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Kunstraub

Städte wappnen sich gegen Kunstraub

21.02.2011 | 10:44 Uhr
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
Da ist sie noch da: Die Plastik „Pandora“ stand etwa 20 Jahre auf einer Wiese an einer Straßenkreuzung in Duisburg-Homberg. Jetzt haben Metalldiebe die wertvolle Skulptur, die dem Lehmbruck-Museum gehört, geraubt. (Foto: Google Streetview)

Duisburg/Essen.   Das Duisburger Lehmbruck-Museum will jetzt ein Dutzend seiner Skulpturen aus dem Stadtgebiet entfernen - bevor es Diebe tun. Andere Kommunen in NRW würden dem Beispiel folgen, zeigt eine Umfrage von DerWesten. Die Kunst vor Ort ist kaum zu sichern.

Bei Google-Streetview kann man die „Pandora“ noch in ihrer vollen Schönheit sehen. Anmutig steht die Bronzeplastik auf einer Wiese im Stadtteil Homberg, etwas zurückgesetzt an der Kreuzung Duisburger/Moerser Straße. Doch das Bild ist Vergangenheit. Die wertvolle, fast 2,40 Meter hohe Frauenfigur aus dem Besitz des Lehmbruck-Museum ist vor kurzem gestohlen worden. Sehr wahrscheinlich von Metalldieben. Nicht der erste Kunstraub in Duisburg.

Das Lehmbruck-Museum zieht jetzt die Notbremse: Etwa ein Dutzend Skulpturen sollen aus den Stadtteilen entfernt werden, bevor es Diebe tun. Weil die Objekte aus Bronze sind und der Metallpreis auf dem Schrottmarkt derzeit Kapriolen schlägt. Andere Kommunen in NRW könnten dem Beispiel folgen. Mehrere Tausend Kunstobjekte sind in Städten und Gemeinden in NRW aufgestellt. Sie sind kaum vor Diebstahl zu sichern.

Nur wenige Skulpturen sind versichert

„Wir hatten solch einen Fall noch nicht, aber wenn Diebe uns ein Kunstwerk stehlen, würden auch wir überlegen, Objekte zu entfernen“, heißt es im Pressebüro der Stadt Essen. Etwa 180 Kunstwerke sind im Stadtgebiet verteilt – für jedermann zugänglich. Immerhin: Was davon zum Inventar der städtischen Museen gehört, „ist gegen Diebstahl versichert“. Wieviele Stücke das sind, weiß man in der Stadtverwaltung allerdings nicht auf Anhieb zu sagen.

In Dortmund zählt die Stadt 400 Kunstobjekte in Straßen, Parks und Friedhöfen – „plus-minus“, sagt Sprecherin Dagmar Papajewski. Eine Zählung vor 20 Jahren sei auf exakt 398 Skulpturen im öffentlichen Raum gekommen, von der Bronzeplatte bis zum Steingrabmal. An Diebstähle erinnert sie sich nicht - „zum Glück“. Kunstwerke abbauen? In Dortmund noch kein Thema: „Ohne Anlass macht man das nicht“, sagt Papajewski.

Wer weiß, wo das „Sterntaler-Mädchen“ ist?

Verschwunden: Auf diesem Sockel stand bis vor etwa zwei Jahren noch die Skulptur „Sterntaler-Mädchen“ in Duisburg-Hamborn. (Archiv-Bild: Milbret/WAZ FotoPool)

In NRW sind in den vergangenen Jahren mehrere Kunstwerke, die außerhalb von Museen aufgestellt waren, Beutet von vermutlich Metalldieben geworden: In Sennestadt wurde vor wenigen Monaten eine 45 Zentimeter große bronzene Eule geklaut, in Marl im Oktober 2009 die Bronzeskulptur „Die spielende Frau “ des italienischen Künstlers Giacomo Manzù; ein Jahr zuvor in Duisburg-Hamborn die Skulptur „Sterntaler-Mädchen“ .

Aus dem Park des Düsseldorfer Stadtmuseums ist der Abguss eines Kopfes von Ferdinand Lassalle, einem der SPD-Gründerväter, auf dem dortigen Nordfriedhof ein Bronze-Kopf aus der Werkstatt des Bildhauers Arno Breker verschwunden. „Sie sind vermutlich längst eingeschmolzen“, sagt Rolf Purpar, dessen Buch „Kunststadt Düsseldorf“ insgesamt 740 Kunstwerke in der Landeshauptstadt aufzählt.

Der bisher größte Kunstraub eines Freiluft-Objekts geschah im Dezember 2005 in England: Aus dem Park einer Stiftung war die mehrere Tonnen schwere Plastik „Reclining Figure“ des britischen Bildhauers Henry Moore geraubt worden – bei laufenden Überwachungskameras, wie es hieß. Von Moore sind auch viele Objekte in NRW zu sehen, etwa in Duisburg, Düsseldorf oder Münster.

Mehrere Dutzend Skulpturen Beute von Metalldieben?

Die Kunst interessiert Diebe in der Regel nicht, „es geht ihnen ums Material“, sagt MaryKate Cleary vom Art Loss Register in London, der weltweit zentralen Adresse für Kunstdiebstahl. 300.000 Kunstwerke sind dort derzeit als vermisst, gestohlen oder geplündert gemeldet. Nach Clearys Einschätzung dürften aktuell mehrere Dutzend Skulpturen aus Deutschland im Zusammenhang mit Metalldiebstahl als vermisst gemeldet sein.

Der Erlös steht dabei meist in keinem Verhältnis zum Kunstwert: Die in Duisburg verschwundene „Pandora“ wird nach Schätzung des Lehmbruck-Museums auf dem Metallmarkt vielleicht ein paar Tausend Euro bringen – falls sie nicht als viel billigerer Metallschrott verhökert wird. Der Versicherungswert ist hingegen auf 100.000 Euro angesetzt. Aber laut Cleary in London haben öffentliche Einrichtungenin Deutschland vielfach Versicherungspolicen, die bei Freiluft-Objekten bei Diebstahl nicht zahlen.

Kupfer steht auf historischem Höchstpreis

STICHWORT
Metalliebstahl nimmt zu

Ob Regenrinnen aus Kupfer, Grabschmuck , Kabeltrommeln oder Brückengeländer: „Metalldiebe schrecken vor nichts zurück“, sagt Frank Scheulen, Sprecher im Landeskriminalamt NRW. Die Statistik zeigt, sie schlagen immer öfter zu: 2010 hat die Polizei in NRW 1500 Fälle von Metallklau registriert. Im Jahr zuvor waren es 1140 Fälle. Auch die Bundespolizei, zuständig für den Bahnverkehr, meldete steigende Zahlen: 2009 gab es 219 Diebstähle. „Bevorzugte Zielobjekte“: Erdungs- und Signalkabel und komplette Schienen. 2010 wurden 269 Delikte gezählt. Vor allem betroffen ist der Bahnverkehr auf der Ruhrschiene zwischen Essen und Dortmund. (dae)

Vor allem Bronzeplastiken sind bei Kunsträubern beliebt, weil sie zum Hauptteil aus Kupfer bestehen – ein Metall, das derzeit auf dem Weltmarkt einen „historischen Höchstpreis“ erreicht: Etwa 10.000 US-Dollar wurden zuletzt auf der Londoner Metallbörse für eine Tonne Kupfer bezahlt, erklärt Ralf Schmitz, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Metallhändler (VDM) in Berlin. Bis 2004 pendelte der Preis noch bei 2000 Dollar. 2005 erlebte die Börse einen ersten Boom – der Kupferpreis verdreifachte sich. Nach einem drastischen Einbruch im Jahr der Wirtschaftskrise 2008 schnellen die Preise nun wieder kräftig in die Höhe – und mit ihnen die Zahlen der Metalldiebstähle (siehe Box).

Zwar hat die Metallbranche mittlerweile ein Warnsystem, um Schrottdiebe aufzuspüren: „Aber bei Kunstwerken hilft das nicht“, meint Ralf Schmitz: „Erst bei Materialmengen ab einer Tonne Gewicht“ mache eine Warnmail Sinn, die an mehrere Hundert Metall- und Recylingunternehmen eurpaweit verschickt wird. Zu den Empfängern gehören laut Schmitz auch Betriebe, die Metall einschmelzen. „Es muss schließlich die Chance bestehen, dass man das Diebesgut auch entdeckt.“ Eine 100 oder 500 Kilo schwere Bronzebüste aber „ist kaum wiederzufinden“, wenn sie von den Dieben zerlegt und unter anderen Schrott gemischt werde.

Bürgerpatenschaften als „soziale Kontrolle“

HINTERGRUND
Beliebte Bronze

Bronzeskulpturen gelten als klassische Skulpturen, das Verfahren ist mehrere tausend Jahre alt, erklärt Claudia Miklis vom Landesmuseum für Kunst und Kunstgeschichte in Münster. Der monumentale Bronzeguss erlebte im 18. und 19. Jahrhundert eine Blüte. Bis heute arbeiten bedeutende Künstler mit dem Bronzeguss. Zumal es ein Stoff mit hoher Haltbarkeit ist, ergänzt Karl-Heinz Brosthaus vom Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl. Ab Ende der 1960er Jahre wenden sich Künstler neuen Materialien und neuen Techniken zu, wie Beton, Aluminium oder Stahl. Bronze besteht aus Kupfer und einem kleinen Teil Zinn. „Die Stoffe kann man problemlos voneinander trennen und recyclen“, heißt es beim Verband der Metallhändler. (dae)

Gottlieb Leinz, stellvertretender Chef des Lehmbruck-Museums und Initiator der Kunst-Abbaus in Duisburg, befürchtet eine „Systematik der Diebe“: In den vergangenen zwei Wochen seien in der Stadt bereits zwei andere Bronzen gestohlen worden – kleinere Tierfiguren, die aber nicht dem Museum gehören. Leinz ruft nun zu mehr „sozialer Kontrolle auf“, will mit der örtlichen Politik ins Gespräch kommen und regt Bürger-Patenschaften für Kunstwerke an.

In Düsseldorf gibt es das bereits, um gegen Vandalismus anzukämpfen, sagt Friedrich Conzen, Bürgermeister und Vorsitzender im Kulturausschuss. Aber nicht um alle Kunstwerke kümmern sich Ehrenamtler. Mit Blick nach Duisburg hält Conzen es „durchaus für überlegenswert, Objekte umzusetzen“. Kunst ins Depot zu verbannen, „das kann es aber nicht sein“, meint der CDU-Politiker.

Auch Karl-Heinz Brosthaus, Chef des Skulpturenmuseums Glaskasten in Marl, mag sich mit diesem Schritt nicht abfinden: „Kunst ist für den öffentlichen Raum bestimmt, es würde der Absicht der Kunstwerke widersprechen, sie einzuschließen“. Gleichwohl sei es auch Aufgabe der Museen ihre Werke zu schützen. In Marl seien immerhin 85 Prozent der 80 Skulpturen, die um das Museum verteilt in der Innenstadt zu sehen sind, aus Metall. Die mächtigste ist eine auf dem Rücken liegende Dampflok des Berliner Bildhauers Wolf Vostell. „La Tortuga“ – Die Schildkröte – heißt die Skulptur. Sein größtes Werk. Dass Diebe darauf mal ‚scharf’ sein könnten hofft Brosthaus nicht: „Sie wiegt 97 Tonnen“. Purer Stahl.

Dagobert Ernst



Kommentare
21.02.2011
17:29
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von berechtigter_Zweifel | #15

... ausweichen.


@ #12 lackdrauf
Duisburg ist eine christliche Hochburg ???
woran soll man das bitte merken?
Wegen des letzten christlich-demokratischen Oberbürgermeisters im Ruhrgebiet?

Der David im Kantpark ist eine Adaption des David in Florenz von Michelangelo, der im Dienste des Vatikans u.a. die sixtinische Kapelle verziert hat.
Was ist an dem David nicht konform mit christlichem Glauben?

21.02.2011
17:22
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von berechtigter_Zweifel | #14

Die Diebe verdienen sicherlich am wenigsten am gestohlenen Schrott.
Die Heeler werden sicherlich die illegale Herkunft der Metalle ausnutzen und den Preis drücken.
Es hat ja auch nicht jeder die Möglichkeit Metalle einzuschmelzen. Da wären polizeiliche Ermittlungen gut angesetzt.
Wird ein Metalldieb gefasst, stehen schon zwei neue parat.

Mir kommt der Verdacht, dass die (dank EU-Niederlassungsfreiheit) selbstständigen Schrottsammler, die tagsüber unterwegs sind, evtl auch nachts unterwegs sein könnten. Da sie auch kein ergänzendes Arbeitslosengeld II bekommen können, sind sie auf jeden Cent angewiesen.

Die Metalldiebe werden sicher nicht reich, es ist anscheinend ein importiertes Armutsproblem, ohne das jetzt bewerten zu können.

Wenn es keine Buntmetalle mehr zu klauen gibt, suchen sich die Kriminellen sicherlich andere Beute.
... oder sie ziehen in die nächste Stadt.

Die Kriminalität bekämpft man mit dem Aktionismus des Lehmbruckmuseums sicher nicht, aber wie soll es sonst sein Eigentum schützen?

Sicherlich werden die Täter auf andere Städte

21.02.2011
13:18
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von rotezhora | #13

Man braucht sich nur in den Städten umzuschauen, dann weiss man warum diese bedauerlichen Kunstplünderungen oder auch alternative Schrott/Flaschensammlungen stattfinden !

21.02.2011
13:09
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von lackdrauf | #12

Bitte umsofortige Entfernung,des Schandfleckes nackten David und vom Volksmund den sogenannten Lebensretter! Einfach nur super Peinlich für eine christliche Hochburg wie Duisburg.

21.02.2011
12:55
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von ha.wi | #11

... Kunstplünderungen in der Geschichte endeten für die betroffen Gesellschaften immer NICHT gut !

... das Abbauen von Öffentlicher Kunst kann nicht die Lösung sein

... vielleicht erst mal eine eine winterfeste Gipskopie - bis sich das schreddern lohnt

21.02.2011
12:39
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von malta | #10

Überlegen wir doch mal ganz neutral, politisch korrekt und, was ganz wichtig ist, unter Einhaltung geltenden Rechts und der hiesigen Geschäftsbedingungen:
Wer würde denn in einer Stadt einen Teil des Kulturgutes entwenden und für seinen eigenen, persönlichen Vorteil missbrauchen?
Das macht ja nicht der durchschnittliche Befürworter und Förderer der betreffenden Kultur. Der würde eher denken, Naja, ist ja schön, so eine Figur - da lasse ich die da mal besser auf der Wiese stehen, damit andere die auch noch ansehen können. Irgendwie geben mir Hintergrund und Werk des Meisters viel und ich bin ja Teil der betreffenden Kultur.

Man kann heute natürlich nicht sicher von der geschilderten Sachlage ausgehen. Es könnte dennoch ein frustrierter Mitarbeiter einer kommunalen Stelle für Kultur entwendet haben. Die betreffende Person hat sicher mittlerweile auch ein schlechtes Gewissen und zieht die freiwillige Rückgabe der Skulptur längst in Betracht.

Es war sicher niemand, der die hiesige Kultur mit Füßen tritt, sie ganz zu seinem eigenen Nutzen verbiegt und missbraucht. Solche Leute gibt es außerdem nur ganz wenige und die sitzen in modernen Gesellschaften, wie der unseren, sicher in Gefängnissen - ganz sicher. Wer sollte so eine Schweinerei also machen? Das machen unreine Tiere – eben Schweine!

21.02.2011
12:25
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von DarkSun | #9

Respekt vor der Totenruhe gab es auch schon damals nicht!

Und Skulpturen und Kunstplünderungen gehen auch bis weit in die Vergangenheit zurück. Nicht für jeden ist der künstlerische Wert offensichtlich.

Von einer Degeneration der Gesellschaft zu sprechen halte ich allerdings für übertrieben. Auf jeden Fall ist es schade. Aber vielleicht sollte man in Zukunft wertvolle Dinge, die der Öffentlichkeit frei zugänglich sind besser sichern. Dies könnte dann im endeffekt günstiger werden!

21.02.2011
12:19
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von ErwinLottermann | #8

Sollten Diebe versuchen die Spitzer-Spirale am Kennedyplatz in Essen zu stehlen, würden viele Passanten wohl gerne und angestrengt wegschauen...
Aber das bitte nicht als Anstifftung zur Straftat mißverstehen, sondern als bittere Ironie.

21.02.2011
12:02
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von BerndBruns | #7

Es ist ein Trauerspiel, wie weit die Degeneration unserer Gesellschaft schon fortgeschritten ist.

Respekt haben die Asozialen noch nicht einmal mehr vor den Friedhöfen.

21.02.2011
12:01
Städte wappnen sich gegen Kunstraub
von mike47441 | #6

Wenn etwas -wertvoll- ist, dann sollte man es durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen sichern.
VERsichern dürfte für in der Botanik unbewacht herumstehende Gegenstände schierig, zumindest aber seeeehr teuer sein.
Also: wegpacken oder absichern.
Sonst: wenn weg, dann weg.

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