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Sorge um die Griechen

11.04.2010 | 20:50 Uhr

Jean-Claude Juncker tut so, als sei er stolz: Im März habe der Gipfel die Grundsätze einer möglichen Griechenlandhilfe beschlossen, „noch keine drei Wochen später sind wir in der Lage zu liefern!“

Tatsächlich sind der Chef der Eurogruppe und seine Mitstreiter nicht stolz, sondern besorgt. Der Auftrag, konkrete Details für eine allfällige Kreditstütze zugunsten der Griechen auf den Tisch zu legen, kam nicht vom EU-Gipfel, sondern von den Märkten.

Das ergibt sich schon aus dem Termin der Bekanntgabe: Wenn sich die Eurogruppe am Sonntag zusammenschaltet und noch am selben Tag ihre Frontfiguren vor die Presse schickt, dann nicht aus Freude über zügige Erledigung von Arbeitsaufträgen, sondern weil die Hütte brennt.

Wäre es nach Angela Merkel gegangen, hätte eigentlich schon die kollektive Beteuerung „Im Falle eines Falles stehen wir bereit!“ Mitte Februar reichen sollen, die Spekulationen gegen Athen zu stoppen. Sie reichte nicht, ebenso wenig wie die Konkretisierung im März. Verwundern darf das keinen: Die Euro-Oberen haben der demonstrativen Einigkeit jedes Mal auseinanderlaufende Interpretationen hinterher geschickt, zum Beispiel über die Zinsen für mögliche Griechen-Kredite. Jetzt weiß man es wieder ein Stückchen genauer

Knut Pries

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