MSV-Aufsichtsrat Andreas Peters tritt zurück
MSV, 28.10.2009, Dirk Retzlaff
Auf halber Strecke wirft der 49-Jährige nun das Handtuch. „Es gibt unüberbrückbare Differenzen gegenüber dem Aufsichtsrat”, so Peters, dessen Amtszeit noch bis zum Frühjahr 2011 gedauert hätte.
Peters sprach gestern vom „Verlust des Vertrauens” zu seinen Mitstreitern im Kontrollgremium. Ins Detail wollte der Dinslakener nicht gehen, stellte aber frustriert fest, dass er in dem Gremium nicht viel bewegen konnte.
Mit den Stimmen zahlreicher MSV-Fans hatte sich Peters im Frühjahr 2008 bei der Wahl unter anderem gegen die langjährige Aufsichtsrätin Heike Pauly durchgesetzt. Damals war das Verhältnis zwischen Teilen der Fans und der Vereinsführung angespannt. Peters war mit einem umfangreichen Programm angetreten, beispielsweise die Einrichtung eines Kindergartens oder eines Museums in der MSV-Arena.
Für Peters sind dies indes nicht die zentralen Probleme: „Ich mache mir erhebliche Sorgen um die wirtschaftliche Situation des MSV.” Damit werden sich spätestens im Frühjahr 2010 neue Aufsichtsräte Gedanken machen müssen. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung stehen drei Posten zur Wahl. Ein Comeback schloss Andreas Peters gestern aus. Allerdings hält er es für wahrscheinlich, dass andere Fans kandidieren werden.
Aufsichtsratschef Gerd Görtz war gestern bis zum Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
