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Sparkassen dringen in Tokio auf den Abbau der Staatsschulden

13.10.2012 | 11:16 Uhr

Die deutschen Sparkassen appellieren an die Bundesregierung, die Lösung der europäischen Finanzkrise über die Einrichtung eines Altschuldentilgungsfonds anzugehen. Ein Überschuldungsproblem sei nicht dadurch zu lösen, "dass man Schuldnern die Refinanzierung alter oder gar die Aufnahme neuer Schulden erleichtert", sagte der Präsident des DSGV, Georg Fahrenschon.

Tokio (dapd). Die deutschen Sparkassen appellieren an die Bundesregierung, die Lösung der europäischen Finanzkrise über die Einrichtung eines Altschuldentilgungsfonds anzugehen. Ein Überschuldungsproblem sei nicht dadurch zu lösen, "dass man Schuldnern die Refinanzierung alter oder gar die Aufnahme neuer Schulden erleichtert", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, am Samstag am Rande der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Tokio.

"Eine dauerhafte Lösung ist nur durch Schuldenabbau möglich", betonte Fahrenschon. "Je länger wir das in der Europäischen Wirtschaftsunion hinauszögern, desto teurer wird die Krise für Steuerzahler und Sparer", warnte der DSGV-Präsident. Damit stellt sich Fahrenschon indirekt gegen den unter anderem von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Tokio nachdrücklich verteidigten Regierungskurs zur Bewältigung der Euro-Krise.

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