Verkehr
Städten geht das Streusalz aus
05.01.2010 | 19:48 Uhr 2010-01-05T19:48:00+0100
Ruhrgebiet. Autofahrern im Revier droht eine Rutschpartie. Wegen eines Lieferengpasses wird nicht mehr wie gewohnt gestreut. Bei einem weiteren Wintereinbruch könnte der Winterdienst nur noch eingeschränkt durchgeführt werden.
Die Städte im Ruhrgebiet bekommen nicht genügend Streusalz geliefert, um wie gewohnt die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Grund ist ein Lieferengpass beim Deutschen Straßendienst in Hannover, teilte dieser gestern mit. Geschäftsführer Matthias Stamm bestätigt, dass es für die Kommunen zur Zeit kein Salz gibt. Der Grund: die „enorme Nachfrage der letzten Tage”. Dabei sieht auch er die Notlage des Ruhrgebietes. „Hier hat der Winter besonders zugeschlagen.”
Gestreut wird nur noch an gefährlichen Stellen
Tatsächlich ist in vielen Städten bereits so viel Streusalz ausgebracht worden, wie im gesamten letzten Winter. Deshalb gibt es kaum noch Vorräte. In Mülheim etwa werden nur noch besonders gefährliche Stellen, etwa an Steigungen oder Brücken, mit Salz geschützt. Für den Rest der Straßen verwendet die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft Granulat, das ausreichend zur Verfügung steht, aber keine auftauenden Eigenschaften besitzt. Ein Problem bei überfrierender Nässe. Auch in Duisburg werden nur noch Hauptstraßen und Kreuzungen mit Salz gestreut.
„Sollte ein weiterer Wintereinbruch mit Schneefall und eisigen Temperaturen erfolgen”, könnte der Winterdienst nur noch eingeschränkt durchgeführt werden, heißt es in der Pressemitteilung, die von den Städten Dortmund, Bochum, Duisburg, Mülheim und Oberhausen herausgegeben wurde. Betroffen sind allerdings auch andere Städte. Denn Vorrang genießt der Landesbetrieb Straßen.NRW, in dessen Zuständigkeit Autobahnen, Bundes- und Landstraßen fallen.
Bei allen Lieferanten ist das Salz aus
Zum Teil sind auch Gehwege betroffen. Das Dortmunder Tiefbauamt etwa hat nur Salz bis kommenden Montag, um öffentliche Gebäude abzusichern.
Nach der gestrigen Absage des Deutschen Straßendienstes haben es die Städte natürlich bei anderen Lieferanten versucht. Silke Kersken von den Duisburger Wirtschaftsbetrieben: „Alle haben das gleiche Problem. Keiner ist in der Lage, uns zu beliefern. Salz wird knapp.”
01:19
Ich glaube eher, das Problem liegt darin, man kann sehr schlecht berechnen wieviel Salz gebraucht wird. Kauft man die Lager voll, müssen diese auch ständig bewirtschaftet werden, damit man feststellen kann, das man in der Saison nur sehr wenig Salz gebraucht hat. In der Folgesaison kann es dann schon mitunter die doppelte Menge des Bereits eingelagerten Salzes sein, die gebraucht wird, ich denke es ist extrem schwer da Durchschnittsmenge zu berechnen und gezielt einzukaufen. Würde man nun aus diesem Winter lernen und zum Sommer neue Lagerhallen bauen, um die doppelte Menge Salz einzukaufen und es wird im Folgewinter nichts oder nur sehr wenig gebraucht, wird über die Verschwendung von Steuergeldern gemeckert und man fordert wie in anderen Berichten, das der Verantwortliche versagt hat und gehen muss. Ist doch so, wie es gemacht wird, wird es falsch gemacht.
07:16
#57 interessant, welche straße war das denn ?
13:34
Es ist schon erstaunlich, dass das Salz ausgeht. Denn man sieht zwar Schneepflüge, aber die Räumen keinen Schnee weg, die salzen nur.
Bei dieser Schneeart und den passenden Temperaturen hilft das nun mal gar nicht.
Also nicht das Material geht aus - die Methoden sind die falschen.
Zum Test:
Man gehe über ein frei geschaufeltes Stück Weg und über ein gesalzenes Stück Weg.
Auf ersterem mögen noch Schneereste liegen. Der Belag ist griffig.
Auf dem Salzweg rutscht man permanent, egal ob mit passendem oder unpassendem Schuhwerk.
Aber gegen das Wegsalzen hat sich eben in den vergangenen Jahren keiner aufgeregt. So wird es gedankenlos weiter betrieben. Denn Anwohnern ist es zum Glück schon seit Jahren verboten Salz zu verwenden, aber wenn die Stadt das immer tut ...
Guten Rutsch
13:11
Kein Salz mehr ??
Das liegt wohl daran, daß bei der ersten Flocke auf Teufel komm raus gestreut wird.
Mal ohne Spaß, warum wird bei trockener Straße und ca. 0Grad schon gestreu?
Ich durfte erleben, daß Straßen geglizert haben und weiß waren,.......vor Salz.
Und nu wo Salz benötigt wird sind die Lager leer, weil wenn man in einem Jahr das Salz nicht vollständig verbraucht wird, kommt ein schlauer Verwaltungsangestellter und kürzt das Salzbudget.
08:25
#66 : schlimmer ist doch wohl die gülle der bauern, da kann uns das bißchen salz doch wohl nicht schocken ...
aber planung und koordination sind beim usb
wohl fremdworte sowohl bei straßenreinigung wie auch bei winterdienst.
04:36
Das den gemeinden das salz aus geht ist nicht wirklich neu. Und das die Esco mit ihrem salz nicht nach kommt ist auch nicht neu. Ich habe mal eine zeit lang bei einer spedition die für die esco damls noch soly(oder so änlich geschrieben) gearbeite. So knapp wie Städte und gemeinden ihr Salz einkaufen und mit wenig lager mengen arbeiten hat ein salzberg werk keine chance alle zu beliefern.
Und zu den Pappnasen die der meinung sind das ALG 2 leute dann ran sollen.
bitter erklärt mir doch mal was man mit einer Schneeschaufel gegen Glateis machen soll.
Wenn man schon ALG 2 leute ran zieht für winterdienst so kann doch auch jeder aus dem öffentlichendienst vor antritt der arbeit 2 stunden winterdienst machen.
04:33
Herr Geisenberger!Lange Zeit nichts mehr von Ihnen gehört,geschweige denn gelesen.Aber nach Ihrer Rückmeldung auf der von Ihnen so geliebten Kommentatorenseite der WAZ scheint ein,Sie betreffendes,sozialverträgliches Ableben wohl ausgeschlossen.
04:21
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03:33
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02:46
Schlimm, wenn ich die ganzen Kommentare und Begründungen für das Streuen von Salz auf unseren Straßen lese!
Keiner der Köpfe hier denkt an unsere gemeinsame Umwelt. Völlig desinteressiert, was da massenweise in unser Grundwasser sickert. Ich bin ganz sicher kein linker Traumtänzer, aber die Rechnung für unser Verhalten bekommen wir alle schneller als wir glauben!!!