Duisburger Dezernent empfiehlt: Wegziehen
"Arbeitslose für Job anderenorts qualifizieren"
Eine Spitzenposition in der Arbeitslosenstatistik hat die Stadt Duisburg seit Jahren inne. Das sei mit Mitteln der Wirtschaftsförderung auch nicht nachhaltig zu ändern, meint der dortige Planungsdezernent Jürgen Dressler. Sein Vorschlag: Arbeitslose sollen so qualifiziert werden, dass sie andernorts Aussicht auf eine neue Beschäftigung haben.
Duisburg leide unter den Folgen einer "globalen Neuverteilung von Industriearbeitsplätzen", begründet Planungsdezernent Dressler seinen Vorstoß. Und die beiden Leitbranchen der Stadt, Stahlindustrie und Logistik, seien nicht in der Lage, Vollbeschäftigung zu schaffen oder den Bevölkerungsrückgang zu mindern.
Aber schon die Geschichte des Ruhrgebiets habe bewiesen: "Beschäftigung entwickelt sich an erfolgreichen Standorten." Daher sei es nur konsequent, Bürger so auszubilden, dass sie sich in der Zukunft "neuen Lebensräumen und nachhaltigen Beschäftigungsperspektiven" zuwenden können. Dabei kann ihnen Hilfestellung gegeben werden, etwa bei der Kinderbetreuung.
Ein solches Vorgehen sei "nicht nur redlich, sondern auch stadtökonomisch richtig", erklärte der Dezernent mit sozialdemokratischem Parteibuch gegenüber der WAZ: "Die überproportionale Alimentierung einer Stadtgesellschaft ist weder ökonomisch noch auf Dauer leistbar." Kommentar Seite 1






















