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Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“

12.08.2010 | 10:33 Uhr
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“

Hamburg.Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner tut es, auch SPD-Mann Thomas Oppermann: Politiker legen gegen den Google-Internet-Straßenatlas „Street View“ Widerspruch ein.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat nach einem Bericht Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos ihrer Wohnhäuser bei Google Street View eingelegt. Der „Frankfurter Rundschau“ bestätigte eine Sprecherin der Ministerin den Schritt. Sie rufe zudem andere Mieter und Eigentümer zu dem Schritt auf, wenn diese „nicht möchten, dass Fotos ihrer Wohnung oder Grundstücke auf Google Street View veröffentlicht werden“.

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, will laut „FR“ bei Google Widerspruch einlegen. „Die Deutschen müssen in der Lage sein, selbst zu entscheiden, welche Bilder von ihren Häusern, Wohnungen, Gärten oder Autos sie veröffentlichen wollen“, sagte er laut Bericht. „Ich verstehe, dass sich jetzt viele Bürger überrumpelt fühlen. Die Bundesregierung hätte längst eine solide gesetzliche Basis zum Schutz der Privatsphäre im Internet schaffen müssen.“

Grüne fordern bessere Datenschutz-Gesetze

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth nannte es „die Aufgabe des Staates, den Datenschutz zu gewährleisten“. Datenschutz dürfe nicht privatisiert werden und nur für Personen möglich sein, die die technischen Möglichkeiten dazu haben, sagte Roth der Zeitung. „Es darf nicht Aufgabe von Privatpersonen sein, täglich das Internet zu durchforsten, um gegen Eingriffe in die Privatsphäre vorgehen zu können“, sagte sie.

Google hatte angekündigt, den Straßenfotodienst „Street View“ schon in diesem Jahr ins Internet zu stellen. Dabei sollen mit Informationen versehene Straßenansichten für die 20 größten Städte Deutschlands abrufbar sein. In NRW gehören die Städte Bo­chum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Bielefeld, Bonn und Wuppertal dazu.

Gesichter und Nummernschilder will Google unkenntlich machen. Ab kommender Woche können Mieter und Eigentümer zudem auf google.de/streetview vier Wochen lang beantragen, ihr Haus schon vor der Onlineschaltung unkenntlich zu machen. Nachträglich soll das weiter möglich sein, erklärte Google. (apn/we)

DerWesten

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Kommentare
13.08.2010
09:22
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von grosser1938 | #53

Das ist typisch deutsch, gegen alles und jeden protestieren und das mitunter ohne jeden Sinn und Verstand.
Goggle Streetview ist doch schon in vielen Länder in Betrieb und keiner hat soviel Aufstand gemacht wie die die deutschen Bürger.
Jeder der meint er müße dagengen protestieren, sollte sich Streetview mal anschauen.
Sicher sind da auch Fotos zu sehen die eigentlich nicht sein sollten, aber die sehe ich auf jeder Internetseite.
Um diesen guten, und sogar kostenlosen, Serrvice wird ein Trarar gemacht, das seines gleichen sucht.
Auf vielen Plätzen und Strassen hängen Videokameras und da wird gefilmt ohne die Gesichter unkenntlich zu machen und das alles ohne Proteste.
Ist irgendwo ein Unfall oder dergleichen kann mann alle Bilder sogar im Fernsehen sehen.
Hat der Deutsche nicht andere Sorgen als gegen Streetview zu protestieren???
Was hab ich zu verbergen, wenn mich ein Googlefahrzeug fotografiert hat, wenn ich gerade im Vorgarten Unkraut jähte??
Was macht es aus, wenn mich ein Googlefahrzeug fotografiert wenn ich gerade in einem Strassencafe sitze und mich am Wetter erfreue?? Gut es könnte ja sein, das ich dann zufällig mit meiner Geliebten fotografiert werde, und meine Frau zu Hause das sieht, das ich vor einem Jahr mit einer anderen Frau Kaffee getrunken habe.
Die Proteste gegen Google Streetview finde ich völlig absurd.

12.08.2010
19:15
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von hahaha | #52

Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
Das find ich gut!
Da weiß man dann endlich und ganz schnell, wo diese Halunken wohnen!
Eine prachtvole und bis zum Emde durchdachte Maßnahme!
Typisch Politiker eben!

12.08.2010
19:00
Blockierter Kommentar.
von carlotarrasqua | #51

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.08.2010
18:48
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von neuerring | #50

#37:
Es ist nie zu spät zu widersprechen und hinzuzulernen. Das war die Devise meiner 50 Jahre langen Berufstätigkeit. Sie war erfolgreich. Aber es stört mich sehr, das sich Deutschland zu einem unüberschaubaren Stasi- und Überwachungsstaat entwickelt hat. Meine Familie wählt nicht mehr.

12.08.2010
18:17
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von No Hope Without Dope | #49

@ Jesus_aus_Bochum_Gerthe

Einen Vorteil haben aber die Träger des orientalischen Schleiers: Bei denen braucht man wenigstens nicht da nachträglich schwärzen oder die Gesichter unkenntlich machen. Bei denen tappt die Polizei nach wie vor im Dunklen ..!

12.08.2010
18:10
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von Klaus Brand | #48

Das sind doch bestimmt überwiegend schwarze
Politiker welche ihre Häuser schwärzen lassen.
Ja ja, im Dunkeln ist gut Munkeln.
Schwarzgeld, schwarze Kassen, geschwärzte Häuser, passt doch genau.
Wer nichts zu verbergen hat muß auch nicht
schwärzen. Ich freu mich schon auf einen bunten
virtuellen Ausflug.

12.08.2010
17:44
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von vantast | #47

Auf der einen Seite ein Vermummungsverbot, hier das Guck Mich Nicht An! Eine offene Gesellschaft braucht sich doch nicht vor solchen Blicken zu fürchten. Soll auch hier eine 2-Klassengesellschaft herrschen?Wir sollten froh sein, daß Google die Welt transparenter macht.

12.08.2010
17:33
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von Mister | #46

Ich wunderte mich schon über den Hall aus meinem PC. Dann las ich hier und ichvermute mal, dass es von den vielen hohlen Birnen kommt. Natürlich sind alle hier eingetragenen User nicht gemeint.

12.08.2010
17:29
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von so isses | #45

@1 @42
Genau, daran denke ich auch. Es wird ja jetzt publik gemacht, wer alles seine Häuser / Wohnungen unkenntlich machen will.
Ich sehe das als Einladung für die munteren Gesellen von Bruch und Klau an, mal zu erforschen, was es da zu holen gibt.

Schon jetzt sind die Häuser auf Google Earth ziemlich gut zu erkennen. Mit Street View dürfte es kaum wesentlich mehr zu sehen geben.

Ich sehe mir regelmäßig vor einer geplanten Reise die Umgebung an. Es ist sehr aufschlußreich.

Es ist schon so wie beim Fliegen, viele stören sich an dem Lärm und die Abgase, selber steigen sie für jede kleine Entfernung in den Flieger.

12.08.2010
16:59
Politiker schwärzen ihre Häuser auf „Street View“
von wolfgang123 | #44

Es gibt Bing, Google Earth und viele andere Geo-Informationssysteme, bei denen ich mit die Häuser schon sehr genau ansehen kann. Warum so ein Aufstand wegen des Street View?

Die Städte haben so genaue Aufnahmen von allen Straßen, dass die Mitarbeiter bei einem Bauantrag kaum noch ausrücken müssen, um sich das Haus anzusehen. Da meckert keiner!

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