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Rauchverbot schadet Gaststätten offenbar nicht

01.03.2012 | 15:12 Uhr

Gastronomen verzeichnen durch ein verschärftes Rauchverbot keine Umsatzeinbußen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, die Martina Pötschke-Langer vom Institut am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag vorstellte.

Düsseldorf (dapd-nrw). Gastronomen verzeichnen durch ein verschärftes Rauchverbot keine Umsatzeinbußen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, die Martina Pötschke-Langer vom Institut am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag vorstellte. Danach sind Umsätze und Beschäftigtenzahlen im bayerischen Gastgewerbe nach der Einführung des verschärften Nichtraucherschutzgesetzes im Jahr 2010 sogar teilweise gestiegen.

Anderslautende Zahlen seien von Lobbygruppen in den Umlauf gebracht worden und hätten sich als unseriös herausgestellt, sagte Pötschke-Langer. Demnach werden auch "Angstkampagnen" gegen das geplante Nichtraucherschutzgesetz in NRW von der Tabaklobby finanziell unterstützt. Aktivisten, die vorher in Bayern gegen das Gesetz vorgingen, seien jetzt in Nordrhein-Westfalen aktiv.

"Wir haben ganz klare Daten aus Bayern", sagte Pötschke-Langer weiter. Die Zahlen bestätigten zudem Ergebnisse aus dem Ausland. Die Umsätze in der Gastronomie seien häufig gestiegen, die Beschäftigtenzahlen stabil geblieben. Von einem flächendeckenden Kneipensterben könne keine Rede sein. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest habe alles reibungslos geklappt.

Untersuchungen aus anderen Ländern hätten zudem ergeben, dass Mitarbeiter in gastronomischen Betrieben einer großen Gesundheitsgefahr ausgesetzt seien. "In einem anderen Betrieb müssten die Mitarbeiter bei dieser Schadstoffbelastung Atemschutzmasken tragen", sagte Pötschke-Langer.

Thorsten Hellwig vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW bestätigte, dass es "bei bestimmten Betriebstypen zu Umsatzsteigerungen kam", zweifelt jedoch an der Aussagekraft der Zahlen aus Bayern für Nordrhein-Westfalen. Im Rheinland und im Ruhrgebiet herrsche eine andere Kneipenkultur als im Süden, sagte Hellwig.

dapd

dapd

Kommentare
06.03.2012
15:53
50 % d. Kneipengäste (Raucher) ständig vor die Türe zu schmeißen! - Umsatzfördernd????
von Jochen45 | #5

Jeder kann selbst überlegen: Gäste müssen beim totalen Verbot vom Wirt ständig vor die Tür verwiese werden, bei Kälte, Regen, Sturm und Eis u....
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1 Antwort
"Ca. 60 % d. Kneipengäste sind Raucher"
von Catman55 | #5-1

Ist das so? Dann vermutlich aus dem Grund, warum ich als Nichtraucher auch nicht in eine verrauchte Kneipe gehe.

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Rauchverbot schadet Gaststätten offenbar nicht
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http://www.derwesten.de/nachrichten/rauchverbot-schadet-gaststaetten-offenbar-nicht-id6416648.html
2012-03-01 15:12
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