US-Regierung befürchtet neues Ölleck
19.07.2010 | 08:07 Uhr 2010-07-19T08:07:00+0200
New Orleans.Im Golf von Mexiko sickert möglichweise Öl aus einem neuen Leck im Meeresboden. Eventuell hat der vier Kilometer tiefe Förderschacht dem erhöhten Druck nach dem Verschluss des Bohrlochs nicht standgehalten.
Im Golf von Mexiko sickert möglichweise Öl aus einem neuen Leck im Meeresboden. Die US-Regierung befürchtete am Sonntag (Ortszeit), dass der vier Kilometer tiefe Förderschacht dem erhöhten Druck nach dem vorübergehenden Verschluss des Bohrlochs nicht standgehalten haben könnte. Krisenkoordinator Thad Allen forderte den britischen Energiekonzern BP in einem Schreiben auf, die Probleme unverzüglich zu untersuchen.
Die jüngsten Ergebnisse der Messungen an dem mit einer Abdichtkappe verschlossenen Bohrloch ergaben laut US-Regierung, dass in der Nähe Kohlenwasserstoffe aus dem Meeresboden aufsteigen. Da Kohlenwasserstoffe auch in Rohöl vorkommen, sei dies ein Zeichen für ein mögliches Leck.
„Andere Unregelmäßigkeiten“
Allen verlangte von BP, einen Plan für die schnellstmögliche Öffnung der Abdichtkappe vorzulegen, sollte sich der Ölaustritt bestätigen. Außerdem beklagte er „andere Unregelmäßigkeiten“, die bei den jüngsten Belastungstests an der Vorrichtung aufgetreten seien. Einzelheiten nannte er nicht.
BP hatte am Donnerstag die drei Ventile des Abdichtzylinders geschlossen und damit zum ersten Mal seit dem Beginn der Katastrophe vor drei Monaten das Auslaufen des Öls gestoppt. Die Tests an der Vorrichtung sollen zeigen, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem durch das Verschließen der Ventile entstehenden Druck standhalten.
2,3 bis 4,5 Millionen Barrel Öl
BP hatte die Hoffnung geäußert, die Testphase so lange fortzusetzen, bis die Ölquelle komplett verschlossen ist. Der britische Konzern will nach eigenen Angaben in rund zwei Wochen damit beginnen, das lecke Bohrloch zunächst mit schwerem Bohrschlamm und dann mit Zement zu verschließen. Die dafür nötige Entlastungsbohrung steht offenbar kurz vor dem Durchbruch: Laut BP müssen die Ingenieure noch rund 30 Meter waagerecht bohren, um die Ölquelle zu erreichen.
Allen machte jedoch deutlich, dass über die Verlängerung der Belastungstests an der Abdicht-Vorrichtung weiter in 24-Stunden-Schritten entschieden werde. „Wir müssen sicherstellen, dass kein bleibender Schaden entsteht, der ein unkontrolliertes Austreten von Öl aus zahlreichen Stellen im Meeresboden verursachen könnte“, warnte er.
Die BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war im April nach einer Explosion gesunken. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht einer 58- bis 112-fachen Menge dessen, was 1989 bei der Ölkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska ausgelaufen war.
Mithilfe der neuen Abdichtkappe war ursprünglich vorgesehen, das am Meersboden in rund 1500 Metern Tiefe austretende Öl vollständig aufzufangen und an Bord von Schiffen an die Oberfläche zu leiten. Dabei würde nach Einschätzung von Experten jedoch zumindest vorübergehend wieder Öl ins Meer fließen. (afp)
21:11
Einfach mal die Schnauze halten und die BP-Leute machen lassen. Übrigens Atomkraftwerke. Ich erinnere nur an Tschernobyl. WIeviele sind da gestorben umd wieviele leiden heute noch darunter .
14:41
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14:40
#7 von dadi , Was sind denn die passiven Rücklagen beim Pensionär. der will essen, sogar in England. Denn interessiert BWL nicht, nur Bargeld.
14:22
irre ich mich oder war anfangs von 3 lecks die rede? was ist aus den anderen beiden geworden?
13:58
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13:05
Als nächstes kommt ja um die Ecke bohren dfran, unter dem Eis längs. Das wird ein Spaß!
Schon mal die Kanalfähren still legen, am 27. muss BP seine Quartalszahlen veröffentlichen.
Und da 1/6 der brit. Pensionen von BP fließt, wird es wohl zur Massenflucht vor kapitalistischer Misswirtschaft kommen.
Hin zum EURO.
13:05
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12:55
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann
Die nächsten Bohrgenehmigungen sind doch schon erteilt - solnage man Geld machen kann, wird es immer so weiter gehen...
12:00
Gut das bei Atomkraftwerken solche Leute nicht arbeiten und auch nicht in den Vorständen sind.
Ironie aus
12:00
Gut das bei Atomkraftwerken solche Leute nicht arbeiten und auch nicht in den Vorständen sind.
Ironie aus