Tausende nehmen Abschied von Robert Enke
11.11.2009 | 20:15 Uhr 2009-11-11T20:15:00+0100
Hannover. Tausende Menschen haben am Abend bei einem Trauergottesdienst von Nationaltorhüter Robert Enke Abschied genommen. Neben vielen Fans kamen auch Mannschaftskameraden und die DFB-Spitze zur Trauerfeier in Hannover. Bischöfin Margot Käßmann spricht über die Verzweiflung hinter dem Erfolg.
Einen Tag nach dem plötzlichen Tod von Nationaltorhüter Robert Enke haben am Mittwochabend Angehörige, Mannschaftskameraden und Fans bei einer Trauerfeier in der hannoverschen Marktkirche des Verstorbenen gedacht. Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann erinnerte daran, dass es «hinter Glück, Erfolg und großer Beliebtheit auch abgrundtiefe Verzweifelung geben» könne. Für Leid und Schwäche dürfe es keine Pfiffe, sondern müsse es Mitleid geben, sagte die Bischöfin in Hinblick darauf, dass Enke seine Depressionen verheimlicht hatte.
Ballack und Löw beim Gottesdienst
An der Andacht nahmen auch DFB-Präsident Theo Zwanziger, Bundestrainer Joachim Löw, Mannschaftskapitän Michael Ballack und zahlreiche Spieler und Offizielle von Hannover 96 teil. Zu der Trauerfeier waren rund 2.000 Menschen gekommen. Nur die Hälfte fand in der Marktkirche Platz. Nach der Andacht formierten sich die Fans zu einem Trauerzug zur AWD Arena, dem Stadion von Hannover 96.
Der Nationaltorhüter habe vieles verlassen, «was ihm kostbar und wertvoll gewesen» sei, sagte Bischöfin Käßmann. «Robert Enke hat nicht gewollt, dass ihm jemand auf diesem Weg folgt - er hat das Leben geliebt und hat um das Leben gekämpft», sagte sie.
Der Hannover 96 verbundene Pfarrer Heinrich Plochg würdigte das soziale Engagement des Verstorbenen. Er hielt während seiner Fürbitte Handschuhe der Torhüters in den Händen. Viele Trauernde entzündeten in der Kirche für ihn Kerzen.
Anschließend an den Gottesdienst zogen rund 35.000 Menschen in Hannover durch die Stadt zum Stadions seines Vereins. Ein Polizeisprecher sagte, die ersten Menschen seien bereits am Stadion von Hannover 96 angekommen, als die Letzten in der Innenstadt losliefen. Vor der AWD-Arena begannen die Menschen die Menschen zu klatschen und sagen: «Es gibt nur einen Robert Enke.» (ap/ddp)
17:04
Selbstverständlich haben hier alle recht, die sagen, ein Robert Enke hätte natürlich auch an den Lokführer denken und niemand anderen mit seinem Tod belasten müssen. Aber Leute: Wir reden hier von einem Fußballer! Einem Handballer hättet ihr diesen Vorwurf vieleicht noch machen können.
Trotzdem sei von dieser Stelle mein Mitgefühl gegenüber dem Bahner ausgedrückt, auf das sich dieses Erlebnis nicht zu sehr in seine Psyche eingräbt.
11:24
Was für ein TAM;TAM!!!Herr enke hat sich selber das Leben genommen,aber was ist mit dem armen Triebfahrzeugführer??? Das ist viel,viel schlimmer.
23:47
Ich hoffe ,daß seine tapfere Frau nicht in einigen Tagen, bei Kerner und Konsorten zu sehen ist.
23:13
hier wird ein Medien spektakel veranstaltet für einen Menschen der sich das Leben genommen hat und zwar in einer art und Weise das er einen andereren dazu benutzt hat der keine Chance hatte sich dagegen zu wehren
von dem Lokführer der für den Rest seines Lebens mit diesem Trauma leben muss wird in den Medienberichten so gut wie garnichts dargestelt
er hat mein tiefstes Mitgefühl und Anteilnahme
22:03
Bei allem Mitgefühl, aber auch ich finde, es reicht langsam. Enke steht ja kurz vor der Heiligsprechung. Mir scheint, da ist jedes maß aus den Fugen gegangen . Er hinterläßt eine Frau mit Kind, die jetzt sehen dürfen, wie sie zurecht kommen können. Und da ist ein Zugführer, der bis zum ende seines Lebens nun traumatisiert sein dürfte. Das war schon eher Feige was Robert Enke da gemacht hat. unschuldige mit rein gezogen. Und dieser hysterische Kerzen - Tourismus spricht auch nicht gerade für Augenmaß.......
14:13
also ea nervt so lngsam ist est schlimm was enke gemacht hat aber was ist mit dem lok- führer ????? an den denkt niemand !!!!!!!!! oder die passagiere der bahn
13:42
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13:08
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12:51
Ob der DFB jetzt auch Spiele absagt wenn ein netter, intelligenter, talentierter und sensibler Zweitliga-Spieler sehr jung aus dem Leben geht? Die Antwort kennen wir alle. Alles sehr schlimm für die FAMILIE aber was hier gerade in den Medien und beim DFB stattfindet ist einfach nur ekelhaft. Wenn ein unterbezahlter aber hochqualifizierter Arzt/Krankenschwester aus einem KH sich das Leben nimmt weil sie völlig überarbeitet und ausglaugt sind, nimmt das jemand wahr? Juckt das die Medien? Gibt es da Sondersendungen? Schließt dann das KH für einen Tag? (gilt für alle Berufsgruppen)
Übrigens hat ein Fußballprofi mit dieser Vergangenheit einen großen Vorteil vor allen Anderen, er kann einfach aufhören ohne finanzielle Ängste haben zu müssen. Damit wäre wohl auch der Grund für die Depressionen verschwunden. (Versagensängste, Erfolgsdruck)
Und als Letztes, er hat angeblich an alle gedacht aber der Lokführer, die Fahrgäste und die Hilfskräfte waren ihm am Ende auch egal.
12:22
Milliarden Fliegen können nicht irren - also fresst sch...
Fussball ist ein Sport für kleine Mädchen
Wenn dann einer von denen durchknallt und vor den Zug springt - wen kümmert dass ausser den armen Pendlern im Zug, die wegen eines solchen Idioten zwei und mehr Stunden auf der Strecke festgehalten werden und wohl ihren Arbeitsplatz wegen Zuspätkommens verlieren?