Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Nachrichten

US-Starökonom hält Euro-Austritt Griechenlands für unvermeidbar

20.05.2012 | 09:21 Uhr
Foto: /dapd/Daniel Maurer

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ist nach Ansicht von US-Starökonom Paul Krugman unvermeidlich. "Es gibt einfach keine Alternativen", sagte der Nobelpreisträger dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Keine der derzeit diskutierten Hilfsmaßnahmen habe eine Chance, das Desaster in Griechenland wieder in Ordnung zu bringen.

Hamburg (dapd). Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ist nach Ansicht von US-Starökonom Paul Krugman unvermeidlich. "Es gibt einfach keine Alternativen", sagte der Nobelpreisträger dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Keine der derzeit diskutierten Hilfsmaßnahmen habe eine Chance, das Desaster in Griechenland wieder in Ordnung zu bringen. Ein Euro-Austritt der Griechen werde im ersten Jahr fürchterliche Folgen haben, etwa eine Massenkapitalflucht in Ländern der Euro-Peripherie, sagte Krugman. Doch könne die Europäische Zentralbank (EZB) die Folgen eindämmen.

Die deutsche Regierung griff der Ökonom wegen ihrer Sparpolitik scharf an. "Mindestens seit zwei Jahren ist klar, dass dieses Rezept nicht funktioniert, und trotzdem wird es immer weiter als Erfolgsmodell gepredigt", sagte Krugman. Die Bundesregierung müsse der EZB signalisieren, dass drei bis vier Prozent Inflation kein Problem wären und dürfe nicht dem "Sparwahn" verfallen.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Aus dem Ressort
Verfolgte Homosexuelle können Recht auf Asyl haben
Asylpolitik
Schwule und Lesben können auf Asyl in EU-Ländern hoffen - vorausgesetzt, ihnen drohen in ihrem Heimatland schwere Strafen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Es ging um drei homosexuelle Männer aus afrikanischen Ländern, in denen auf Homosexualität mit Gefängnis bestraft wird.
Polizei findet Brandsätze bei Razzia gegen Linksextremisten
Kriminalität
Bei einer Razzia gegen Linksextremisten hat die Berliner Polizei in einem linksalternativen Wohnprojekt Brandsätze, Pyrotechnik und Stacheldraht gefunden. Erst im Juni hatten etwa 40 Vermummte in Kreuzberg Polizisten attackiert, zuvor hatten Unbekannte Fassaden von Jobcentern beschädigt.
Zu viele Protestanten - Orte müssen auf Feiertag verzichten
Mariä Himmelfahrt
Der 15. August 2014 wird in drei bayrischen Gemeinden ein Tag wie jeder andere sein: Denn Mariä Himmelfahrt ist dann dort kein gesetzlicher Feiertag mehr. Grund: Der letzte Zensus hat ergeben, dass in den Kommunen inzwischen mehr Protestanten als Katholiken leben.
Kritik an Mollath-Reklame von Sixt alarmiert den Werberat
Mollath-Werbung
Die Werbeanzeige des Autovermieters Sixt mit Gustl Mollath als Werbefigur hat für Wirbel gesorgt: Die Reklame war mit dem Nürnberger, der erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden war, nicht abgestimmt worden. Mollaths Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen Sixt an.
Nazi-Kriegsverbrecher László Csatáry ist tot
Kriegsverbrecher
Der Kriegsverbrecher László Csatáry ist ungarischen Medienberichten zufolge mit 98 Jahren an einer Lungenentzündung in Budapest gestorben. Der ehemalige Nazi-Lagerkommandant lebte unbehelligt in Ungarn, bis das Wiesenthal-Zentrum ihn aufspürte.