Pleitgen ist „Sprachpanscher des Jahres“
27.08.2010 | 14:20 Uhr 2010-08-27T14:20:00+0200
Dortmund.Über diese Auszeichnung wird sich Fritz Pleitgen wohl nicht freuen: Der „Ruhr.2010“-Boss ist vom Verein Deutsche Sprache zum „Sprachpanscher des Jahres“ gewählt worden, weil er „denglische Imponiervokabeln“ dulde.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Ruhr.2010 GmbH, Fritz Pleitgen, ist vom Verein Deutsche Sprache zum „Sprachpanscher des Jahres“ gewählt worden. Wie der Verein am Freitag in Dortmund mitteilte, habe Pleitgen nicht verhindert, dass die Kulturhauptstadt Essen für das Ruhrgebiet mit zahlreichen „denglischen Imponiervokabeln“ arbeite. So würden freiwillige Helfer der Kulturhauptstadt beispielsweise als „volunteers“ bezeichnet.
Der Verein Deutsche Sprache hat rund 30 000 Mitglieder und wählt seit 1997 einen „Sprachpanscher des Jahres“. Dabei werden Personen oder Institutionen mit dem Negativpreis gewürdigt, die aus Sicht des Vereins unnötigerweise englische Begriffe verwenden. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel oder der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). (ddp)
10:43
#4 millefit
Sogar im Englischen werden Großbuchstaben benutzt.
08:37
Denglish hat aber den Vorteil das noch mehr bei der Presentation am BullShit Bingo teilnehmen können.
21:14
Ich bin ja schon froh, dass er hier wenigstens mal eins drauf bekommt. Bei der Loveparade ging es alles viel zu glimpflich ab. Obwohl er auch guilty ist.
Habe nichts gegen Englisch in reiner Form und da wo es hingehört. Im Gegenteil, obwohl ich schon ein älteres Semester bin. Habe übrigens auch nichts gegen andere Sprachen.
Habe etwas gegen Vera..... und falsches Marketing.
20:43
Erinnert sich noch Jemand an den schlimmsten deutschen Werbe-Reinfall aller Zeiten? Douglas? Come in and find out.
Genau das ist das Problem dieser coolen Global-Denker, wenn sie meinen, international zu sprechen, aber nicht mal die minimalsten Anforderungen der Sprach*beherrschung* - egal welche Sprache - erfüllen.
Eine Aneinanderreihung von Worten ergibt noch keinen Satz und schon gar keinen Sinn. Und das nutzen Werbestrategen weidlich aus, in dem sie alles an Interpretation offenlassen, wenn sie Local Heroe sagen.
Der tumbe Globalist glaubt daraufhin, es wäre cool, sowas auch zu sagen, weil es sagen ja alle.
Ohne wirkliche Beherrschung der eigenen Sprache gelingen auch keine Fremdsprachen-Kenntnisse. Und ohne diese Kenntnisse macht auch Denglisch keinen Sinn.
19:55
Mein Gott,habt ihr Probleme!
18:20
Hm, das System hat jeweils das Apostroph elimimiert. Seltsam.
18:18
Klar ist Englisch die lingua franca und macht die internationale Kommunikation einfacher, aber wieso Betriebe in der Provinz hairs (sic!) and more oder hands (sic) and feet genannt werden müssen, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.
17:46
Bei vielen englischen oder anderssprachigen Begriffen finde ich es völlig OK die zu benutzen. Wenn das das Wort beschreibende Ding/Prinzip etc. z.B. in einem Kulturraum mit anderer Sprache entdeckt wurde oder dort populär geworden ist. Es ist manchmal auch noch OK, wenn durch die Verwendung eines anderssprachigen Begriffs der deutsche Begriff sozusagen dekantiert, mit neuer Bedeutung aufgeladen werden soll. Gar nicht OK finde ich anderssprachige Begriffe zu nutzen um eine Qualität hinzuzudichten, die gar nicht vorhanden ist. Wie z.B. das im Artikel erwähnte Volunteers. Das hilft niemandem und schadet der Verständigung.
17:36
Es gibt überflüssiges Denglisch, aber in de rIT macht es oftmal Sinn...
Aber bei Ruhr2010 ist es schon oftmals albern.
17:35
Einen herzlichen Glückwunsch zum Titel Sprachpantscher des Jahres. Leider gibt es viele Sprachpantscher in Deutschland. Allen voran die Werbewirtschaft. Aber auch die Journaille ist zu gern bereit denglische Begriffe unters Volk zu streuen.