Schlöndorff wollte Franzose sein
14.02.2012 | 22:24 Uhr 2012-02-14T22:24:08+0100Der Regisseur Volker Schlöndorff wollte früher unbedingt als Franzose wahrgenommen werden. 1956, zu Beginn seines dann zehnjährigen Aufenthalts in Frankreich, habe er daher Schnauzbart getragen, sich eine Baskenmütze aufgesetzt, Gauloises geraucht und ein Baguette unterm Arm getragen, sagte der 72-Jährige bei Präsentation seines Films "Das Meer am Morgen" am Dienstag auf der Berlinale.
Berlin (dapd). Der Regisseur Volker Schlöndorff wollte früher unbedingt als Franzose wahrgenommen werden. 1956, zu Beginn seines dann zehnjährigen Aufenthalts in Frankreich, habe er daher Schnauzbart getragen, sich eine Baskenmütze aufgesetzt, Gauloises geraucht und ein Baguette unterm Arm getragen, sagte der 72-Jährige bei Präsentation seines Films "Das Meer am Morgen" am Dienstag auf der Berlinale. Er habe nicht als junger Deutscher, sondern junger Franzose wirken wollen.
"Ich versuchte mich zu assimilieren", sagte Schlöndorff. Seine Freunde hätten ihn dann aber darauf aufmerksam gemacht, wie deutsch gerade dieser Versuch sei.
Der Film, der in der Sektion Panorama läuft, schildert den Mord an einem Wehrmachtsoffizier 1941 in Frankreich und den anschließenden Massenmord der Nazis. Die Produktion basiert unter anderem auf einem Report des damaligen Wehrmachtsoffiziers Ernst Jünger.
dapd