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Südsudan wirft Sudan Bombenangriff auf Dorf vor

21.07.2012 | 19:36 Uhr
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Der Sudan hat südsudanesische Angaben über einen Angriff auf ein Dorf im Südsudan zurückgewiesen. Die südsudanesischen Streitkräfte hatten zuvor erklärt, Kampfflugzeuge aus dem Sudan hätten das Dorf Rumaker bombardiert. Bei dem Angriff in der Nähe zur Grenze zum Sudan seien am Freitag zwei Zivilpersonen leicht verletzt worden, sagte Oberst Philip Aguer am Samstag.

Juba/Khartum (dapd). Der Sudan hat südsudanesische Angaben über einen Angriff auf ein Dorf im Südsudan zurückgewiesen. Die südsudanesischen Streitkräfte hatten zuvor erklärt, Kampfflugzeuge aus dem Sudan hätten das Dorf Rumaker bombardiert. Bei dem Angriff in der Nähe zur Grenze zum Sudan seien am Freitag zwei Zivilpersonen leicht verletzt worden, sagte Oberst Philip Aguer am Samstag. "Wir haben so etwas nicht erwartet", sagte Aguer. Es war der erste Bericht aus Südsudan über einen Bombenangriff seit Anfang Mai.

Die amtliche sudanesische Nachrichtenagentur SUNA berichtete unter Berufung auf Regierungssprecher Omar Dahab, Flugzeuge vom Typ Antonow hätten ausschließlich die Rebellenbewegung Gerechtigkeit und Gleichheit aus Darfur im Sudan selbst ins Visier genommen. Khartum habe die Regierung in Juba gewarnt, dass sich Rebellenkämpfer im Südsudan aufhielten und Aktionen gegen den Sudan planten. Die Regierung werde gegen die Kämpfer vorgehen, sobald sie in den Sudan eindrängen.

Beide Staaten verhandeln in Äthiopien über eine ganze Reihe von Themen, darunter eine Entflechtung der einst gemeinsamen Ölindustrie und die genaue Grenzziehung. Sollte bis zum 2. August keine Einigung erzielt werden, haben die UN mit Sanktionen gedroht. Der südsudanesische Informationsminister Barnaba Marial Benjamin sagte, der Bombenangriff entspreche nicht "dem Geist des Dialogs". Der sudanesische Regierungssprecher Dahab erklärte, Khartum sei zu einer Fortsetzung der Verhandlungen bereit.

Erst 2005 endete im Sudan ein mehr als zwei Jahrzehnte dauernder Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden mit mindestens zwei Millionen Toten. Infolge eines zwischen den Konfliktparteien ausgehandelten Friedensplans spaltete sich der Südsudan am 9. Juli 2011 als eigenständiger Staat vom Norden ab. Grenzstreitigkeiten - vor allem um die Ölfelder - führten allerdings seither immer wieder zu Kämpfen.

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