USA zerstören ihre größte Atombombe
26.10.2011 | 11:27 Uhr 2011-10-26T11:27:00+0200
Amarillo.Sie ist so groß wie ein kleiner Bus und hat eine Sprengkraft von neun Megatonnen – das ist das 600-fache der Atombombe, die die japanische Stadt Hiroshima 1945 am Ende des Zweiten Weltkrieg verwüstet hat. Die USA haben dieses Relikt des Kalten Krieges jetzt zerstört. Es ist die letzte der Megabomben im Atomarsenal der Vereinigten Staaten.
Die B53-Bombe aus dem Jahr 1962 wurde in der Fabrik Pantex in der Nähe von Amarillo im US-Staat Texas demontiert. Spezialisten entfernten dabei am Dienstag rund 136 Kilogramm hochangereichertes Uran aus dem Kern der insgesamt 4,5 Tonnen schweren Bombe, berichtete Pantex-Sprecher Greg Cunningham.
Riesenbomben 1997 ausgemustert
Der stellvertretende Energieminister Daniel Poneman sprach von einem Meilenstein in den Bemühungen von US-Präsident Barack Obama für die nukleare Abrüstung. Das Programm zur Zerstörung von Atomwaffen sei dem Zeitplan ein Jahr voraus, sagte er.
Die B53 wurde auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges im Jahr 1962 eingeführt – es war das Jahr der Kubakrise, als die Welt nah an der Schwelle zu einem atomaren Krieg stand. Viele der Riesenbomben waren bereits in den 80er-Jahren auseinandergenommen worden. Einige verblieben allerdings in den Arsenalen der USA, bis sie 1997 ausgemustert wurden.
Das Ende einer Ära
Mit der Demontage der B53 ende eine Ära, sagte ein Sprecher des Verbands der Amerikanischen Wissenschaftler, Hans Kristensen. Nun sei die größte Atombombe der USA die B83 mit einer Sprengkraft von 1,2 Megatonnen. Auf Hiroshima warfen die USA zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine Atombombe von 1,5 Megatonnen ab, die bis zu 140.000 Menschen sofort und in den Monaten danach tötete.
Mit ihrer gewaltigen Kraft habe die B53 ihre mangelnde Zielgenauigkeit ausgeglichen, erklärte Kristensen. Sie war gedacht, große Flächen oder Stadtgebiete zu zerstören. Heutige Bomben seien kleiner, aber präziser und reduzierten so nicht beabsichtigte Schäden. Kristensen erklärte, die US-Regierung dürfe sich mit der Zerstörung der B53 nicht besonders rühmen. Schließlich seien in den vergangenen sieben Monaten nur zehn aktive Atomsprengköpfe zerstört worden, während das russische Arsenal sogar um 29 angewachsen sei. Beide Länder hatten im April 2010 vertraglich vereinbart, ihre Atomarsenale zu verkleinern.
Tausende Atomsprengköpfe gibt es noch
Immer noch bedrohen Tausende Atomsprengköpfe die Länder der Erde. Obama hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für die atomare Abrüstung eingesetzt. Der START-Abrüstungsvertrag zwischen Russland und USA soll die Zahl der Atomsprengköpfe von 2200 auf 1550 für jede Seite. Jedes Land darf dabei über 700 Trägerraketen verfügen. (CHO/afp)
14:26
Habe übrigens gerade den selben Mist auf faz.net gelesen. Der Artikel ist offensichtlich inklusive Zahlenfehler von der dapd übernommen worden.
Wenn schon die Presseagenturen solchen Mist produzieren sieht es um die deutsche Presselandschaft wirklich mau aus.
14:09
und die anderen sind 5 kg leichter...
14:03
#1
Danke kilminster. Gerade wenn es um zahlen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge geht versagt die Presse leider regelmäßig. Am schlimmsten noch bei Statistiken.
14:02
Ein Abrüstungsvertrag, der festlegt, dass die USA und Russland nur noch über je 1550 Atomsprengköpfe zzgl. 700 Trägerraketen verfügen, ist doch das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde.
Und die jeweiligen Verantwortlichen wagen es allen Ernstes sich mit ebendiesen Verträgen zu rühmen. Und sie verkaufen sie uns als Schritt zu einer sichereren und besseren Welt, obwohl sie radikal dem simplen menschlichen Verstand zuwider handeln.
14:00
@ waddehaddeduddeda
Is doch Jacke wie Hose ob das, was in der Zeitung steht, überhaupt die Wahrheit ist. Sollen die doch schreiben, was sie wollen. Ein bisschen Fehlinformation hat noch keinem geschadet.
13:29
Was ist eigentlich mit den verlorenen Wasserstoffbomben der USA.
Vor Grönland ist doch eine ins Meer gefallen. Im Mittelmeer ist doch noch eine von einen B52 Bomber abgefallen.
Auch Wasserstoffbomben aus havarierten U-Booten liegen noch in der Tiefsee rum.
13:28
Ist doch Jacke wie Hose welche Zerstörungskraft so ne Bombe hat... oder war die Hiroshimabombe für die Opfer etwa angenehmer?
12:54
Wundert mich, das Uncle Sam nicht die Banken-Demonstranten auf eine einsame Insel verfrachtet hat, um die Bombe dort am lebenden Objekt zu testen...
12:48
So ´ne kleine Plausibilitätskontrolle, bevor ein Artikel veröffentlicht wird, steht jedem Journalisten gut zu Gesicht!!!
Wenn ich die Zahlen von oben lese, drängt sich mir der Eindruck auf, als hätte der Schreiber nicht einmal die Grundschule mit Erfolg abgeschlossen!
12:13
Hiroshima waren etwa 13 Kilotonnen und nicht 1.5 Megatonnen.
Bei der Hiroshima-Bombe handelte es sich um eine Fissions-Bombe mit etwa 60 kg Uran. Um mit einer Fissions-Bombe also die beschriebenen 1.5 Mt zu erreichen hätte es also ganz grob gerechnet etwa 6. t Uran benötigt. Und die ganze Bombe hat nur 4 t gewogen!!!
Bei so ziemlich allem im Megatonnenbereich handelt es sich nicht um Fissions- sondern um Fusions (sogenannte Wasserstoff-) Bomben. Und die gibt es erst seit 1952. Hiroshima war aber 1945!
Ob es um Hurrikane geht, die angeblich mit 200 km/h durch die Gegend rasen oder mal eben um den Faktor 1000 verstärkte Bomben.
Muss man den jeden einzelnen Zahlenwert auf derwesten.de kontrollieren?!