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Prinzessin Mette-Marit begeistert über Munch in Frankfurt

08.02.2012 | 22:23 Uhr

Für einen Rundgang über die Ausstellung "Edvard Munch. Der moderne Blick" in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main hatte Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit am Mittwochabend nur eine halbe Stunde Zeit. Die 38-jährige Ehefrau von Thronfolger Haakon musste wegen des Nachtflugverbots rechtzeitig raus zum Flughafen.

Frankfurt/Main (dapd-hes). Für einen Rundgang über die Ausstellung "Edvard Munch. Der moderne Blick" in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main hatte Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit am Mittwochabend nur eine halbe Stunde Zeit. Die 38-jährige Ehefrau von Thronfolger Haakon musste wegen des Nachtflugverbots rechtzeitig raus zum Flughafen. Der gezeigte künstlerische Facettenreichtum ihres Landsmanns habe sie begeistert, sagte die Prinzessin, die zur 200. Ausstellungseröffnung in der Geschichte der Schirn nach Frankfurt gekommen war. Die Munch-Schau in der Kunsthalle öffnet Donnerstag (9. Februar) ihre Türen.

Den großen Edvard Munch (1863 bis 1944), Wegbereiter des Expressionismus, in der Schirn von seiner vielgestaltigen Seite zu zeigen ist das Konzept der Kuratoren. Die Ausstellung läuft in Frankfurt bis zum 13. Mai und entstand in Zusammenarbeit mit dem Osloer Munch-Museum und dem Centre Pompidou in Paris, wo sie bis Januar gezeigt wurde. Rund 130 Werke des Norwegers, darunter 60 Gemälde, eine Reihe von Fotografien und vier von ihm selbst gedrehte Kurzfilmchen, sind in der Kunsthalle zu sehen.

Munch als Fotograf und Cineast

"Munch war kein Maler der Moderne, aber ein moderner Künstler", sagte Kuratorin Angela Lampe am Mittwoch. "Diese These verdeutlichen wir in der Ausstellung." Zeitgenössischen Kritikern, die der Fotografie Kreativität absprachen, setzte der Norweger gezeichnete Selbstbildnisse entgegen, die in ihrem Schattenspiel den Ausdruck einer Kameraaufnahme widerspiegeln. Neben solchen Abbildern und Munchs eigenen Fotografien zeigt die Schirn auch Gemälde, bei denen der Künstler gezielt die Perspektive einer laufenden Filmkamera aufgriff.

"Von diesem neuen, weiter gefassten Blick auf das Gesamtwerk sind wir begeistert", sagte am Mittwoch Stein Olav Henrichsen, Direktor des Munch-Museums in Oslo. "Diese Ausstellung ist substanziell." Die Prinzessin habe sich "extrem interessiert" gezeigt, berichtete Schirndirektor Max Hollein nach seinem gemeinsamen Munch-Rundgang mit Mette-Marit. Die Prinzessin kommentierte freudig: "Ich bin heute stolz auf diesen Norweger."

dapd

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