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Am 5. September

Deichkind rocken gegen Rechts

Dortmund, 14.08.2009, Andreas Winkelsträter
Prominente Unterstützung erhält das „S5”-Bündnis beim Protest gegen den bislang verbotenen Neonazi-Aufmarsch am 5. September: Die Hamburger Band „Deichkind”, die als Headliner bei „Juicy Beats” die Massen begeisterte, wird auf der Demo des Bündnisses am 5. September auftreten.

„Eine ausdrucksstarke antifaschistische Gegenkultur ist unser Rezept gegen Neonazis”, so S5-Bündnis-Sprecherin Sonja Brünzels. „Wir hoffen, dass die deutliche Positionierung von Deichkind ein Beitrag dazu ist, dass antifaschistisches Handeln in Dortmund für mehr Leute eine Selbstverständlichkeit wird.”

Gleich an zwei Terminen (4. und 5. September) möchte das Bündnis, das sich den Namen nach dem 5. September gegeben hat, demonstrieren. Es ist ein Zusammenschluss von antifaschistischen Gruppen und Personen aus Dortmund und Umgebung. Es wurde nach dem Antikriegstag 2008 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, den in Dortmund stattfindenden Naziaufmarsch zu verhindern.

Derweil hat die Polizei alle Hände voll zu tun, um alle für das Wochenende angemeldeten Aktionen und Demonstrationen unter einen Hut zu bringen. Denn rund 30 Veranstaltungen gegen den Neonaziaufmarsch wurden bislang angemeldet. In rund 50 Prozent hat die Polizei die so genannten Kooperationsgespräche mit den Anmeldern geführt.

Bislang hat das Verbot gegen den Neonazi-Aufmarsch am 5. September Bestand. Foto: Alex Völkel (WR)
Bislang hat das Verbot gegen den Neonazi-Aufmarsch am 5. September Bestand. Foto: Alex Völkel

Und nicht immer zu deren Zufriedenheit. So will das „Bündnis wir stellen uns quer”, das bundesweit zur Teilnahme in Dortmund aufgerufen hat, es nicht auf sich beruhen lassen, dass ihnen nur ein „Spaziergang” vom Busbahnhof bis in den Westpark genehmigt wurde. „Wir werden dagegen klagen”, erklärte Markus Bernhard, einer der beiden Anmelder der Demo, die vom Hauptbahnhof bis nach Dorstfeld zum Wilhelmsplatz führen sollte.

Als diskriminierend empfindet Ula Richter vom Bündnis „Dortmund gegen Rechts” das Kooperationsgespräch, das die „Aktion 65 plus” führte. Dem Vertreter des Aktionskreises sei vorgeworfen worden, gewaltbereit zu sein, wenn den Neonazis der Wilhelmplatz doch genehmigt werden würde. „Dabei haben wir uns klar für einen gewaltfreien Widerstand ausgesprochen”, so Ula Richter. Dennoch habe man der Aktion die Kundgebung genehmigt.

Die Polizei habe nicht immer ein glückliches Händchen, was diese Kooperationsgespräche angehe, so Richter. Deshalb habe auch das „Bündnis Dortmund gegen Rechts” auf eigene Aktionen und Demonstrationen verzichtet. „Das Bündnis Dortmund gegen Rechts unterstützt alle Aktionen und Demonstrationen,

die dem Tag und dem Anlass

gerecht werden, die für Frieden stehen und die geeignet sind, den Neonazi-Aufmarsch

abzuwehren”, so Oliver Wilkes.

Derweilen machen die Rechten weiterhin unverhohlen Werbung für ihre verbotene Demonstration am 5. September. In zahlreichen Straßenzügen sind Aufkleber aufgetaucht, auf denen sie fragen: „Warum verbietet ihr friedliche Demonstrationen?” Die Antwort hat ihnen das Verwaltungsbericht Gelsenkirchen gegeben, das ein Verbot bestätigte. Wegen der Gewaltbereitschaft der so genannten „Autonomen Nationalisten”

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