:35 Uhr

Das Bundesinnenministerium prüft ein Verbot des Vereins «Heimattreue Deutsche Jugend» (HDJ). Seit 1992 wurden vom Bundesinnenminister und seinen Länderkollegen Verbote gegen mehr als 20 rechtsextremistische Vereine ausgesprochen.

Grundlage dafür ist Artikel 9, Absatz 2 des Grundgesetzes in Verbindung mit dem Vereinsgesetz. Nachfolgend eine Übersicht:

November 1992 - «Nationalistische Front» (NF) (Verbot vom Bund ausgesprochen)

Dezember 1992 - «Deutsche Alternative» (Verbot vom Bund ausgesprochen)

Dezember 1992 - «Deutsche Kameradschaft Wilhelmshaven» (Niedersachsen)

Dezember 1992 - «Nationale Offensive» (Verbot vom Bund ausgesprochen)

Juni 1993 - «Nationaler Block» (Bayern)

Juli 1993 - Heimattreue Vereinigung Deutschlands (Baden-Württemberg)

September 1993 - «Freundeskreis Freiheit für Deutschland» (Nordrhein-Westfalen)

November 1994 - «Wiking Jugend» (Verbot vom Bund ausgesprochen)

Februar 1995 - «Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP)» (Verbot vom Bund ausgesprochen)

Februar 1995 - «Nationale Liste Hamburg» (Hamburg)

Mai 1995 - «Direkte Aktion/Mitteldeutschland (JS)» (Brandenburg)

Juli 1996 - «Skinheads Allgäu» (Bayern)

August 1997 - «Kameradschaft Oberhavel» (Brandenburg)

Februar 1998 - «Heide-Heim» Hamburg und Buchholz in Niedersachsen

August 2000 - «Hamburger Sturm» (Hamburg)

September 2000 - «Blood and Honour» und ihre Jugendorganisation «White Youth» (Verbot vom Bund ausgesprochen)

April 2001 - «Skinhead Sächsische Schweiz» (SSS) (Sachsen)

Januar 2004 - «Fränkische Aktionsfront» (Bayern)

März 2005 - «Kameradschaft Tor» sowie deren «Mädelgruppe» und die «Berliner Alternative Süd-Ost» (Berlin)

April 2005 - «Kameradschaft Hauptvolk» und ihre Untergliederung «Sturm 27» in Rathenow (Brandenburg)

Juli 2005 - «ANSDAPO» (Brandenburg)

Juli 2006 - «Schutzbund Deutschland» (Brandenburg)

April 2007 - «Sturm 34» aus dem Raum Mittweida (Sachsen)

Mai 2008 - «Collegium Humanum» in Vlotho mit der Teilorganisation «Bauernhilfe e.V.» sowie der «Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV)» (Verbot vom Bund ausgesprochen) (ddp)

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