Sturz mit bösen Folgen
Hohenlimburg, 06.11.2009, Volker BremsheyEs ist fast ein Vierteljahr her, als Ulrike B. sich in unserer Redaktion meldete. „Ich gehe fast täglich von der Kaiserstraße in die Innenstadt. Es ist schon fast ein Skandal, wie bei den Pflasterarbeiten die Steuergelder verschwendet wurden”, schimpft die Anwohnerin. „Fast jeder zweite Stein ist kaputt. Das kann allerhöchsten B-Qualität sein.”
Der leichte Sturm der Empörung und Entrüstung entwickelte sich am Sonntagnachmittag zu einem Hurrican der höchsten Stufe. Ulrike B. wollte mit ihrem Ehemann den regenfreien Nachmittag nutzen, um am Allerheiligentag den Friedhof zu besuchen. Hinter dem neuen Wartehäuschen unterhalb des ehemaligen Gymnasiums passierte dann das Unfassbare. Urplötzlich lag die Hohenlimburgerin auf der Erde. Ausgerutscht auf dem schwarzen Fugensplit, der seit vielen Wochen auf dem Pflaster „ruht” und nicht entfernt worden ist.
Unübersehbare Folgen
Ein blaues Auge, aufgeplatzte Finger und schwere Prellungen an Arm und Bein sind die unübersehbaren Folgen des Sturzes. „Ich war völlig geschockt”, berichtete Ulrike B., die am Montag einen Arzt aufsuchte. Trotz der erheblichen Blessuren legt sie Zurückhaltung an den Tag. „Es hätte noch viel schlimmer kommen können.”
Dennoch hofft sie, dass die Stadt Hagen oder die ausführende Baufirma endlich den Fugensplit beseitigen, damit anderen Fußgängern in der dunkelen Jahreszeit nicht dasselbe passiert. Eines machte sie deutlich. „Am Schuhwerk hat es nicht gelegen.”
„Die Stadt guckt sich den Sachverhalt an”, heiß es aus dazu dem Presseamt der Stadt Hagen „Die Verkehrssicherungspflicht liegt jedoch bei der Baufirma.”

