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Religiöser Irrsinn - von Matthias Korfmann

16.02.2012 | 18:01 Uhr

Steinzeit-Islam trifft auf Facebook-Generation, und das Ergebnis ist schrecklich. Aus der Perspektive von aufgeklärten Menschen sogar der helle Irrsinn. Hamsa Kaschgari, ein junger Mann aus Saudi-Arabien, „twittert“ ein paar harmlose Zeilen über den Propheten und muss nun das Schlimmste fürchten. Zigtausende wünschen ihm den Tod. Das ist das hässlichste Gesicht, das Religion zeigen kann. Verblendung spricht daraus, Menschenfeindlichkeit, bizarrer Hass.

Der so Verfolgte braucht unsere Solidarität. Die Öffentlichkeit muss hinsehen, muss drängen und rufen, um ein Verbrechen zu verhindern. Hamsa Kaschgari und all jene, die unbemerkt Ähnliches erleiden, haben das Recht dieser Welt auf ihrer Seite. Die Zahl ihrer offiziellen Fürsprecher indes ist klein.

Denn Saudi-Arabien gilt, diplomatisch gesehen, als Freund des Westens. Als verlässlicher Geschäftspartner und Abnehmer deutscher Waffen. Deutschland stellt die Diktaturen in Iran und Syrien infrage, nicht aber diesen extrem autoritären Unrechtsstaat, der Lichtjahre von den demokratischen Aufbrüchen in Ägypten und Tunesien entfernt ist. Der junge Blogger passt nicht in diese Steinzeit. Er ist sogar der Anfang von ihrem Ende.

Matthias Korfmann

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Kommentare
16.02.2012
22:35
Religiöser Irrsinn - von Matthias Korfmann
von Jean_Fairtique | #1

Na und?
Es ist ALLES bekannt.
Bei uns wird ja immer noch, selbst von unbedarften Politikern, vorgetragen, dass Islam Frieden bedeutet.
Selbst der arabische Frühling wird in einer arabischen Eiszeit enden.
Wetten?

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