Polizeiexperten fordern EU-Verkehrssünderkartei
22.02.2012 | 06:31 Uhr 2012-02-22T06:31:35+0100Polizeiexperten wollen das Bußgeld-Wirrwarr in Europa beenden. Sie fordern in der "Bild"-Zeitung, dass Verkehrsverstöße mit einer europäischen Verkehrssünderkartei nach deutschem Vorbild geahndet werden. Pasi Kemppainen, Präsident, der Europäischen Verkehrspolizei-Organisation TISPOL sagte: "Jedem Autofahrer von Finnland bis Italien muss klar sein: Überall drohen gleiche Bußgelder."
Berlin (dapd). Polizeiexperten wollen das Bußgeld-Wirrwarr in Europa beenden. Sie fordern in der "Bild"-Zeitung, dass Verkehrsverstöße mit einer europäischen Verkehrssünderkartei nach deutschem Vorbild geahndet werden. Pasi Kemppainen, Präsident, der Europäischen Verkehrspolizei-Organisation TISPOL sagte: "Jedem Autofahrer von Finnland bis Italien muss klar sein: Überall drohen gleiche Bußgelder."
Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, forderte, Vorbild sollte die Flensburger Verkehrssünderkartei sein. Fast alles in der EU sei einheitlich geregelt, so etwa "die Größe und Farbe von Äpfeln oder die Nutzung bestimmter Glühbirnen, aber bedeutsame Themen der Verkehrssicherheit sind es nicht", sagte er. Das sei vor dem Hintergrund von jährlich rund 30.000 Verkehrstoten auf Europas Straßen nicht mehr hinnehmbar.
dapd