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UNEP-Direktor Steiner bedauert Merkels Absage an Rio-Erdgipfel

18.06.2012 | 06:09 Uhr

Der Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, bedauert die Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den Erdgipfel Rio+20, der an diesem Mittwoch in Brasilien beginnt. "Die Enttäuschung ist bei vielen Ländern groß. Denn Frau Merkel genießt international großen Respekt", sagte Steiner der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Osnabrück (dapd). Der Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, bedauert die Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den Erdgipfel Rio+20, der an diesem Mittwoch in Brasilien beginnt. "Die Enttäuschung ist bei vielen Ländern groß. Denn Frau Merkel genießt international großen Respekt", sagte Steiner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe). Überdies spiele Deutschland eine wichtige Rolle bei diesen Verhandlungen. "Daher bin ich sicher nicht der Einzige, der ihre Abwesenheit in Rio bedauert."

Steiner sagte, es sei ein großer Irrtum anzunehmen, die Märkte reichten als Kriterium für Naturschutzpolitik aus. "Der Markt allein stellt nicht sicher, dass Natur erhalten bleibt", sagte der UNEP-Direktor. Das führe die Welt vielmehr in eine Sackgasse. Gerade weil Angebot und Nachfrage die ökosystemischen Dienstleistungen nicht erfassten, seien ordnungspolitische Ansätze notwendig. Die Energiewende hätte nicht ohne eine gezielte Förderung der Erneuerbaren stattgefunden. Die Ausweisung von Naturschutzgebieten sei ein weiteres Beispiel dafür.

dapd

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