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Pläne gegen Olympia: Frühstück, Talk und "rolling news"

26.07.2012 | 00:12 Uhr

n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel geht sehr selbstbewusst in die Olympischen Spiele. "Wenn man alles über Olympia wissen will, müsste man in der Theorie eigentlich nur n-tv gucken", sagt der Chef des Nachrichtensender.

Köln (dapd). n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel geht sehr selbstbewusst in die Olympischen Spiele. "Wenn man alles über Olympia wissen will, müsste man in der Theorie eigentlich nur n-tv gucken", sagt der Chef des Nachrichtensender. Ein Satz, den so oder so ähnlich auch sein N24-Pendant Torsten Rossmann oder Roman Steuer, der Senderchef von Sky Sport News HD, sagen könnten. Alle drei Kanäle haben dasselbe Problem: ARD und ZDF senden in TV und Internet täglich mehr als zwölf Stunden live aus London. Damit kann kein News-Sender konkurrieren. Ignorieren können sie Olympia aber auch nicht, erst recht in einer nachrichtenschwachen Zeit wie sie gerade anfängt.

N24 und n-tv haben neben der nachrichtlichen Berichterstattung zusätzliche Formate auf die Beine gestellt, die über die aktuelle nachrichtliche Berichterstattung aus London hinausgehen. "Wir machen ein ähnliches Konzept wie bei der EURO, dann heißt das Frühstück eben Olympia-Frühstück", sagt n-tv-Chef Demmel im dapd-Interview: "Nachrichtlich haben wir alles abgedeckt." Sechsmal täglich moderieren Birgit von Benzel und Valeska Homburg die Highlights des Vortags und den Ausblick auf den neuen Tag.

Bei N24 empfängt Moderator Norbert Dobeleit montags, mittwochs und freitags die Sportler zu "London Live - Der N24 Talk" jeweils um 13.05 Uhr. "Wir sprechen mit den Stars, den Hoffnungsträgern, den Enttäuschten und den Machern im Hintergrund. Es geht um die aktuellen Ergebnisse, um das Abschneiden des deutschen Olympiateams und dessen Perspektiven", kündigt N24 dazu an. Daneben werden zwei Reporter vor Ort sein.

Sky Sport News HD wird über seine ersten olympischen Spiele im bekannten Sendeschema der immer wieder aktualisierten "rolling news" berichten, will neben Olympia auch die Vorbereitung auf den Start der Fußball-Bundesliga, die erste Runde im DFB-Pokal und den täglichen Transfer-Reporter nicht aus den Augen verlieren. Senderchef Steuer verspricht aber auch ohne spezielles Format: "Wir bieten die klassisch sportliche Berichterstattung mit Ergebnissen, Stimmen und Stimmungen. Die Zuschauer werden nichts verpassen, keine wichtige Entscheidung, keine Reaktion."

Steuers Zuversicht speist sich aus dem für Sky Sport News HD sehr erfolgreichen Juni. Während der Fußball-EM legte der Sport-Nachrichtenkanal den besten Monat seit Sendestart hin, kam in der Spitze erstmals über 100.000 Zuschauer. "Je älter wir werden, desto mehr steigt die Nutzung", sagte Steuer zu dapd: "Es schalten uns immer mehr Leute immer öfter und länger ein."

Insgesamt werden die drei Sender rund ein Dutzend Reporter und Mitarbeiter vor Ort in London haben. Fest eingeplant haben sie alle, die Pressekonferenzen des deutschen Teams aus dem Deutschen Haus live zu übertragen, von ARD und ZDF haben sie sogenannte Newsrechte erworben, um die wichtigsten Entscheidungen auch im Bild zeigen zu können. Doch eines eint alle drei Sender: Sie freuen sich schon jetzt auf den 13. August. Denn dann senden sie nicht mehr gegen die Olympischen Spiele.

dapd

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