Straßenstrich-Gebühr in Bonn Vorbild für andere Städte?
30.08.2011 | 13:52 Uhr 2011-08-30T13:52:00+0200
Bonn. Prostituierte in Bonn müssen künftig täglich ein Ticket an einem Automaten ziehen - ähnlich einer Parkgebühr. Diese neue Einnahmequelle dürfte auch in anderen Städten Gefallen finden.
Die Zusatzgebühr für Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich könnte Nachahmer finden. Der Ticketautomat „wird sicherlich andere Städte interessieren“, sagte der Stellvertretende Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Uwe Zimmermann, am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd in Bonn.
Der Straßenstrich sei für jede Kommune ein Minusgeschäft. Mit der Abgabe könne wenigstens ein Teil der Kosten etwa durch Kontrollen, Sicherheitsdienste oder die Geländepacht gedeckt werden.
Frage der Gerechtigkeit
Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich müssen ab sofort zahlen. Wer seine Dienste dort anbieten wolle, müsse an einem Automaten jeden Tag ein Ticket für sechs Euro ziehen, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag. Kontrolleure des Steueramts würden überprüfen, ob sich die Prostituierten an die Regelung hielten. Sollte dies nicht der Fall sein, drohten Bußgelder bis zu 100 Euro.
„Aus Gründen der Steuergerechtigkeit mussten wir handeln“, sagte die Sprecherin zur Begründung. In Bordellen werde die Sexsteuer automatisch eingezogen. Auf der Straße sei dies bislang nicht der Fall gewesen. (dapd)
18:34
Kann man das vor Rathäusern nicht auch für Politiker einführen. So würden sie wenigsten einen sinnvollen Beitrag leisten.
16:17
Aus dem Artikel geht m.E. nicht klar hervor, ob es sich um Vergnügungssteuer, die sog. Sexsteuer handelt oder um ein Standgeld für die Benutzung der Anbahnungsfläche.
Es handelt sich anscheinend nicht um eine echte Information sondern um ein kleines Aufregerchen in der Ferienzeit.
16:12
Wie sieht es eigendlich mit den angemieteten Politikern und Strichbuben in den Bonner Ministerien aus ?
Müssen die feinen Herren auch etwas an die Staatskasse entrichten, oder sind Lobbyisten von derartigen Gebühren frei gestellt ?
16:10
Wenn die Stadt von den Frauen extra Geld verlangt, obwohl sie ein legales Geschäft ausüben, dann sollte die Stadt auch auf die Frauen aufpassen und Zuhälter dingfest machen und brutale Freier festnehmen, dann sollte die Stadt auch ausreichend Kondome zur Verfügung stellen.
Puck2 Du hast vollkommen Recht. Diese Frauen sind meist noch fast Kinder und
irgenwie arme Frauen. Mit diesen eingenommenen Gebühren sollt man doch versuchen
viele Mädchen aus diesem Dreckloch herauszubekommen.
16:10
Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) hat als Guter Katholik eben wieder den altehrwürdigen Hurenpfennig eingeführt, der bereits über die Jahrhunderte das Gutkatholische Erzbistum Mainz fett an Pfründen hat werden lassen.
Gottseidank hat dann Napoleon diesem elendigen Korruptionskartell von Pfaffen und geldgierigen Politikern Einhalt geboten und das Erzbistum Mainz zerschlagen.
Die Galgenvögel, die sich mittlerweile auch in der Bundesstadt nach Oben geschlichen haben, wollen von den hart arbeitenden Bürgern immer nur das Allerbeste: Bargeld !
15:44
und die flatrate gibts wieder nur für Politiker... ;o)
15:41
@4
Die Gegenleistung der Stadt ist die Genehmigung, innerhalb vorgegebener Grenzen innerhalb des Stadtgebietes dem Gewerbe für den bezahlten Zeitraum nachzugehen.
Genauso wie die Gegenleistung für einen Parkschein die Genehmigung ist, auf bestimmten Flächen das Fahrzeug für den bezahlten Zeitraum abzustellen.
Dass das Gerät, in das das Geld eingeworfen wird, in beiden Fällen vermutlich baugleich ist, hat eher praktische Gründe und ist @2 eine verblüffend unbürokratische Lösung.
Die Frage ist nur: hat die Stadt Bonn schlauerweise Mitternacht als Datumsgrenze gewählt? ;) Wäre ja schön weltfremd ...
15:40
Komisch, wenn Free-Willis, Angler oder Banditen Standgeld für ihr Stück Straße erheben heißt es gleich: illegal!!! Stellen sich die Kommunen also schon auf die gleiche Stufe wie jene?!?!?!? Irgendwo habe ich doch auch schon mal etwas über Raubritter gelesen!?!?!?!?
15:28
Eine tolle Idee.
Hundebesitzer sollten die Städte auf die gleiche Weise zur Kasse bitten, unabhängig von der Hundesteuer. Ebenso Menschen mit übergroßen Einkauftaschen, mit Regenschirmen, sie benötigen ja schließlich mehr Platz als ohne. Dann wären da noch die Radfahrer, die Inlineskater.
Ach ja und für das Betreten öffentlicher Grünanlagen, sowie wie das Flanieren in den Innenstädten sollte eine Vergnügungssteuer erhoben werden.
Hoffentlich habe ich jetzt keinen auf dumme Gedanke gebracht?
15:16
In klammen Zeiten muss jede neue Einnahmequelle geprüft werden. Vor lauter Blutsturz ins Gemächt haben hier wohl einige den Artikel nicht richtig gelesen oder verstanden. Was hat denn deutsche Steuerpolitik damit zu tun, dass ein sexgeiler Bock keinen selbigen hat, im Ausland bei den Prostituierten ein Kondom zu verwenden? Und bevor der eine oder andere es ins Ausland schafft, da hat der doch hier schon 3 mal geschnaxelt.