Studie sieht düstere Zukunft auf Energiemarkt
03.09.2010 | 18:47 Uhr 2010-09-03T18:47:00+0200
Essen.Deutschland verliert seine wirtschaftliche Bedeutung, humanitäre Krisen nehmen zu. Das sagen Forscher der Bundeswehr, weil das Erdöl knapp wird. Nach einer Studie ist in diesem Jahr der Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, der so genannte Peak Oil, erreicht.
Nach einer noch internen Bundeswehrstudie ist in diesem Jahr der Höhepunkt der weltweiten Erdölförderung, der so genannte Peak Oil, erreicht. Demnach wird die Förderung ab jetzt technisch aufwändiger und teurer. Das Papier des Zentrums für Transformation der Bundeswehr, das DerWesten vorliegt, beschreibt mögliche Folgen der knapper werdenden Ressourcen: Versorgungsengpässe, ein wirtschaftlicher Bedeutungsverlust westlicher Industrieländer, humanitäre Krisen und geopolitische Machtverschiebungen.
Warum ist Öl so wichtig?
95 Prozent aller industriell gefertigten Produkte hängen heute von der Verfügbarkeit von Erdöl ab. Erdöl ist nicht nur der Ausgangsstoff für die Produktion von Treib- und Schmierstoffen, sondern der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von so unterschiedlichen Produkten wie Medikamenten, Computern, Handys, Kosmetika, Farbstoffen oder Textilien.
Wie lange reicht das Öl noch ?
Darüber trifft die Studie keine exakte Aussage, was Experten kritisieren. „Peak Oil heißt lediglich, dass eine bestimmte Menge an Ölvorkommen angenommen wird. Wie lange diese noch die Nachfrage abdeckt, hängt von der Gesamtmenge des aktuellen Verbrauchs ab“, sagt Hermann-Josef Wagner, Professor für Energiewirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Erst wenn man den Verbrauch ins Verhältnis zu Menge setze, könne man eine Aussage treffen. Das Erdöl-Unternehmen BP schätzt, dass die Menge noch für die nächsten 40 Jahre ausreicht.
Woher kommt unser Öl?
Deutschland bezieht etwa 80 Prozent seines Erdöls aus sechs Staaten, unter denen Russland (35 Prozent) sowie Norwegen und Großbritannien mit 14 beziehungsweise zehn Prozent die größten Lieferländer sind. Den restlichen Anteil liefern Libyen, Kasachstan und Aserbaidschan. Auf den Nahen Osten entfallen sechs Prozent.
Was bedeutet der Peak Oil für die Weltwirtschaft?
Zur Bewältigung der Engpässe werde zunehmend Biokraftstoff eingesetzt. Dies würde jedoch Nahrungsmittel knapp werden lassen, da Anbauflächen fehlten. Das Komplettversagen der Märkte und humanitäre Krisen wären die Folge.
Und in Deutschland?
Da die politisch stabilsten Lieferanten Norwegen und Großbritannien nach Schätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ihren Peak bereits überschritten haben, wird Russland stärker in den Fokus rücken. Die Bundeswehr empfiehlt jedoch, die russischen Anteile an der Liefermenge nicht zu erhöhen, um nicht in größere Abhängigkeit zu dem schwierigen Partner zu geraten.
Die Alternativen?
Tunesien, Kongo, Äquatorialguinea sowie Turkmenistan, Usbekistan und der Sudan werden in der Studie als potenzielle Lieferanten mit erheblichen Ressourcen genannt. Staaten, die zum Teil diktatorisch regiert werden.
Wie sieht der Öl-Markt in der Zukunft aus?
Der globale Ölmarkt wird langfristig nur eingeschränkt den freien marktwirtschaftlichen Gesetzen folgen können. Bilaterale, konditionierte Lieferbeziehungen und privile-gierte Partnerschaften treten wieder in den Vordergrund. heißt es in der Studie. Dabei wird es auf attraktive Gegenleistungen ankommen. China sichert sich seinen Zugang zu Ressourcen in Afrika durch Waffenlieferungen.
Führt das zu Änderungen in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik?
Möglich, da Deutschlands Öl- und Gasversorgung mittel- bis langfristig zu einem erheblichen Teil aus instabilen Regionen des Nahen und Mittleren Ostens, Zentralasiens und Nordafrikas kommen werden. Die Studie schließt nicht aus, dass es abhängig von der Versorgungslage zu Kompromissen in Fragen der Demokratisierung komme und sogar autoritäre Regime unterstützt werden könnten.
Wie lauten die Empfehlungen?
Eine gemeinsame Energiepolitik Europas unter besonderer Berücksichtigung des Ausbaus erneuerbarer Energien.
14:43
Und noch eines womit ich zum denken anregen will.
Denkt hier wirklich jemand, das unsere derzeitige Politik besser geeignet ist diesen Rohstoff zu verwalten als Unternehmen.
Also ich bin da sehr skeptisch...unsere Politiker haben in den letzten 20 Jahren x mal ihre unfähigkeit unter beweis gestellt. Beim Endlager ASSE war Frau Merkel an fordester Front. Das Pensionsproblem ist seit 20 Jahren auf dem Tisch, seit 20 Jahren arbeiten die an den Lösungen....und sie haben noch immer keine.
Schulden werden gemacht, dann wird gesagt wir wollen die Schulden abbauen...bla bla bla....künftige Generationen bla bla bla...und am Ende werden erst wieder neue Schulden aufgenommen.
Gerade die Politik wartet mit der Lösung von WICHTIGEN Problemen solange, bis man dem Problem nicht mehr ausweichen kann. Pensionen und Schulden sind da ein gutes Beispiel....Jahrzehnte lang wird nur schön geredet. In den nächsten 20 jahren werden wir erleben was die schönen Worte gebracht haben....ob die Pensionen denn nun sicher sind oder nicht, ob der Staat wirklich aus seinen Schulden rauskommt oder doch eher bankrott geht.
Politiker sagen nur das, was die Leute hören wollen. So in der Art Wählt mich, dann wird die Zukunft grossartig. Kein Politiker stellt sich hin únd sagt ich will offen und ehrlich sein, ich werde die Steuern erhöhen, die Ausgaben kürzen um Kapital für die Pensionsreform oder den Schuldenabbau oder aber die Energie Problematik bereitstellen zu können. Und wenn das ein Politiker sagen würde, wird er nicht gewählt...weil das Volk es nicht hören will. Also
Also ist das Volk auch mitschuld daran. WIR WOLLEN ANGELOGEN WERDEN!
Netter Schlusssatz.: JEDES VOLK BEKOMMT DIE POLITIKER, DIE ES VERDIENT.
Lg
14:31
Erdöl ist ein begrentzter Rohstoff, das Fördermaximum ist absehbar.
Aber das heißt 1. NICHT DAS WIR BIS 2025 wieder auf dem Energiekonsum von 1930 sein werden. Der Peak wird durch kleine schwer zugängliche Ölfelder abgeschwächt werden.
2. ist es nicht zwingend erforderlich das unsere gesamte Gesellschaft sofort den Bach runtergeht.
Viele die das behaupten reden ebenfalls nur das nach, was andere in Filmen oder Büchern schreiben.
Peak Oil wird sich als erstes durch versteckte Preissteigerungen bemewrkbar machen. Die Preise steigen stärker an als die Löhne. Real kann sich der Bürger im Jahr weniger leisten als im Vorjahr. Dieser effeckt wird auf ein Jahr gerechnet relativ gering sein, aber nach 5-10 Jahren wird man einen erheblichen Kaufkraftverlust erkennen können.
Die Bevölkerung wird sich aufregen, aber solange es warm ist, genug Nahrung zur Verfügung steht das man nicht ernsthaft hungern muss, und ein bisschen Geld für eine Freizeitgestaltung übrig bleibt wird das Volk nichts grossartiges unternehmen. Ein paar grosse Demos die zur Not mit Wasserwerfern aufgelöst werden.
Mit der Zeit werden die Autos dann kleiner und Sparsamer werden, Kohle und Gas wird einen Teil des Ausfalls ersetzten, und natürlich werden erneuerbare Energien ausgebaut werden.
Es wird auch regional begrentzte Kriege geben, so wie wir sie heute bereits haben. Im irak etwa. China die USA und Europa streiten sich um die Aufteilung der Ölreserven, halten aber in Wahrheit immer zusammen das alle voneinander abhängig sind.
Durch diese Effeckte wird sich mit der Zeit ein neues gleichgewicht ausbilden, das der breiten Masse genug Geld zum Leben bleibt, aber die verschwendug eingeschränlt wird. (7 mal Fleisch die Woche wird nicht mehr leistbar sein, und die Supermärkte werden weniger wegwerfen. Ein fester Job und die damit verbundene Sicherheit wird eher ein Luxus werden. Autos die mehr als 5 Liter pro 100km saufen werden verschwinden...bis auf weniger ausnahmen. Die Menschen werden zuhause die Heizung etwas runterdrehen, das es im Schnitt 5 grad kühler ist in der Wohnung als heute, im Winter wird man in der Wohnung sicher nicht mehr mit kurzer Hose dasitzen....dieser Schritt spart unmegen an Energie!!)
Wenn dann eines Tages die Autos sehr klein geworden sind, Meeresfisch nicht mehr in allen grossen Städten vorhanden ist, Windparks und solarfarmen vor den Städten existieren die so gross sind das man sie nicht so einfach überblicken kann, dann wird es langsam wieder bergauf gehen.
Zu diesem Zeitpunkt werden die Menschen so viel von ihrer ehemaligen Überfluss Gesellschaft verloren haben, das sie nicht mehr glauben können das es jemals wieder so sein wird. Aufgrund der sinkenden Wirtschaftsleistung werden wohl die meisten westliche Nationen bereits bankrott gegangen sein und einen neuen Staat ausgerufen haben. Hoffentlich keine Diktaturen.
Auf jeden fall wird die Kohleverflüssigung eine Methode sein um die Energiekrise ein wenig zu kompensieren. Egal ob wir das Klima damit langfristig töten oder nicht. Bevor der Staat heute eingeht, wird er versuchen mit solchen Technologien einen Ausweg zu finden. Kohle ist noch im Überfluss vorhanden.
Wie genaus es ablaufen wird kann keiner sagen, aber eines ist sicher, es wird sich viel ändern.
Aber das ist halt nuneinmal so. Die beste Chance der Krise zu begegnen ist wieder Bildung. Ein hochgebildeter Mensch wird am Arbeitsmarkt bessere Karten haben als ein ungebildeter. Als erstes wird man die ungebildeten loswerden. Wenn ein Sparmarkt einen Bachelor als Regalschlichter haben kann, wird er den auch nehmen und den Abituranten nicht.
Es kommen sicher schwierige Zeiten auf uns zu, aber ich denke nicht das es sofort zum Untergang führen wird. Dieser Gedanke ist genauso abwegig, wie der Gedanke das es in den nächsten 100 Jahren genauso weitergeht wie in den letzten 60 Jahren.
Früher dachte ich auch das Peak Oil das Ende unserer Gesellschaft bedeutet, aber die Welt ist nicht schwarz oder weiß....sie ist grau. Das ganze Leben ist grau. Zu Beginn werden sich die untersten Gesellschaftsschichten nicht mehr leisten können, dann Autofahren, dann werden auch die etwas höheren unteren Schichten keine Urlaube mehr machen können....so frisst es sich durch.
Eine leider sehr schlimme Art unserer Gesellschaft mit Problemen umzugehen. Die negativen folgen bekommen am ehesten die unteren ab, die positiven die obersten.
15:12
Eigentlich erstaunlich, dass die Bundeswehr sagt: Ein Schrumpfen der Weltwirtschaft in Folge eines Peak Oil Tipping Points ist denkbar. Folgen sind z.B. Massenarbeitslosigkeit, Kollaps von Währungssystemen, Staatsbankrott, Hungersnöte. Für Deutschland ist das Risiko aufgrund des vorhandenen Globalisierungsgrads besonders hoch. Und keiner hört hin bzw. keiner schreit auf. Mehr dazu hier: http://klima-der-gerechtigkeit.de/2010/09/06/bundeswehr-analysiert-peak-oil-gefahren-fur-deutschland/
20:42
Wäre doch cool, wenn es uns eines Tages gelingen würde, Erdöl künstlich herzustellen, und zwar so, dass es auch alltagstauglich ist.....
19:24
Erdölförderung, Erdölproduktion, Erdöllieferung und Erdölverbreitung sowie Erdölverarbeitung gehört in verantwortungsvolle Hände, Hände und Unternehmen, die mit diesem Rohstoff verantwortungsvoll umgehen, verantwortungsbewußt handeln.
Erdöl ist ein Rohstoff, der in einer Demokratie allen Bürgern gehörten sollte.
Wir alle benötigen Energien, zum Leben für die Zukunft.
Wir sind keine Sonnenstaaten, wir benötigen Wärme, Produkte, die aus dem Rohstoff der Rohstoffe gefertigt sind.
Darum gehört der Umgang damit in staatliche Hände. Wir sind der Staat, wir wählen, wer unsere Interessen vertreten sollte. Zumindest so in der Theorie.
Wie sieht die Praxis aus?
Düster, darkness.
Einige wenige bereichern sich daran, der Rest ....leben und arbeiten für Nahrung, Wärmeenergien, Wohnung, Auto......
15:29
Mit dem Erreichen des Erdölfördermaximums geht ein sehr bemerkenswertes Zeitalter in der Geschichte der Menschheit zu Ende, das von unglaublichen wissenschaftlichen Entdeckungen, Überkonsum und Überfluß gekennzeichnet war. Der auf das Jahr bezogene Förderhöhepunkt wurde bereits im Jahre 2005 erreicht, seitdem fällt über das Jahr gemittelt die globale Netto-Energieproduktion um ca. 2 Prozent ab; richtig los mit dem Abfall in der Produktion wird es irgendwann zwischen 2011 und 2015 los gehen, dann beginnt die sog. Hubberklippe was ca. 10 Prozent weniger Energie pro Jahr bedeutet. Bereits um 2025 werden wird wieder auf dem Energie-Konsum von 1930 sein, was ein Ende des Industriezeitalters bedeutet. Vermehrte Kohleförderung wird uns nicht retten können, denn auch die Kohle hat ihr Fördermaximum bald erreicht. Der Zusammenbruch oder Kollaps unserer gegenwärtigen Zivilisation steht deshalb auf dem Plan. Es wird keine Rettung durch alternative Energieträger geben. Mit dem Energie-Überfluss geht auch die Globalisierung zu Ende, ein neues Zeitalter der Relokalisierung wird beginnen und auch der Konsumismus wird beendet werden müssen. Die Nahrungsmittelproduktion wird durch erheblich schrumpfen, von der heutigen irdischen Population an Menschen werden in 30 Jahren nur noch ca. 20 Prozent übrigbleiben. Wer klug ist baut vor, verläßt die Großstädte, lebt auf dem Land und baut eigene Nahrungsmittel an. peak oil und peak energy werden das einschneidenste Ereignis der gesamten Menschheitsgeschichte werden. Nur die wenigsten Menschen können sich den Horror der uns nun erwartet, auch nur in Umrissen vorstellen.
14:55
Das Papier des Zentrums für Transformation der Bundeswehr, das DerWesten vorliegt...
Och - DerWesten darf wieder mitspielen.
Dass das Verteidigungsministerium das Ganze noch nicht abgenickt hat, ist unwesentlich.
Es handelt sich schließlich nicht um eine strategische sondern eine Operative Information :-)
(Längere Laufzeiten für heimische Kohle!!!!)
13:13
@8 von kuba 4711
kann ich auch bestätigen. Doch auch heute schon wird Öl gefördert auf den Kontinenten, ohne Rücksicht auf die dortige Bevölkerung zu nehmen. Ob in Nigeria (Niger Delta) ob in Peru/Equador oder im Sudan (Dafur) um nur einige zu nennen. Im Sudum untrestützt das sog kommunististe China dort diktatorische Systeme.
Ja, nich nur die Vermeidungvon Plastiktüten steht an. Est einmal lasst uns endlich Tempo 120 auf den Autobahnen durchsetzen, und dabei Lobbyisten wie den ADAC und den VDA in die Schranken weisen.
12:52
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