Polizisten fordern Alkoholverbot in der Bahn
19.10.2009 | 15:34 Uhr 2009-10-19T15:34:00+0200
Essen. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft hat sich für ein generelles Alkoholverbot in Sonderzügen zu Spielen der Fußballbundesliga ausgesprochen. Sein Kollege von der Gewerkschaft der Polizei geht noch einen Schritt weiter: Er will auch den Verkauf von Alkohol in Bahnhöfen verbieten.
In der einen Hand die Fahne, in der anderen die Flasche Bier. Was an jedem Wochenende an Bahnhöfen im Ruhrgebiet zum gewohnten Bild gehört, ist der Polizeigewerkschaft ein Dorn im Auge. Sie fordert ein Alkoholverbot in Sonderzügen. Damit soll die Gewaltbereitschaft gesenkt werden.
Privatbahn macht den Anfang
In Norddeutschland müssen Flaschen mit alkoholischem Inhalt schon ab dem 15. November draußen bleiben. Das private Bahnunternehmen Metronom spricht ein generelles Alkoholverbot in seinen Zügen aus. Exzessiver Alkoholkonsum verwandele viele Züge in regelrechte „Katastrophengebiete“, erklärte die Gesellschaft, die einige Strecken etwa zwischen Hamburg und Hannover bedient. Und auch die Deutsche Bahn AG prüfe die Einführung eines Alkoholverbots, bestätigte eine Sprecherin.
Verbot längst überfällig
Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) ist ein klarer Befürworter des Alkoholverbots in Zügen. Nicht immer und auf allen Strecken, aber etwa in Sonderzügen zu Sportveranstaltungen wie Fußball oder Eishockey sei ein Alkoholverbot längst überfällig. „Alkohol ist das Kardinalproblem“, sagte Wendt. „In weit über 80 Prozent der Fälle von Gewalt, auch gegen Polizeibeamte, ist Alkohol im Spiel.“ Die Polizei brauche eine Rechtsgrundlage, um Fans, die Alkohol dabei haben, die Mitfahrt zu verweigern.
Rainer Wendt hält das Alkoholverbot in Sonderzügen mit dem vorhandenen Personal für umsetzbar. Es gehe nicht darum, Alkohol auch in Fernzügen der Bahn zu verbieten. In diesem Fall müsste schließlich auch der Bierausschank im Bordrestaurant verboten werden. Der Grund, weshalb es bislang kein Alkoholverbot in Sonderzügen gebe, sieht Wendt in den verteilten Zuständigkeiten und nimmt die Politik in die Pflicht: „Sie muss Bahn, Polizei und DFB an einen Tisch bringen“, fordert Wendt.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern im Forum
Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, geht mit seinen Forderungen noch einen Schritt weiter. Gegenüber „Bild“ sagte er, es müsse auch über ein Verkaufsverbot von Alkohol in Bahnhöfen nachgedacht werden, etwa wenn Fans zu Fußballspielen unterwegs seien. Auch sollten Fahrgäste keinen Alkohol mit in die Züge nehmen dürfen.
Pro-Bahn: Nicht umsetzbar
Lothar Ebbers, Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, hat Zweifel an der Machbarkeit des Verbots. „Das nützt nur etwas, wenn es auch umgesetzt werden kann“, sagte er zu DerWesten. Tagsüber tendiere die Präsenz von Sicherheitspersonal in den Regionalzügen gegen null. „Dann nützt ein Verbot nichts“, so Ebbers. Eine Lösung wie in Norddeutschland sei für das Rhein- und Ruhrgebiet unsinnig. „Hier sind die Strecken so eng verzahnt, da kann man nicht auf einzelnen Strecken, die von einer privaten Bahn bedient werden, Alkohol verbieten und auf anderen nicht.“
Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sei ein generelles Alkoholverbot in den Regionalzügen derzeit kein Thema, sagte VRR-Sprecher Lars Wagner. In einzelnen Gesellschaften des Verbandes, etwa bei der Rheinbahn in Düsseldorf, sei ein Alkoholverbot teilweise bereits in Kraft.
Mit Material von AP
10:41
Quatschidee.
Wenn wir am Wochenende rausfahren um feiern zu gehen, trinken wir auch unterwegs Alkohol ohne irgendwie zu pöbeln. Deshalb fahren wir ja mit der Bahn und nicht mit dem Auto. ;-)
Man kann nicht IMMER bei alles die Gesamtheit unter generalverdacht stellen, so wie das hier momentan modern ist. Ich sehe da auch kein Problem wenn man mit Freunden im Zug ein Bierchen trinkt. Beim Fussball wird es halt lauter. Aber auch hier ist ein Alkoholverbot keine Lösung. Dann betrinkt man sich eben vor der Fahrt statt während der Fahrt. Die Auswirkungen dürften die gleichen sein.
An die Alkohol ist ungesund - für ein generelles Alkoholverbot-Fraktion:
Nur weil ihr nichts trinkt, heißt das nicht, dass sich alle Welt euch anschließen muss. Dann trinkt halt weiter nichts. Wenn wir hier am Wochenende wegfahren, werden wir auf jeden Fall nach wie vor auch in der Bahn was trinken. Wir fangen nicht an zu pöbeln und damit hat es sich für mich erledigt.
Und wenn jetzt sowas kommt wie Alkohol ist ungesund und man muss ja nicht ständig trinken...
Ja richtig. Aber jeder sollte für sich die freie Entscheidung haben ob er will oder nicht. Und wenn man nach 5 Tagen Arbeit am Wochenende was trinkt ist es mir auch pupsegal was ihr dadrüber denkt.
Verbote, Verbote, Verbote...das ist alles was Deutschland kann.
09:56
Warum wird denn nicht gleich alles verboten und bei Bedarf stellt man einen Antrag.
Nach Genehmigung darf man dann z.B. am Abend vor die Türe treten und den Müll rausbringen oder sich mit dem Nachbarn unterhalten.
Wir können auch gerne unser Gehalt direkt an den Staat überweisen bzw. er erhöht einfach die Abgaben um 100%, der verwaltet das dann für uns und auch gegen Antrag gibt es dann zwoEurofuffich für einen spaßigen Abend, natürlich ohne Alohol, weil böse.
21:29
Was bitte ist ein Deckmanlte? Oder warst duu BESOFFFFFEN?`?????
20:35
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:29
Als Pendler sehe ich täglich normale Fahrgäste mit Bierdosen in der Hande, quasi als Chill -out nach der Arbeit. Pfui! Alkohol gehört nicht in die Öffentlichkeit, auch nicht unter dem Deckmanlte des kulturellen Erbes. Nich lamientieren, sondern Handeln, siehe Norwegen oder Neuseeland: Preise verfünfachen, Verkaufszeiten verkürzen. Die Volksgesundheit (psychisch und physisch) wird es danken. Nebenbei wird noch die Verelendung gestoppt, die viel mit Suff und Qualm zu tun hat.
No Tolerance
22:07
deutschland hat ein alkoholproblem.man braucht sich nicht über die minderjährigen alkoholsüchtigen zu wundern.schuld ist allein die gesellschaft in der die jugendlichen aufwachsen.die älteren besaufen sich auch ganz öffentlich .das sind die haupttäter.als erwachsener hat man ob man will oder nicht eine vorbildfunktion gegenüber den heranwaschenden.jemand der sich öffentlich betrinkt solte seine grenzen kennen.leider haben nur ganz wenige diese würde.wenn dann auch noch das rumpöppeln von menschen die ihre grenzen nicht kennen tolleriert wird,bringt das die konsequenz mit sich das dieses verhalten noch weiter ausgedehnt werden kann und somit weitere neue heranwachsende nachahmer fördert.anscheinend ist dieses problem schon lange bekannt,doch wird sich leider nie was daran ändern weil vielzuviele menschen in deutschland ihr tägliches bier mehr benötigen wie eine ausgewogene ernährung .wollt ihr was ändern dann schraubt euren eigenen alkoholkonsum erstmal runter.
20:53
Jo,is klar...Don´t drink and drive,aber IN der Bahn darf nicht mehr getrunken werden...Super Plan-da werden alkoholisierte Mitmenschen GAAAANZ sicher zufuss nachhause gehen...
Spitzen-Idee...Das Gewaltproblem wird damit für alle Ewigkeit aufhören:P
20:37
ich bin für ein Alkoholverbot für Köln fans...
20:28
Spätestens Altweiber-Donnerstag hat sich das für die RE1 von und nach Düsseldorf erledigt...
20:11
Eigentlich richtig. Aber wer solll das kontrollieren???