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Röttgen sieht Versorgungssicherheit trotz Energiewende gewährleistet

04.02.2012 | 19:50 Uhr

Die Stromversorgung in Deutschland wird nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen auch unter härtesten Bedingungen nicht durch die Energiewende gefährdet. "Gerade in diesen extrem kalten Tagen zeigt sich, dass die erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit und Stabilität schaffen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Berlin (dapd). Die Stromversorgung in Deutschland wird nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen auch unter härtesten Bedingungen nicht durch die Energiewende gefährdet. "Gerade in diesen extrem kalten Tagen zeigt sich, dass die erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit und Stabilität schaffen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Der Ausbau von Wind und Solar zahle sich aus. Die Einschätzung der Netzbetreiber, wonach es trotz der Kälte und der Stilllegung von acht älteren Atomreaktoren genug Strom gebe, zeige, "dass Horrorszenarien, nach denen die Stromversorgung zusammenbricht und die Preise explodieren, unseriös sind", sagte Röttgen.

Derweil wirft der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel der Bundesregierung Versagen in der Energiepolitik vor. "Die Energiewende fährt gerade mit Hochgeschwindigkeit vor die Wand", sagte Gabriel dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Deutschland habe keine Planung für Stromspeicher, der Netzausbau gehe nicht voran. Auch für Energieeffizienz werde nichts getan. "Nichts von dem, was Deutschland braucht, um den Atomausstieg hinzubekommen, wird umgesetzt", sagte er. Derzeit erlebe man "schlechtes politisches Handwerk".

Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, bemängelte die politische Organisation der Energiewende. So zahle die deutsche Industrie trotz staatlicher Ausnahmeregeln "mit die höchsten Strompreise in Europa", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Diese enormen Kostenunterschiede führten dazu, "dass in Deutschland Arbeitsplätze verschwinden". Eine Energiewende könne nicht politisch bewirkt werden. "Die Umsetzung muss in der Wirtschaft passieren, bei den Unternehmen, die investieren", sagte Keitel.

dapd

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