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Schäuble: Geldpolitik kein Instrument zur Staatsfinanzierung

05.09.2012 | 21:21 Uhr

Am Vorabend der Tagung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main kritisiert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Weitergabe von Interna aus Sitzungen der Währungshüter.

Mainz (dapd). Am Vorabend der Tagung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main kritisiert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Weitergabe von Interna aus Sitzungen der Währungshüter. Es sei problematisch, wenn Einzelheiten und Abstimmungsergebnisse von Sitzungen der EZB in die Öffentlichkeit gelangten, sagte Schäuble am Mittwoch dem "Heute Journal" des ZDF. "Spekulationen 'wer mit wem' sind dem Ansehen der EZB nicht zuträglich", sagte er.

Medien hatten berichtet, dass Bundesbankpräsident Jens Weidmann mit seinem Widerstand gegen den Kauf von Staatsanleihen krisengeschüttelter Euro-Staaten im EZB-Rat allein stehe und sich deshalb mit Rücktrittsgedanken getragen habe.

Schäuble betonte, Aufgabe der EZB sei nicht die Finanzierung der Staatsverschuldung, vorrangige Aufgabe sei nach wie vor, für Preisstabilität zu sorgen. Jede Forderung, die Verschuldung der Staaten der Eurozone mit der Notenpresse überwinden zu wollen, lehnte Schäuble ab.

( Schäuble-Interview: http://www.heute.de/ )

dapd

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Kommentare
06.09.2012
08:22
Schäuble: Geldpolitik kein Instrument zur Staatsfinanzierung
von Flinn1 | #1

"Schäuble betonte, Aufgabe der EZB sei nicht die Finanzierung der Staatsverschuldung..."

Ja das hat er gesagt. Und der Zuschauer denkt - super, dass die das nicht machen finde ich auch gut.

Allerdings denkt der Zuschauer das, während die EZB das schon längst macht und Herr Schäuble das bestreitet, so dass die Moderatorin dreimal nachfragen muss.

Das muss man sich mal vorstellen: Ein Bundesminister lügt offensichtlich, während die halbe Nation am Fernseher zuschaut.

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