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Sparkassen wollen Regulierung der Schattenbanken

04.11.2011 | 22:44 Uhr

Berlin (dapd). Die Sparkassen haben die Ergebnisse des Weltwirtschaftsgipfels in Cannes kritisiert. Er sei "hinter den Erwartungen zurückgeblieben", erklärte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, am Freitag in Berlin. Die Regulierung bei den Schattenbanken sei "nicht von der Stelle gekommen". Die G-20 seien immer noch weit entfernt, von ihrem selbst formulierten Ziel, "dass kein Markt, kein Marktteilnehmer und kein Produkt unreguliert bleiben soll". Außer Prüfaufträgen sei kein Vorschlag zu erkennen, wie die weit fortgeschrittene Regulierung bei den Banken und die unregulierten Schattenbanken in Einklang gebracht werden könnten.

Als Schattenbanken bezeichnet man in der internationalen Diskussion solche Finanzakteure, die nicht von der Finanzmarktregulierung erfasst werden. Gemeint sind damit vor allem Geldmarktfonds, Verbriefungen, Wertpapierleihen und Hedge-Fonds.

Haasis sagte weiter, bei den Schattenbanken sei Eile geboten. "Sonst droht die Gefahr, dass immer mehr Bankgeschäfte in diesen undurchsichtigen Markt abdriften."

Haasis bedauerte auch, dass die G-20 nicht die Konsequenz gezogen hätten, die kleinen Kreditinstitute, die sich gerade in der Krise als Stabilisatoren erwiesen hätten, von den verschärften Eigenkapitalvorschriften (Basel-III) zu befreien. Dass für systemrelevante Banken die Regeln im Vergleich zu Basel-III verschärft würden, sei allerdings angemessen.

dapd

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