Superreiche profitierten von horrenden Karstadt-Mieten
14.06.2009 | 16:51 Uhr 2009-06-14T16:51:00+0200
Hamburg/Essen. Ein Grund für die Arcandor-Pleite sollen die horrenden Mieten für die Karstadt-Häuser sein. Profitiert hat laut einem Medienbericht eine kleine Gruppe von prominenten Superreichen. Dazu zählten neben Ex-Acandor-Chef Middelhoff auch Claudia Oetker und Bofrost-Gründer Josef Boquoi.
Von den Fonds, die der Troisdorfer Projektentwickler Josef Esch mit der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim für die Vermietung von Immobilien an die Warenhauskette Karstadt aufgelegt hat, hat offenbar nur eine kleine Gruppe profitiert. Mit dabei gewesen seien beim Start der Fonds - neben Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, seiner Frau Cornelie und anderen - die Kunstsammlerin Claudia Oetker, der Bofrost-Gründer Josef Boquoi und Maxdata-Gründer Holger Lampatz, der 2006 und 2007 im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle saß, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Sonntag vorab. Auch Sal. Oppenheim-Konkurrenten, die Privatbankiers Wilhelm von Finck Junior und Senior, hätten Anteile gezeichnet.
Die Gewinne der Anteilseigner gingen dem Magazin zufolge zulasten des KarstadtQuelle-Konzerns, der heute Arcandor heißt und zuletzt beim Essener Amtsgericht Insolvenz angemeldet hat. In München betrug die Garantiemiete laut «Spiegel» 23,2 Prozent vom Umsatz, in Leipzig 19,6 Prozent, in Potsdam 16,4 Prozent und in Karlsruhe 14,5. Schon bei einem Verhältnis Umsatz zu Miete von zehn Prozent beginne die sogenannte Todeszone, in der ein Warenhaus die Miete gemeinhin nicht mehr erwirtschaften könne, zitiert das Magazin Einzelhandelsexperten. (ddp)
19:39
Dann soll der Insolvenzverwalter diese Schmarotzer mal alle zur Kasse bitten. Und dann noch die unverfrorenheit, vom Steuerzahler unterstützung zu verlangen. Leid tum mir nur die betrogenen Mitarbeiter. Hier ist die Politik gefragt, dem ganz schnell einen Riegel vorzuschieben. Und an die Presse. Ausführliche Berichte in allen Tageszeitungen von der Aufarbeitung dieser Fakten.
19:09
Boykotiert BO-Frost Produkte und Produkte die diese Raffhälse vertreiben
18:55
Reichtum schafft Armut. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
18:49
wer hätte das gedacht ???
da bewahreitet sich wieder die weisheit, dass das geld nicht
weg ist, sondern jetzt nur jemand anderem gehört ... ;-))
hallo --- aufwachen !!!
18:47
Willkommen in der amerikanisierten deutschen Republik!
18:31
Zuerst hat Lampatz seinen eigenen Laden vor die Wand gefahren, dann Karstadt.
Und er wohnt immernoch extrem luxuriös in GE-Buer.
18:09
Rofl....
Dann will ich mal selbst: Karstadt hat 77 Häuser für ca. 1 Mrd verkauft. Macht ca. 13 Mio im Schnitt pro Haus.
Bei ca. 7 Mrd Umsatz in den Warenhäusern pro Jahr kann sich jeder selbst ausrechnen wie schnell die Investoren ihre überhöhten Kaufpreise durch die Umsatz abhängigen Mieten wieder drin hatten.
Und die Häuser sind immer noch in den jeweiligen Städten die Sahnestücke was Lage angeht.
17:45
#5: Der Verkaufspreis damsl war wohl auch deutlich überhöht, weswegen im Gegenzug die hohen Mieten ausgehandelt wurden. Alles in allem also eine Art versteckter Kredit.
Ob der Immobilenfonds also für die Eigentümer wirklich Rendite gebracht hat, ist alles andere als klar. Schließlich bekommen sie ja jetzt keine Mieteinnahmen mehr und der Verkaufswert der Immobilen ist auch unklar.
Trotzdem eine Schweinerei, dass da solche versteckten Deals (Kuhhandel) gemacht werden...
17:39
unglaulich aber wahr Karstadt so weich zu kochen
17:36
Das sind schon interessante Sätze. Die allmächtige Kirche des Mittelalters begnügte sich mit dem Zehnten, der Staat mit 19 % Mehrwertsteuer, da sind die Sätze von ieOetker, Boquoi und Lampatz ganz schön happig.