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Sicherheitskonferenz: Kompromissvorschlag für Raketenschild

04.02.2012 | 10:26 Uhr

Die Münchner Sicherheitskonferez versucht im Streit zwischen den USA und Russland über den NATO-Raketenschild zu vermitteln. Dazu legte Konferenzleiter Wolfgang Ischinger am Samstag in München ein Bündel von Kompromissvorschläge vor, das eine hochrangige Gruppe der Euro-Atlantic Security Initiative (EASI) erarbeitet hat.

München (dapd-bay). Die Münchner Sicherheitskonferez versucht im Streit zwischen den USA und Russland über den NATO-Raketenschild zu vermitteln. Dazu legte Konferenzleiter Wolfgang Ischinger am Samstag in München ein Bündel von Kompromissvorschläge vor, das eine hochrangige Gruppe der Euro-Atlantic Security Initiative (EASI) erarbeitet hat. Nach Angaben des langjährigen Sekretärs des russischen Sicherheitsrates, Igor Iwanow, geht es darum, das "grundlegende System des Misstrauens" zu überwinden.

Details nannte der frühere US-Senator Sam Nunn, der wie Ischinger und Iwanow an der Arbeit mitgewirkt hatte. Im Kern zielten die Vorschläge darauf ab, die Vorwarnzeiten für Politiker zu erhöhen, um durchdachte Entscheidungen zu ermöglichen. Bei der Raketenabwehr beispielsweise werde eine Bündelung von Sensordaten vorgeschlagen, die in ein gemeinsames Analysezentrum eingespeist werden sollen, um so ein gemeinsames Lagebild zu schaffen.

Die Führung der beiden Raketenschirme blieben dem Vorschlag zufolge in jeweiliger Hoheit. So sei es möglich, geheimbedürftige Daten wie moderne Radaralgorithmen der Sensortechnik weiter zu schützen, sagte Nunn. Dieser befürchtete Technologieabfluss war das entscheidende Gegenargument der USA, ein gemeinsames Abwehrsystem mit Russland zu schaffen.

dapd

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