Terroristen haben angeblich Reichstag im Visier
20.11.2010 | 09:38 Uhr 2010-11-20T09:38:00+0100
Berlin.Al Kaida plant angeblich einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude in Berlin. Laut Spiegel wollen die Extremisten Geiseln nehmen und viele Menschen töten. Die Information soll von einem Dschihadisten stammen, der aussteigen will.
Extremisten der Al-Kaida und mit ihr assoziierter Gruppen planen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ angeblich einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude in Berlin, in dem der Deutsche Bundestag untergebracht ist. Dies berichtete das Magazin am Samstag unter Berufung auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden. Im Zuge des Angriffs wollten die Angreifer Geiseln nehmen und mit Schusswaffen ein Blutbad anrichten.
Die Informationen über die Planungen stammten von einem Dschihadisten, der sich im Ausland aufhalte und sich in den vergangenen Tagen mehrmals telefonisch an das Bundeskriminalamt (BKA) gewandt habe, hieß es in dem Bericht weiter. Er wolle angeblich aussteigen. Die Anschläge seien für Februar oder März geplant. Diese Informationen seien für Bundesinnenminister Thomas de Maiziere Anlass gewesen, am Mittwoch öffentlich vor einem bevorstehenden Anschlag zu warnen.
Zweiter Hinweis aus den USA
Der zweite Warnhinweis, auf den sich de Maizieres Einschätzung stütze, stamme aus den USA, berichtete der „Spiegel“ weiter. Die US-Bundespolizei FBI habe sich vor zwei Wochen mit einem Fernschreiben an das BKA gewandt und auf einen weiteren mutmaßlichen Anschlagsplan hingewiesen. Eine schiitisch-indische Gruppe, die sich „Saif“ („Schwert“) nenne, habe einen Pakt mit der Al-Kaida geschlossen und zwei Männer auf den Weg nach Deutschland geschickt, um hier einen Anschlag durchzuführen. Die beiden sollten am 22. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten ankommen, dort mit neuen Papieren ausgestattet werden und dann nach Deutschland reisen.
Seit der Terrorwarnung ist die Polizei in Deutschland in erhöhter Alarmbereitschaft. Auch die Bevölkerung reagiert zunehmend nervös und meldet Verdachtsfälle bei der Polizei. Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnt jedoch vor personellen Engpässen. „Das jetzige Niveau der Sicherheitsvorkehrungen lässt sich nicht auf Dauer durchhalten“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Das mache ihm große Sorgen: „Jedem Anhaltspunkt nachzugehen, kostet erheblichen Aufwand. Da stoßen wir personell an Grenzen.“
Sprengstoffwarnung am Flughafen Rostock
Erst am Freitagabend hatte die Polizei bei einer Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen Rostock-Laage Sprengstoffalarm ausgelöst. An der Laptoptasche einer 45-jährigen Passagierin aus dem Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern hatte ein Sprengstoffdetektor eine chemische Substanz festgestellt, die laut einer EU-Richtlinie zwingend explosiven Stoffen beigemengt werden muss, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben eines Polizeisprechers handelte es sich um einen Stoff, der selbst kein Sprengstoff ist, aber beispielsweise in Haarspray oder Lippenstift als Zusatz verwendet wird. Winzige Spuren davon hätten sich auf der Tasche befunden.
Die Frau, die sich für einen Urlaubsflug ins türkische Antalya einchecken wollte, war vorübergehend in Polizeigewahrsam. Nach Aufhebung des Alarms um 23.00 Uhr wurde sie freigelassen und erhielt ihre Laptoptasche zurück. Am Freitag war wegen eines herrenlosen Koffers das Einkaufzentrum „Forum“ in Duisburg kurzzeitig geschlossen worden und in Düsseldorf ein ICE angehalten. (rtr/dapd)
17:27
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:21
Die Regierung sollte in eines der Atomkraftwerke ihrer Lobbyistenfreunde umziehen. Die überstehen ja angeblich den Absturz eines Jumbos...
16:45
#123 von DietmarKalaschnikow
Du bist und bleibst ein brauner Spinner !
15:57
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:22
Mal wieder eine Bombenstimmung!
Hätte doch Sarrazin die Muslime nicht mit seinem Buch provoziert! Jetzt hamwa den Salat!
14:16
Ja und morgen wird der Kölner Dom in München evakuiert, die wissen doch gar nicht mehr wie die uns bescheissen sollen...
14:15
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
14:10
Wieder ein Artikel eines hochqualifizierten Mitarbeiters. Zitat: Am Freitag war wegen eines herrenlosen Koffers das Einkaufzentrum „Forum“ in Duisburg kurzzeitig geschlossen worden und in Düsseldorf ein ICE angehalten.
Das Einkaufszentrum liegt in Mülheim - die Stadt ist zwar nicht gerade der Nabel der Welt, kommt aber dennoch auf mehr als 100.000 Einwohner. Sechs. Setzen.
14:09
Komisch in den Nachrichten kam gerade nix mehr über den Eurocrash....hab nur noch Terror gehört und wie man nen Abwehrraketensystem bauen wird....arme Welt.....
14:03
Also, wenn es wirklich zu einem Anschlag kommen sollte, haben meiner Meinung nach sämtliche politischen Parteien, die in Verantwortung standen und stehen , versagt. Dann sollte es an der Zeit sein, dass sich neue politische Kräfte in Deutschland bilden, die Terror bei uns unterbinden.