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Ver.di fordert Festhalten an Schlecker-Tarifverträgen

24.01.2012 | 13:20 Uhr
Ver.di fordert Festhalten an Schlecker-Tarifverträgen (dapd)
Ver.di fordert Festhalten an Schlecker-Tarifverträgen (dapd)

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di dringt auf eine Einhaltung der Tarifverträge während des Insolvenzverfahrens der Drogeriekette Schlecker mit ihren 30.000 Beschäftigten. "Der Erhalt der Arbeitsplätze und die Anwendung der Tarifverträge müssen zum Maßstab für eine erfolgreiche Sanierung werden", sagte Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Dienstag in Berlin.

Berlin/Ehingen (dapd). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di dringt auf eine Einhaltung der Tarifverträge während des Insolvenzverfahrens der Drogeriekette Schlecker mit ihren 30.000 Beschäftigten. "Der Erhalt der Arbeitsplätze und die Anwendung der Tarifverträge müssen zum Maßstab für eine erfolgreiche Sanierung werden", sagte Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Dienstag in Berlin.

Nachdem Schlecker am Montag beim Amtsgericht Ulm den Antrag auf Insolvenz gestellt hatte, wollte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bereits erste Gespräche mit Lieferanten führen.

Ver.di befürchtet, dass Schlecker im Insolvenzverfahren versuchen könnte, die Tarifverträge auszuhebeln. Geiwitz hatte jedoch versichert, Schlecker sehe sich "den tarifvertraglichen Regelungen verpflichtet". Die Gewerkschaft werte dies als "Signal für die Beschäftigten" und als Hinweis darauf, "dass sich Schlecker der Verantwortung für seine Beschäftigten und deren Anspruch auf eine planbare Perspektive bewusst sei", erklärte Nutzenberger.

Die Gewerkschaft hält sich mit Einschätzungen zum Insolvenzverfahren bislang zurück. "Wir müssen erst einmal abwarten", sagte ver.di-Sprecherin Christiane Scheller. Noch sei das Sanierungskonzept nicht auf dem Tisch und noch sei auch nicht entschieden, ob die von Schlecker angestrebte Planinsolvenz mit Beteiligung des eigenen Managements zugelassen werde.

Scheller machte klar, dass ver.di im Verfahren eine wichtige Rolle spielen will. "Wir wollen gehört werden", sagte sie.

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