Polizisten sollen Demonstranten verprügelt haben
13.09.2009 | 17:59 Uhr 2009-09-13T17:59:00+0200
Berlin. Die Demo für mehr Datenschutz in Berlin hat für zwei Polizeibeamte ein unangenehmes Nachspiel. Sie sollen Demo-Teilnehmer verprügelt haben. Die Polizei hat inzwischen ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Im Internet kursiert ein Video, das die Männer schwer belastet.
Die Berliner Polizei hat ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen zwei Beamte eingeleitet, die auf der Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung am Samstag Teilnehmer verprügelt haben sollen. Das teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Dieses Ermittlungsverfahren werde «mit Vorrang» geführt, hieß es.
Zuvor hatten die Organisatoren der Demonstration «Freiheit statt Angst» die lückenlose Aufklärung der Polizeiaktion am Rande ihres Aufzuges gefordert. Sie bezogen sich dabei auf ein im Internet verbreiteten Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Fahrradfahrer und eine weitere Person von Polizeibeamten geschlagen werden. Das Organisationsteam erklärte am Sonntag: «Wir sind bestürzt über diesen Vorfall. Uns ist völlig unverständlich, wie die Polizei so agieren konnte.»
37-Jähriger wurde ins Krankenhaus gebracht
Die Polizei geht nach Angaben ihres Sprechers von der Echtheit der Aufnahmen aus. Das Strafverfahren betreffe zwei auf der Videosequenz zu sehende Beamte, sagte ein Sprecher auf ddp-Anfrage.
Zu der im Internet dargestellten Situation erklärte die Polizei, dass rund 700 Angehörige eines «antikapitalistischen Blocks» während des Aufzugs von der Strecke abweichen wollten. Dies sei von Polizeibeamten verhindert worden. Von einem Lautsprecherwagen sei daraufhin zu Straftaten aufgerufen worden. Als Beamte diesen Wagen überprüfen wollten, seien sie vereinzelt mit Flaschen angegriffen worden.
Zudem habe ein 37-Jähriger die Polizeimaßnahmen «anhaltend gestört». Nachdem diesem Mann wiederholt erfolglos ein Platzverweis ausgesprochen worden sei, hätten ihn Beamte festgenommen. Daraufhin habe ein Unbekannter versucht, ihn zu befreien. Das hätten Beamte «mit einfacher körperlicher Gewalt» verhindert. Der Unbekannte habe sich entfernt. Der bei seiner Festnahme im Gesicht verletzte 37-Jährige sei in ein Krankenhaus gekommen, hieß es weiter.
Veranstalter: Bis zu 25.000 Demonstranten
Zu der Demonstration, die vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung initiiert worden war, kamen nach Veranstalterangaben bis zu 25 000 Teilnehmer. «Wir sind froh darüber, dass wir eine breite, friedliche Demonstration erlebt haben», erklärten die Initiatoren. Die Polizei, die mit rund 900 Beamten im Einsatz war, sprach von etwa 10 000 Demonstranten. Nach ihrer Einschätzung ist der Aufzug «weitgehend störungsfrei» verlaufen. 19 Personen seien vorläufig festgenommen worden, vor allem wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands.
Die Veranstalter monierten hingegen, dass es Erkenntnisse darüber gebe, dass Polizisten auf die rechtmäßige und legitime Frage nach ihrer Dienstnummer mit Gewalt reagiert hätten. Es lägen weitere Hinweise über «zumindest unverhältnismäßiges Vorgehen der Polizei» vor, die nun ausgewertet würden. Zudem bezeichneten es die Demonstrationsveranstalter als «nicht akzeptabel», dass entgegen der Absprache systematisch Teilnehmer der Demonstration durchsucht worden seien.
Auf der Demonstration, die von einem Bündnis aus 167 Organisationen, darunter Parteien, Gewerkschaften, Berufsverbände sowie Attac und der Chaos Computer Club unterstützt worden war, hatten mehrere Redner die zunehmende Überwachung durch Staat und Wirtschaft kritisiert. Der Protest richtete sich unter anderem gegen das Gesetz über Internetsperren sowie die Vorratsdatenspeicherung. (ddp)
02:22
Mit der Faust in das Gesicht schlagen geht gar nicht, weder als Normalobürger und schon gar nicht als Polizist.
Man kann die Sache daher in keinster Weise relativieren oder entschuldigen.
Was man aber schon vorher konsequenter Weise hätte machen sollen als Polizei?!
Unser blauer T-Shirt Sympatikus wurde letztlich wie das vorstehende Video beweist lediglich mit seinem Fahrrad angeschoben, weil er zwischen dieser leider sehr saloppen Absperrung hindurchfuhr.
Daraufhin riss er in querulanter, lauter Art den Hals auf, um die Beamten dort natürlich in Rage zu bringen.
Dienstnummer, Namen, pp.?? wurden ungerechtfertigt eingefordert, für was?
Der typische Querulant, falsche Verdächtigung, Vortäuschen einer strafbewährten Handlung vermeintlich disziplinarisch vorzuwerfendes Fehlverhalten bis zu diesem Zeitpunkt?
Alles Fehlanzeige.
Wieso packen die den nicht in diesem Moment von der Straße wegen Störung von Amtshandlungen und lassen ihn erst einige Stunden nach Auskühlung aus dem Hotel Glietsch wieder heraus??????
Genau dieses Sache lassen sich viel zu viele Polizisten auf den bundesdeutschen Straßen gefallen, aufgrund dessen auch immer mehr der Respekt von der Polizei sinkt.
Es passiert ja ohnehin nichts wenn man diese beleidigt oder ungerechtfertigt anpöbelt.
Die Polizisten hätten es selbst in der Hand gehabt sich und ihren Koll. zeitnah Respekt zu verschaffen.
Arm auf den Rücken und sauberer, schneller Abtransport in die vorbenannte Unterkunft zum Überdenken des eigenen Fehlverhaltens.
Was passiert? Sie lassen ihn erst weglaufen, um dann wie hier schon vielfach zu Recht gesagt, mit mehreren gemeinsam, zudem mit Schlägen in das Gesicht festzunehmen.
Schlechte Polizeischule!
Schlecht für alle anderen Polizisten in Deutschland die nunmehr mit diesen Berliner Einzelschläger über einen Kamm geschert werden.
12:15
Es mag durchaus sein, dass die Polizisten aus den Berliner Hundertschaften deutlich unentspannter auftreten, als andere. Aber die Beamten aus Berlin kriegen auch mit am meißten ab. Irgendwann stumpft man ab und fährt auf der Null-Toleranz-Schiene.
Es ist natürlich zu verurteilen, was dort passiert ist. Nur komisch dass sich die Demonstranten mit den Kameras immer in der Nähe der Ordnungshüter aufhalten. Es wird regelrecht auf einen derartigen Vorfall gewartet, wenn nicht sogar provoziert.
Warum filmt nie einer die Chaoten auf den Demos, bevor sie sich die Sturmhauben aufsetzen und fordern eine Strafverfolgung wegen derer Taten? Hauptsache die Polizisten werden wieder als Personen dargestellt, die direkt draufknüppeln. Was vorher schon alles gelaufen ist, wird dabei außen vor gelassen. Aber man hat wieder einen Grund (erzwungen?), ACAB zu propagieren.
Auch dieses Video ist nur eine Momentaufnahme, die aus dem Kontext gerissen ist.
15:34
SOLLEN ?????????????????????????????????????????????????????????
15:03
Die Angriffe der Berliner Polizei gegen gewaltlose Demonstranten der Bürgerrechtsbewegung im Rahmen der Freiheit statt Angst-Demonstration am 12. September 2009 in Berlin sind leider nur ein Zacken in der Krone den sich die dortigen Einsatzstaffeln in den vergangenen Jahren selbst geschmiedet haben. Die oft handgreiflichen und leider mitunter auch gewalttätigen Einsätze der Polizeibeamten aus Berlin haben leider eine lange und traurige Geschichte.
Einfach mal nach 22. oder 23. EHU Einsatzhundertschaft googeln
15:02
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14:57
Wir hatten eine Demo organisiert, mit Leuten von 2-85 Jahren.
Die zwei freundlichen Polizisten die als Ordnungskräfte da waren, haben sich sogar für das Thema interessiert und sich ansonsten gelangweilt.
Mit Aggression kommt keine Botschaft an!
Die in Berlin ausgerasteten Polizisten haben Ihren Kollegen keinen guten Dienst erwiesen.
Demonstranten die ausraten bringen ebensowenig Ihre Ziele voran.
11:00
@ knoetter- bzw. ****kopf:
In dem Video sind die Beamten ohne Helm usw. unterwegs - es deutet kaum etwas darauf hin, dass Flaschen o.ä. flogen.
Es hat einen ganz offensichtlich friedlich Demonstrierenden getroffen.
Viel glück auf deiner nächsten Demo.
10:55
Sagt mal, hat der Journalist das Video überhaupt gesehen? Polizisten sollen geprügelt haben???
09:55
mein rechtsstaat lässt mich friedlich demonstrieren und beschützt mich vor solchen augenscheinlichen provokateuren wie dem demo-tourist auf dem fahrrad.
genau solche leute heizen gerne mal die stimmung an und bringen das ganze zum kippen.
das ist vermutlich auch der beweggrung des mannes mit dem fahrrad.
wenn sie ihr ziel erreicht haben, hauen sie üblicherweise ab, damit sie aus der ferne ihre arbeit genießen können.
gibt nicht? gibts doch! bedauerlicherweise schon des öfteren gesehen und miterlebt.
ich kann auf solche typen verzichten.
was ich mich immer wieder frage:
warum bekomme ich bei demos nix auf die fresse?
das könnte einerseits an meiner körpergrösse und meinem gewicht liegen, andererseits wohl eher daran, das ich den anweisungen der polizei und der demoveranstalter lausche, und entsprechend befolge.
eine demonstration ist kein rechtsfreier raum wo jeder alles machen und tun kann wie er gerade meint.
es gibt einfache regeln. beachtet man sie, kann man öffentlichkeitswirksam seine meinung kundtun.
beachtet man sie nicht, gibt es ärger und man entwertet gleichzeitig das wofür man demonstriert.
08:45
Also die Anfangsszene, wie der eine Polizist das Mädchen weggeschubst hat, war ja wohl auch schon aggressiv genug, daraufhin schreibt sich der Mann auf dem Fahrrad die Dienstnummer auf. Besonders sollte man sich in der Szene den Blick des Polizisten ansehen. Der Mann geht mit dem Fahrrad dann in Richtung der Kamera, wo alles frei ist, also definitiv nicht in irgendeine gesperrte Zone. Erst dort wird er festgehalten....