US-Starökonom hält Euro-Austritt Griechenlands für unvermeidbar
20.05.2012 | 09:21 Uhr 2012-05-20T09:21:56+0200Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ist nach Ansicht von US-Starökonom Paul Krugman unvermeidlich. "Es gibt einfach keine Alternativen", sagte der Nobelpreisträger dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Keine der derzeit diskutierten Hilfsmaßnahmen habe eine Chance, das Desaster in Griechenland wieder in Ordnung zu bringen.
Hamburg (dapd). Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ist nach Ansicht von US-Starökonom Paul Krugman unvermeidlich. "Es gibt einfach keine Alternativen", sagte der Nobelpreisträger dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Keine der derzeit diskutierten Hilfsmaßnahmen habe eine Chance, das Desaster in Griechenland wieder in Ordnung zu bringen. Ein Euro-Austritt der Griechen werde im ersten Jahr fürchterliche Folgen haben, etwa eine Massenkapitalflucht in Ländern der Euro-Peripherie, sagte Krugman. Doch könne die Europäische Zentralbank (EZB) die Folgen eindämmen.
Die deutsche Regierung griff der Ökonom wegen ihrer Sparpolitik scharf an. "Mindestens seit zwei Jahren ist klar, dass dieses Rezept nicht funktioniert, und trotzdem wird es immer weiter als Erfolgsmodell gepredigt", sagte Krugman. Die Bundesregierung müsse der EZB signalisieren, dass drei bis vier Prozent Inflation kein Problem wären und dürfe nicht dem "Sparwahn" verfallen.
dapd