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20 Jahre Mauerfall: Einheits-Väter feiern sich beim Gipfeltreffen

Politik, 31.10.2009, DerWesten

Foto: AFP

Hat noch immer seine Fans: Helmut Kohl. Foto: afp

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    Hat noch immer seine Fans: Helmut Kohl. Foto: afp

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    Sichtlich ergriffen: Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl beim Gipfeltreffen der Einheits-'Väter' am Samstag in Berlin. Foto: Getty Images

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    Illustre Runde: Michail Gorbatschow, Ex-Präsident der Sowjet Union, Ex-US-Präsident George H.W. Bush und der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl. Foto: afp

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    Zwei Männer die Geschichte geschrieben haben... Foto: afp

Berlin. Altkanzler Helmut Kohl hat die Deutschen dazu aufgerufen, stolz auf die Wiedervereinigung zu sein. Auch er selbst blicke mit Stolz auf die Wende vor 20 Jahren zurück, sagte der 79-Jährige am Samstag bei einer Gedenkveranstaltung im Berliner Friedrichstadtpalast.

20 Jahre nach dem Fall der Mauer haben sich Altkanzler Helmut Kohl und die früheren Präsidenten der Sowjetunion und der USA, Michail Gorbatschow und George Bush senior, am Samstag in Berlin wiedergetroffen. Bundespräsident Horst Köhler dankte den Staatsmännern bei einer Festveranstaltung im Friedrichstadtpalast für eine «Sternstunde» der Geschichte. Kohl rief die Deutschen dazu auf, stolz auf die deutsche Einheit zu sein.

An der von der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalteten Feier nahmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert sowie zahlreiche weitere hochrangige Gäste aus dem In- und Ausland teil. Köhler nannte es «ein Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung», dass Kohl, Bush und Gorbatschow 20 Jahre nach dem Mauerfall in Berlin wieder zusammenkommen. «Die Freiheitsliebe der Völker, die friedlichen Revolutionen von 1989 und die Staatskunst dieser drei Männer haben für Millionen Menschen Türen und Tore aufgestoßen», sagte er.

Kohl: Deutsche sollen stolz auf Wiedervereinigung sein

Kohl würdigte Gorbatschow und Bush als die wichtigsten Partner Deutschlands in der Wendezeit. Er sei froh, dass das Wiedersehen nach all den Jahren zu Stande gekommen sei, sagte der Altkanzler, der inzwischen an den Rollstuhl gefesselt ist und nur noch sehr schwerfällig sprechen kann.

Der 79-Jährige war im vergangenen Jahr schwer gestürzt und erst im Mai dieses Jahres wieder öffentlich aufgetreten. «Ich war gar nicht sicher, ob ich noch mal so einen Auftritt habe», sagte der CDU-Politiker.

Für die friedliche Wiedervereinigung sei der Mut der Menschen ebenso notwendig gewesen wie die Unterstützung der Nachbarn, betonte Kohl. «Das ist nicht vom Himmel heruntergefallen.» Ihn selbst erfülle es mit Stolz, was damals geschehen sei. «Ich habe nichts Besseres, als stolz zu sein auf die deutsche Einheit.»

Gorbatschow für Perestroika in den USA

Bush betonte, dass die historischen Ereignisse nicht nur in den Hauptstädten stattgefunden hätten, sondern auch in den Herzen der Menschen, die so lange auf die Achtung ihrer Rechte hätten warten müssen.

Gorbatschow sorgte mit seiner Rede für einige Irritationen. Zunächst lobte er die DDR für ihre Rolle bei der Annäherung von Ost- und Westeuropa in den Zeiten des Kalten Krieges. «Über die DDR haben wir ein Fenster nach Deutschland geöffnet», sagte er.

Dann empfahl er den USA einen grundsätzlichen gesellschaftlichen und politischen Wandel. «Sie brauchen eine Perestroika», sagte er zu Bush. In der jetzigen Situation werde sehr viel von den USA abhängen. «Hier wird man Führungsqualitäten beweisen müssen», sagte Gorbatschow mit Blick auf den Machtwechsel in den USA vor einem Jahr.

Damals löste Barack Obama den Sohn von Bush senior, George W. Bush, im Präsidentenamt ab. «Jetzt wird sehr viel von Amerika abhängen», sagte Gorbatschow. Es gebe ein Einverständnis in der Welt, «dass Veränderungen folgen müsse». (ap)

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