Streit mit der Gema: YouTube sperrt Musikvideos
01.04.2009 | 13:28 Uhr 2009-04-01T13:28:00+0200
Berlin. Das Videoportal YouTube hat wegen eines Streits mit der Verwertungsgesellschaft GEMA um Lizenzgebühren begonnen, Musikvideos für deutsche Nutzer zu sperren. Beide Seiten erklärten, sie hofften auf eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungsgespräche.
Das Videoportal YouTube hat wegen eines Streits mit der Verwertungsgesellschaft GEMA begonnen, Musikvideos für deutsche Nutzer zu sperren. Es gehe nicht um Eigenkompositionen, sondern nur um Videos von Plattenfirmen, sagte YouTube-Sprecher Henning Dorstewitz am Mittwoch.
Das Google-Tochterunternehmen habe einen am Dienstag ausgelaufenen Vertrag mit der GEMA wegen zu hoher Lizenzforderungen nicht verlängert. Für eine Übergangszeit habe die GEMA eine Gebühr von einem Cent pro Videoabruf vorgeschlagen, erklärte Dorstewitz. Dies sei wirtschaftlich nicht tragbar, da das Portal sich über Werbung finanziere und die Kosten nicht ohne weiteres umschlagen könne.
Ein anschließend fälliger Tarif von 12 Cent pro Videoabruf liege mehr als 50 Mal über dem, was die vergleichbare britische Verwertungsgesellschaft PRS for Music mit 0,23 Cent von YouTube gefordert habe, erläuterte Dorstewitz.
Die Angemessenheit der Vergütung
Der GEMA zufolge sind die Verhandlungen gescheitert, da YouTube nur eine Verlängerung des Vertrags auf Basis einer Pauschalzahlung ohne ausreichende Informationen zu den genutzten Musikwerken und der Anzahl der Streams vorschlage. Das lehne man ab, da es nicht möglich sei, ohne diese Angaben die Angemessenheit der Vergütung zu beurteilen.
Dorstewitz sagte, man hoffe, die Verhandlungen mit der GEMA möglichst bald wieder aufnehmen zu können. «Im Augenblick profitiert niemand.» Die GEMA erklärte am Dienstagabend, sie habe ausdrücklich ihre Bereitschaft zur Fortführung der Vertragsverhandlungen signalisiert. (ap)
Rund ums Thema:
10:45
Wenn ein Label, ein Konzern oder ein Künstler auf Youtube freiwillig (in der Hoffnung auf kostenlose Mundpropaganda) ein Video - in zumeist bescheidenster Qualität - veröffentlicht, das jemand sich aus Langeweile, Interesse oder Neugier anschaut, dann soll er dafür grosszügig aus dem GEMA Topf ausbezahlt werden?
Von welchem Sony-Universal-Planeten kommst Du, Klaus G.?
10:43
Interessant, dass der Diebstahl geistigen Eigentums neuerdings Teil der freien Meinungsäußerung ist. Ebenso interessant, dass Komponisten, die eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit haben wollen, hier als Parasiten beschimpft werden.
17:24
Netter Aprilscherz!!
17:13
GEMA nach Hause,
Du Sesselfurzverein.
Freie Meinungsäußerung gehört nun einmal zur freien Meinungsäußerung und da zähle ich das Portal youtube zu. Die GEMA spielt sich hier als Diktator auf.
Ich schei.. auf die GEMA
15:26
schonwieder ein schlafverein, der den zug der zeit verpasst hat, weil ers nichtmal gebacken kriegt, ne bahnsteigkarte zu lösen. lol, gema weiterpennen!
15:15
Hier für alle ein erdachtes Szenario:
Im Haus der GEMA.
Memo der Geschäftsleitung:
Jeder Mitarbeiter hat sich sofort bei YouTube anzumelden und muss mindestens 10 Musikvideos von Plattenfirmen online stellen. Pro Arbeitstag sind mindestens 10 Musikvideos von Plattenfirmen abzurufen.
So könnte man die perfekte Gelddruckmaschine installieren.
Alles nur ausgedacht!!!!?
14:34
Zu mehr als mal-eben-reinhören taugt die Qualität auf Youtube eigentlich nicht. Blöd von der GEMA, auf diese Werbung zu verzichten.
14:15
Auch wenn ich es schade fände, aber was wäre wenn youtube nicht einränkt :o)
Gema-nach Hause.....
14:13
Warum schaltet man das Internet, Mobilfunknetz nicht ganz für Deutsche ab?
13:55
es sollte Parasiten lauten