Scorpions sagen laut Adieu bei den Ruhrfestspielen
13.06.2010 | 13:38 Uhr 2010-06-13T13:38:00+0200
Recklinghausen.Sonnenbrille, Ledermütze, pumpender Hardrock: Routiniert, aber mit ungebrochener Spielfreude geben die Scorpions bei den Ruhrfestspielen vor 8000 Fans ihren musikalischen Ausstand.
„Seid ihr dabeiiiiii?“ Klaus Meine schraubt seine charismatische, beinahe sirenenhafte Stimme höchsten Tonregionen entgegen. Zustimmend johlen die 8000 Fans im Stadtgarten dem kleinen, fast zierlichen Sänger entgegen, der auch an diesem Arbeitstag nicht ohne die obligatorische, lederne Kopfbedeckung vor sein Auditorium tritt. „Es ist schön, mal wieder im Ruhrpott zu sein“, ruft Meine und strahlt zufrieden mit der Abendsonne um die Wette.
Unterdessen lassen seine Bandkollegen ein pumpendes Hardrock-Riff aus den Verstärkern krachen. Dieser Sound hat jahrzehntelang Konzerthallen auf der ganzen Welt beschallt und markiert nun das laute Ende der diesjährigen Ruhrfestspiele. Für die Scorpions wird es gleichzeitig wohl das letzte Gastspiel in der Kreisstadt sein: Nach rund 40 Jahren auf der Bühne wollen sie sich mit der aktuellen Tournee endgültig von ihrem Fans verabschieden.
Abschied von Rockmusiker-Unikaten
Damit werden nicht nur Hits wie die Mauerfall-Hymne „Wind of Change“ in der Musik-Landschaft fehlen, es gilt auch von einigen Rockmusiker-Unikaten Abschied zu nehmen. Neben Frontmann Klaus Meine ist damit vor allem ein unermüdliches Energiebündel namens Rudolf Schenker gemeint. Mit futuristischer Science-Fiction-Brille geschmückt und einem Gesichtsausdruck zwischen Wahnsinn und purer Euphorie rast dieser immer wieder den Laufsteg entlang, der sich bis weit ins Publikum hinein erstreckt.
Der Gitarrist mit dem blondierten Haarschopf hüpft, tanzt, posiert im Beinahe-Spagat und reckt nach jedem Song Arm oder Klampfe triumphierend gen Himmel. Während Schenker der Typ „Turner“ ist, stellt sein Pendant an der Leadgitarre, Matthias Jabs, den Typ „Virtuose“ dar. Er quält seinen Sechssaiter mit dem gesamten Repertoire an Spieltechniken. Mal lässt er emotionsgeladene Licks erklingen, mal fegt er im Turbo übers Griffbrett. Zusammen mit Meines Stimme entsteht so der typische Scorpions-Sound: solider Rock mit eingängigen Gesangslinien.
Akrobatikeinlage beim Gruppen-Posieren
Wenngleich Klaus Meines Organ nicht bei allen Parts das Volumen und den Glanz vergangener Tag besitzt, so gewinnt es im Laufe des zweistündigen Konzerts jedoch merklich an Präsenz. Wenn Meine dann noch beim Gruppen-Posieren eine kleine Akrobatik-Einlage hinlegt, scheint auch Lokalmatador und Castingshow-Entdeckung Thomas Godoj im Publikum beeindruckt zu sein.
Die Scorpions kredenzen ihren Fans vorwiegend Midtempo-Nummern wie „Raised on Rock“ vom neuen Album „Sting in the Tail“ oder Klassiker wie „Rock You Like A Hurricane“. Jedoch wird auch live deutlich, dass die eigentliche Kernkompetenz der Hannoveraner nicht bei amtlichen Rockstücken liegt, sondern vielmehr bei Bombast-Balladen, die mit reichlich Pathos veredelt werden („Send me an Angel“).
Nach ihrem gelungenen Ausstand in Recklinghausen bleibt der Band nur eines zu wünschen: dass sie mit der gleichen Konsequenz, mit der sie ihren Sound in der Welt verbreiteten, an ihrem Entschluss festhalten, das Business hinter sich zu lassen – und nicht wie einige ehemalige Rock-Dinos noch im hohen Alter an denen Bühnenbrettern kleben.
08:11
Ich habe das Konzert zwar nicht gesehen. Aber die letzten beiden Alben der Scorpions (Humanity Tour II und Sting in The Tail) haben mal wieder richtig gerockt – vor allem das aktuelle Album.
Vor allem, weil es sich wohltuend von dem nervenden „Winds Of Change“-Gesülze, das die Scorpions seit 1989 über fast 20 Jahre fast ausnahmslos von sich gegeben haben, abhebt. Bis auf ein, zwei Balladen auf den Alben haben Meine und Co. Sich endlich mal wieder ihren Wurzeln zugewendet – gute Rockmusik zu fabrizieren.
07:49
Hab den Bericht nicht gelesen - die hörn auf?
EEENDLICH!!!
07:37
Ueber Musik laesst sich eben nicht streiten. Die Scorpions liefern auf jedenfall fuer Deutschland soldien Rock, sauber gespielt. Ok, ohne Ueberraschungen, aber wer die Scorpions mag, dem kann das egal sein. Eher auf der weichen Seite des Rock haben die Jungs tolle Lieder geschrieben. Auf virtuoser Seite, oder besser Saite, haette ich mir zum Abschied vielleicht noch mal Michael Schenker gewuenscht. Ansonsten stimme ich mit Wiegand ueberein- ich hoffe die band erfreut sich ihres wohlverdienten Ruhestands, und tun vielleicht was fuer den mulikalischen Nachwuchs.
07:35
Ach ja , die Scorpions .
In den 70iger und Anfang der 80iger Jahre eine Klasserockband .
Seitdem nur noch auf Schlagerniveau und ich Ex - Fan .
23:22
Kommerz-Mainstream!
23:20
Kommerz-Mainstream!
23:20
Kommerz-Mainstream!
23:13
Wie man eine dermaßen erfolgreiche Band hier so abbügeln kann ist mir unverständlich.
Ob man die Musik mag oder nicht ist eine Sache, aber
die Jungs haben bis heute ihre Ausnahmestellung als einer der HM Flagschiffe weltweit bewiesen.
#3 sollte leiber mit seinem rosa Plüschhäschen in die Wanne steigen und sich von seinem Süssen bei Musik von Heintje den Rücken kraulen lassen.
An den Zensor. Werde ich nun wieder gestrichen oder darf das hier mal so stehen bleiben???
21:07
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21:05
Für mich sind die Scorpions immernoch eine der größten Rockbands dieser Welt. Ich bin mit ihrer Musik aufgewachsen und bin ein großer Fan. Das Open-air war HAMMER, die Jungs haben mich mit unverwechselbarer Stimme und Gitarrensolos dermaßen umgehauen... unglaublich. Also ne- nix mit kein Volumen und so!
Auch wenn ich mit meinen 17 Jahren dem Altersdurchschnitt wohl nicht so ganz entsprach- es war einmalig!
Schade, dass ich nicht was eher geboren bin, so hab ich nur ein Konzert erleben können :(
Aber auch das neue Album finde ich geil, die Scorpions sind und bleiben eine Legende.
Sie sind ja nun auch nicht mehr die jüngsten, in dem Alter noch so abzugehen... geil :D
Für alle, die anderer Meinung sind- machts besser.
Gruß Lys