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Verband warnt vor Schulchaos in NRW

30.08.2010 | 12:30 Uhr
Verband warnt vor Schulchaos in NRW

Düsseldorf.Der Philologen-Verband übt scharfe Kritik an der Schulpolitik in NRW. Die Reformpläne von Rot-Grün sorgten für „Wildwuchs“ und „Existenzängste“ an den Schulen, klagt Landeschef Silbernagel.

Der Philologen-Verband hat der rot-grünen Minderheitsregierung eine chaotische Schulpolitik vorgeworfen. Die Reformpläne von SPD und Grünen sorgten für „Wildwuchs“ und „Existenzängste“ an den nordrhein-westfälischen Schulen, sagte der Landeschef des Verbandes, Peter Silbernagel, am Montag in Düsseldorf. Er forderte den Fortbestand des bestehenden Schulsystems. Eine Klage gegen die Reformen von Rot-Grün sei jedoch nicht geplant. Der Verband hatte die Politik der abgewählten CDU/FDP-Regierung unterstützt.

Ziel von SPD und Grünen ist ein längeres gemeinsames Lernen der Schüler, um die Chancengleichheit zu verbessern. Deshalb sollen ab sofort Anträge von Kommunen zur Bildung von sogenannten Gemeinschaftsschulen genehmigt werden. Bis 2015 sollten möglichst 30 Prozent der weiterführenden Schulen Gemeinschaftsschulen sein.

Gemeinsamer Unterricht bis zur 6. Klasse

Die Gemeinschaftsschule ist eine Ganztagsschule, die gymnasiale Standards mit einschließt. In den Klassen 5 und 6 findet nach dem rot-grünen Konzept für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsamer Unterricht statt. Schule, Schulträger und Eltern entscheiden darüber, wie es ab Klasse 7 oder später weitergeht: Entweder werden integrierte Lernkonzepte weitergeführt oder es wird nach Bildungsgängen differenziert. Am Ende der Klasse 10 können alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden.

Jede Gemeinschaftsschule muss mit einer Sekundarstufe II verbunden sein. Das kann eine gymnasiale Oberstufe am Standort sein, ein Oberstufenzentrum oder eine Kooperation mit Gesamtschule, Gymnasium oder Berufskolleg. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
30.08.2010
20:20
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von philologe_neindanke | #25

#12 von markus s
Rotgrün wird uns weiter und tiefer in den Abgrund führen! ? Sie standen zuvor schon bis zum Hals drin und haben es offenbr nicht gemerkt...

30.08.2010
18:13
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von jopi | #24

Der DPhV nennt als sein Primärziel die Beibehaltung des gegliederten Schulsystems. Identisch mit der CDU, die seit Jahrzehnten schulpolitischen Beton anrührt. Egal, ob in den Städtchen und Dörfern auf dem Lande zu wenig Schüler für eine eigene Schule vorhanden sind. Egal, ob es eine moderate Ergänzung gibt, nämlich die Gesamtschule. Und zwar dort, wo es von den Eltern und Schülern gewünscht wird und sinnvoll ist.

Egal, der DPhV mischt gemeinsam mit den im Umfragekeller steckenden Schwarzen und Gelben weiterhin Beton der dreißiger Jahre an.

#1DKW:
Sie haben 1967 Abitur gemacht? 43 lange Jahre her, oder? Meinen Sie wirklich, dass die damaligen schulischen und gesellschaftlichen Verhältnisse mit den heutigen vergleichbar sind? Meinen Sie wirklich, Deutschland muss auf 1967 betoniert bleiben, egal was um uns herum geschieht?
#DKW, meinen Sie wirklich, dass sich heute noch ein Gymnasiast erlauben kann, in 3 Sätzen mit einer solchen Fülle von Zeichensetzungs-, Ausdrucks- und Rechtschreibfehlern das Abitur zu machen?
Nichts für ungut, aber die schwarz-gelbe Brille ist derzeit ganz schön beschlagen.

30.08.2010
16:07
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von machmalneu | #23

DKW - ein Bergmann war 1967 sicherlich kein Unterschichtler. Und vor allen DIngen wares es grundanständige Leute die ihren Kindern jede Rückendeckung gaben die sie brauchten. Und wenn sie dafür doppelt arbeiten mussten - egal.

Da gab es andere echte Assis die ihre Kinder möglichst früh zur Finanzierung der Miete einsetzen wollten oder eben los werden wollten.

Selbst heute gibt es Fälle die glaubt man nicht, wenn man die Betreffebde nicht kennen würde. Da musste letztens eine Lehrerin einer Mutter klar machen, das ihre Tochter auch gegen ihren Willen Abi machen darf. Selbst wenn es zweifelhaft ist, ob sie als Germanistin in ihrem Leben jemals so viel verdienen wird, wie ihre Erzeugerin als Puffmutter.

30.08.2010
15:29
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von DKW | #22

#1 von flieder , am 30.08.2010 um 13:05

Mein Vater war Bergmann trotzdem habe ich, mit einigen anderen Unterschichtenkindern, 1967 mein Abitur gemacht.

Diesen, Ihren, Schwachsinn von Oberschicht und Unterschicht können Sie auf einer Wahlveranstaltung der Grünen, SPD oder den Linken erzählen.
Der Versuch Menschen zu katalogisieren, wird von den mitdenkenden belächelt.

30.08.2010
15:27
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von zynankarlie | #21

Statt rumzumaulen sollte sich die Interessenvertretung der Studienräte einfach mal dem Wettbewerb stellen. So lange Eltern in ausreichender Zahl ihre Kinder an Gymnasien anmelden, werden diese weiterbestehen. Sollten sich immer mehr Eltern für andere Schulformen für ihre Kinder entscheiden, und den Gymnasien die Schüler ausgehen, wird natürlich das eine oder andere Gymnasium geschlossen werden. Es ist einzig und allein eine Entscheidung der Eltern, welcher Schulform sie den Vorzug geben. Es ist den Gymnasien selbstverständlich unbenommen mit entsprechenden Angeboten um die Gunst der Eltern zu werben. Die Regierung ist gut beraten sich von der hohlen Dumpfschwätze des Philologen-Verband nicht weiter tangieren zu lassen.

30.08.2010
15:26
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von machmalneu | #20

taosnm leistungsgerechte Bezahlung ist schwierig, aber ein System, in dem der Lehrer schwachen Schülern in Gruppen oder bei Bedarf sogar einzeln Nachhilfeunterricht geben muss könnte wirken.

Da wird des Lehrers Egoismus dafür sorgen, das Schüler nicht nach dem Geruch ihres Duschgels klassifiziert werden. (wobei ohne Duschgel genrell 4-6 bedeutet)

30.08.2010
15:19
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von taosnm | #19

Mit meinen Hachhilfeschülern habe ichn atürlich Erfahrungen in puncto Schule.

Einem Mädel, katholisches Privatgymnasium, habe ich mit viel Arbeit zum Abitur verholfen, einem Abitur, was in meinen Augen keinerlei Wert hat. Unterrichtsausfall zwischen 30 - 50 %, eine einzige Katastrophe. Bildungsstand per Abitur: katastrophal, aber Abitur, und das ganz ordentlich.

Der Junge, der nun die 8. Klasse Hauptschule besuchen wird, hat z.B. bisher schon bessere deutsche Literaturkenntnisse. Insgesamt ist das Bildungslevel dort relativ hoch. Leider auch zu viel Unterrichtsausfall.

Das Mädchen in der Gesamtschule hat den besten Ausbildungsstand, auch fast keinen Unterrichtsausfall.

Da stellt sich für mich die Frage, liegt es am System oder den Schulen?

Ich bin der Meinung, dass wir über das System Lehrer diskutieren müssen und nicht über das System Schule. Mir wäre es sehr sympathisch, wenn Lehrer nicht mehr Beamte wären, sondern in der Tat nach Leistung bezahlt würden. Soweit ich das beurteilen kann, wäre das die einzige Motivation, dass sie wirklich ordentlichen Unterricht machen würden. Das jetzige System, das jeden, aber auch wirklich jeden Lehrer mitzieht, ist zwar nett für die Lehrer, aber tödlich für die Bildung.

30.08.2010
15:11
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von noriskjustfun | #18

Man sollte in diesem Zusammenhang mal klar sagen, dass der Philologenverband eine eher konservative Standesvertretung von v.a. Gymnasiallehrern ist.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der erheblich mehr Lehrer angehören, äußert dagegen keineswegs scharfe Kritik.

30.08.2010
15:01
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von machmalneu | #17

Immer wieder erstaunlich das gerade die nach bundeseinheitlicher Gleichmacherei schreien die die Gleichmacherei in der Schuldiskussion und anderswo sonst verteufeln.

Lass doch die Eltern per Anmeldezettel entscheiden.

30.08.2010
14:57
Verband warnt vor Schulchaos in NRW
von philologe_neindanke | #16

#10 von Deutschland AG
Ganz offensichtlich wurde etwas mißverstanden. Der Satz: …Kürzlich wurde bekannt…usw.
besagt, daß 70% derer, die an Gesamtschulden ihr Abitur bestanden haben, zuvor von „Berufenen“ und „Befähigten“ als nicht geeignet beurteilt worden waren.
Daraus folgt: die „Ausleser“ waren offensichtlich unfähig, sie gingen von falschen Voraussetzungen aus und schließlich hat die Gesamtschule bewiesen, daß sie Schüler angemessen motivieren und bilden kann.
Genau das ist es, was der Philologenverband und Gleichgesinnte verhindern wollen.

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