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Piraten steigen laut Umfrage zur drittstärksten Partei auf

10.04.2012 | 10:57 Uhr

Die Piratenpartei erklimmt neue Höhen und erreicht im neuen Forsa-Wahltrend 13 Prozent der Stimmen. Damit wären die Piraten drittstärkste Kraft noch vor Grünen und Linken, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag von RTL und dem Magazin "Stern" hervorgeht.

Köln (dapd). Die Piratenpartei erklimmt neue Höhen und erreicht im neuen Forsa-Wahltrend 13 Prozent der Stimmen. Damit wären die Piraten drittstärkste Kraft noch vor Grünen und Linken, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag von RTL und dem Magazin "Stern" hervorgeht. "Für viele Jugendliche sind die Grünen eine altbackene und alt gewordene Partei. Das Anti-Atom-Thema zieht bei ihnen nicht mehr", kommentierte Forsa-Chef Manfred Güllner die Ergebnisse. Die Piraten selbst reagierten zurückhaltend.

Ein Parteisprecher sagte, 13 Prozent in einer Umfrage könnten "alles oder nichts heißen". "Die echte Umfrage ist doch erst, wenn die Stimmen ausgezählt werden", sagte er und verwies auf die Ungenauigkeit solcher Studien. Die politische Bundesgeschäftsführerin Marina Weisband forderte von den Parteimitgliedern über den Kurznachrichtendienst Twitter: "Ignoriert Bundesumfragen. Baut an Dingen."

Schwarz-Gelb kommt auf 41 Prozent

Der Umfrage zufolge wird die schwarz-gelbe Regierungskoalition stärker und liegt mit 41 Prozent für CDU und FDP vor einem möglichen rot-grünen Bündnis mit 35 Prozent. Mit 36 Prozent ist die Union klar die stärkste Kraft, sie legt um einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche zu. Die SPD folgt der Union mit weitem Abstand und erreicht 24 Prozent, nachdem sie im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt verlor.

Auf die Piraten, die ein Plus von einem Prozentpunkt verbuchen, folgen die Grünen mit 11 Prozent. Sie geben im vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte ab. Die Linken erreichen acht Prozent, was einem Verlust von einem Prozentpunkt entspricht. Die FDP gewinnt zwei Prozentpunkte und würde mit fünf Prozent den Wiedereinzug ins Parlament schaffen. Für den Wahltrend befragten die Forscher vom 2. bis 4. April 2.007 Bundesbürger.

(Tweet von Marina Weisband: http://url.dapd.de/YIrARM )

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