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Provokateur

Sarrazin wettert weiter gegen den Islam

26.08.2010 | 13:01 Uhr
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin soll aus der SPD ausgeschlossen werden.

Berlin.Der in die Kritik geratene Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin wettert weiter gegen den Islam und muslimische Migranten. Nun erwägt die Berliner SPD ein neues Parteiausschlussverfahren gegen ihn.

Hintergrund für den Plan, SPD-Mitglied Sarrazin aus der Partei zu werfen, sind dessen erneute Provokationen. So schreibt der 65-Jährige in einem neuen Vorab-Auszug aus seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“, dass es in ganz Europa „mit guten Gründen“ Vorbehalte gegen Muslime gebe.

„Übergang zur Gewalt ist fließend“

Am Donnerstag veröffentlichte die „Bild“ neue Buchpassagen, in denen Sarrazin schreibt: „Bei keiner anderen Religion ist der Übergang zu Gewalt, Diktatur und Terrorismus so fließend.“ Keine andere Migrantengruppe sei „so stark wie die muslimische mit Inanspruchnahme des Sozialstaats und Kriminalität verbunden“. Und: Keine andere Religion trete in Europa „so fordernd“ auf und betone in der Öffentlichkeit so sehr ihre Andersartigkeit, „insbesondere durch die Kleidung der Frauen“, moniert Sarrazin weiter.

Zugleich bemängelt er das „Heiratsverhalten“. Nur drei Prozent der jungen Männer mit türkischen Migrationshintergrund in Deutschland heirateten eine Deutsche. Als Erklärung hat Berlins Ex-Finanzsenator unter anderem parat: „Die „besseren“ deutschen Mädchen lassen sich nicht auf jemanden ein, den sie im Bildungssystem als „Loser“ wahrnehmen.“

„Mangelhafte Bildungserfolge und hohe Kriminalitätsrate“

Türkischstämmige Migranten in Deutschland ehelichten daher zu 60 Prozent „Importpartner“ aus der Türkei - darunter viele Analphabeten. „Häufig sind es Vettern und Cousinen. Ganze Clans haben eine lange Tradition von Inzucht und entsprechend viele Behinderungen“, schreibt Sarrazin.

Auch die Ursachen hoher Kriminalitätsraten unter den türkischstämmigen Migranten hat der Sozialdemokrat analysiert: Die „zum großen Teil arbeitslosen männlichen Familienoberhäupter“ könnten gegenüber ihren Söhnen nicht mit dem Prestige des Ernährers auftreten. „Um so eifriger vermitteln sie dem männlichen Nachwuchs übersteigerte Vorstellungen von einer tapferen, um der „Ehre“ willen jederzeit gewaltbereiten Männlichkeit.“ Hinzu kämen mangelhafte Bildungserfolge und sexuelle Frustration.

SPD-Chef Gabriel legt Sarrazin den Rücktritt nahe

Solche Äußerungen will die Berliner SPD nun nicht mehr hinnehmen - und strebt ein erneutes Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin an. Es werde jetzt geprüft, ob es neue Anhaltspunkte für einen Rauswurf gebe, sagte der Berliner SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller am Donnerstag dem RBB-Inforadio. Er verwies auf das Urteil der SPD-Schiedskommission vom März, wonach weiter geprüft werden müsse, wie sich Sarrazin in der Partei verhalte und eventuelle weitere Thesen formuliere.

Die Landesschiedskommission hatte wegen vorangegangener Äußerungen Sarrazins einen Parteiausschluss seinerzeit abgelehnt, zugleich aber betont, dies sei „kein Freifahrtschein für alle künftigen Provokationen“.Wegen der jüngsten Äußerungen haben SPD-Chef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles Sarrazin den Rücktritt nahegelegt. (ddp/afp)

DerWesten

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Kommentare
26.08.2010
16:38
Blockierter Kommentar.
von I am proud to be a Gutmensch | #105

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26.08.2010
16:35
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von Bepe | #104

Warum regen sich viele auf?
Sarrazin hat recht.

26.08.2010
16:33
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von derpaluarder | #103

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26.08.2010
16:32
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von RitterKokosnuss | #102

@dr.einstein: Ruhig Blut, die SPD sollte gegen die Provokateure einfach sachlich und hart an der Sache argumentieren. Offensichtlich gehen denen aber die Argumente aus, bzw. viele der hier Postenden haben Recht, dass sie als SPD-Wähler (z.B. aus Altenessen, soviel SPD war selten, treue Leute) sich allein gelassen fühlen. Und da hilft manchmal eben die Provokation, damit die abgehobene SPD-Zentrale mal das Blinken auf dem Planeten wieder wahrnimmt! Vielleicht hat der Herr Sarazin nur das Wetterleuchten an der Basis gesehen.....
Und das der kleine SPD-Wähler ein bischen, sagen wir mal moralisch und ängstlich und explosiv ist, das hat die Partei doch stets ausgenutzt, wenn es gegen die Konkurrenz ging. Jetzt geht es gegen sie selbst.

26.08.2010
16:14
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von Marcel1977 | #101

@ I am proud to be a *********:
Man könnte das ja psychologisch erklären............

Ja bitte, erklären sie mal psychologisch warum sie überhaupt nicht merken das sie genau das tun was sie Herrn Sarrazin vorwerfen - jemanden auf seine Herkunft reduzieren.

26.08.2010
16:08
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von I am proud to be a Gutmensch | #100

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26.08.2010
16:07
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von Marcel1977 | #99

@Gast40:
Sehr schöner Beleg dafür, wie weit man es hier als Zugewanderter bringen kann wenn man sich integriert - bis zum Bundesbankvorstand.

26.08.2010
16:06
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von dr.einstein | #98

@89 von RitterKokosnuss

Ich muss Ihnen da energisch widersprechen. Diese Art der Provokation macht eine sachliche Debatte über das Integrationsproblem quasi unmöglich.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass eine Partei Provokationen einzelner Mitglieder wie Sarrazin oder Clement aushalten muss, wenn diese so eindeutig sozialdemokratischen Grundsätzen widersprechen. Die Verächtlichmachung von Hartzis und Migranten kann nicht Politik einer sozialdemokratischen Partei sein.

Dass die SPD sich des Themas Integration in sachlicher Weise annehmen sollte, ist eine ganz andere Sache.

26.08.2010
16:06
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von Benkelberg | #97

(Die Zahl der Frauen, die empört reagieren, wenn ich mich weigere, lange Informationen telefonisch entgegenzunehmen, wobei der Ärger daher rührt, dass sie kaum schreiben und sich ausdrücken können, nimmt rapide zu)

26.08.2010
16:06
Sarrazin wettert weiter gegen den Islam
von nichlinx | #96

@93
Herr Sarrazin hat nichts gegen Angekommene, die Wurzeln spielen überhaupt keine Rolle.
Er meutert gegen die, die in unserem Land auf unsere Kosten nach ihren eigenen Gesetzen leben wollen. Die, die sich solidarisch geben, sind willkommen.

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