Sarrazin gefährdet Karriere des Bundesbank-Chefs
02.09.2010 | 15:50 Uhr 2010-09-02T15:50:00+0200Frankfurt.Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin bringt mit seinen Thesen zur Integration auch den Traumjob seines Chefs in Gefahr. Axel Weber will EZB-Chef werden. Die Causa Sarrazin wird für ihn zur Nagelprobe.
Nicht nur für Thilo Sarrazin , sondern auch für Bundesbank-Präsident Axel Weber geht es um die berufliche Zukunft. Denn Weber will Nachfolger von Jean-Claude Trichet auf dem Chefsessel der Europäischen Zentralbank (EZB) werden – und das geht nur, wenn er sich zuvor keine Schlappe bei der Führung der Bundesbank leistet.
Sarrazin sieht sich wegen seiner umstrittenen Thesen mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Zudem sorgte er mit Interview-Äußerungen für Empörung, Juden teilten ein „bestimmtes Gen“. Bundespräsident Christian Wulff hat der Bundesbank indirekt die Trennung von dem 65-Jährigen nahegelegt. Die Notenbank hatte den früheren Berliner Finanzsenator zu Wochenbeginn bereits gerügt und ihn später zum Rapport bestellt. Eine Entscheidung über die berufliche Zukunft Sarrazins soll am Donnerstag bekanntgegeben werden.
EZB-Entscheidung in einem Jahr
In gut einem Jahr – am 31. Oktober 2011 - wird der wichtigste Posten in Sachen Geld und Zinsen frei, den man als Europäer erreichen kann. Nach dem Niederländer Wim Duisenberg und dem Franzosen Jean-Claude Trichet ist die Bundesregierung überzeugt, dass die Zeit für eine deutsche Besetzung gekommen ist. Geschickt sorgten Berliner Diplomaten bereits dafür, dass als Vize-Präsident ein Portugiese gewählt wurde – Vitor Constancio. Denn dadurch sind die Chancen des Italieners Mario Draghi, des Hauptrivalen von Weber als Kandidat für das Amt des obersten Euro-Managers, merklich gesunken. Aus Proporzgründen ist ein Führungsduo mit zwei Club-Med-Europäern unwahrscheinlicher als ein gemischtes Nord-Süd-Doppel.
Entschieden ist die Sache allerdings noch lange nicht. Die Deutschen können zwar auf Unterstützung der Franzosen hoffen, die sich ihrerseits versprechen, dass im Gegenzug ein Franzose auf dem dann frei werdenden Sitz des Euro-Chefvolkswirts Jürgen Stark Platz nehmen darf. Weber braucht allerdings die einvernehmliche Unterstützung aller Euro-Staats- und Regierungschefs. Und die könnte schwinden, wenn es ihm nicht gelingt, die Bundesbank aus den Schlagzeilen zu halten.
21:31
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20:35
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18:52
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18:42
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18:40
Wenn ihn jetzt auch noch die rauswerfen,die ihn
einst hochjubelten nur weil er das aussprach,
was die meisten im Land denken,sollte man
um diese Partei künftig einen grossen Bogen
machen!
18:07
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18:01
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18:00
Wer bitte schön kann den noch diesen Rechtsradikalen Sarazhene noch ERNST nehmen.
Man verfolge nur mal seine Hasstiraden,dieser Mann ist über wie ein Kropf und Gott sei Dank gibt es in Deutschland auch noch Bürger die keinen Arier Gen in sich haben.
17:51
Wenn man den oben stehenden Artikel liest ,dessen Thema verinnerlicht hat und dann anschließend die sich darauf beziehenden Kommentare bemüht ist zur Kenntnis zu nehmen ,dann fallen einem meherere Tatsachen sofort auf.
Die meisten Kommentatoren versuchen ihrer rechten Gesinnung dadurch Rechnung zu tragen ,dass sie bei der Postenverteilungsjägerei munter und willig im Sinne des Artikels mitmachen.
Negativ zwar im Tenor nach dem Motto ,wenn unser neuer geistiger ,rechtskonservativer Populistenführer sarraziniert ,dann hat dies aus angeblichen ,demokratischen Gründen personalpolitisch keine negativen Folgen zu zeitigen.
Aber man macht unkritisch mit.
Was kommentiert man denn dann eigentlich?
Den Artikel ,dessen Inhalt ,die Tatsache von den ökonomischen Folgen vieler Nichtentscheidungen des Herrn Weber in seiner bisherigen Amtszeit keine Ahnung zu haben?
Und welche negativen Folgen der Sarrazinaden in welcher Hinsicht bedauert man denn konkret?
Herr Weber -um dessen angeblich gefährdete Karriere -wegen der Sarrazinaden seines Vorstandskollegen - es hier geht ,um Herrn Weber muss man sich doch keine Sorgen machen.
Herr Weber hat ja schon vor dem Fall Sarrazin bewiesen ,dass folgenschwere Fehleinschätzungen unseres obersten Geldhüters in Sachen Finanzkrise von Ihm erfolgreich ausgesessen werden können.
Insoweit stellt sich doch wohl die Frage warum in rechtsnationalen bis neoliberalen Kreisen nicht darüber diskutiert wird -schließlich suggerieren diese patriotischen Rechtsdenker um das Wohl des deutschen Volkes besorgt zu sein - ob Herr Weber fachlich ,inhaltlich aus der Interessenlage der einheimischen Bevölkerung eigentlich der richtige Mann für den Posten ist?
Nun hat doch eine Kommentierung den Sinn Stellung zu beziehen.
Wenn möglich inhaltlich.
Soll bzw. muss man davon ausgehen ,dass man in politischen Rechtsausleger-Kreisen sich zwar stark für die Grundlagen der Eugenik interessiert ,aber von ökonomisch -geldpolitischen Zusammenhängen und den sozial-gesellschaftlichen Folgen bei entsprechenden Fehlentscheidungen herzlich wenig - bis Null - Ahnung hat?
Wie würde denn dann eine reale Politikverwirklichung für Deutschland durch diese Kreise aussehen?
Wie historisch bezüglich einer anderen Bevölkerungsgruppe schon belegt?
Ja ,und was ist denn nun mit den realen Lebensbedingungen der einheimischen Menschen in Bezug auf die Geldpolitik des möglicherweise künftigen EZB-Chefs?
Soll er die Leitzinsen senken ,ist man mit der bisherigen Politik der EZD einverstanden in konservativ -rechten bis neoliberalen Kreisen?
Was und welche Folgen haben das EU-Entsendegesetz für die einheimischen Menschen ,egal welcher ethnischen Herkunft in unserem Land?
Fragen über Fragen .
Aber ich habe schon bemerkt : Von rechts hört man nur das Gestammel Blubo...Blubo ...und noch mal Blubo.
Die politische Verdummung in diesen angeblichen nationalen und rechtskonservativen Kreisen entspricht offensichtlich der Qualität unserer derzeitigen ,angeblichen Elite in Politik und Finanzwirtschaft.
17:46
Jap, wenn man Herrn Sarrazin rausschmeißt hat die Bundesbank ein Problem. Wer kann die denn dann noch ernst nehmen?